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Dienstag, 30. September 2014

Garten Ende September '14

Schon wieder ist ein Monat rum und der Winter uns einen Schritt näher.
Noch genießen wir wunderschönes, warmes und herrliches Herbstwetter! Das entschädigt fast den nicht vorhandenen Sommer.

Die Bilderflut für September starte ich wieder ein wenig anders.
Dieses Mal aber nicht mit meinen Bienen, dafür aber mit einem der Igel in unserem Garten.
Das Holz unseres abgerissenen Schopfes lagern wir in einer der hintersten Ecken unseres Gartens um es nach und nach in der Feuerschale zu verbrennen. Ganz zu beginn des Sommers entdeckt ich schon einen Igel der unter der Plane am schlafen war. Als wir letztens mal wieder die Feuerschale in Gebrauch hatten, fiel mir ein großer Haufen Moos auf. Zuerst sehr verwundert, kam ich schnell darauf, dass sich hier ein Igel ein Nest am bauen ist. Seit dem lassen wir den Holstapel und die Plane in Ruhe. In der Dämmerung war nun häufiger ein großer, gut aussehender Igel unterwegs. Fleissig am futtern. Mitte letzter Woche sah ich ihn auch mal tagsüber Moos unter den Stapel transportieren.
Als wir gestern Abend nach Hause kamen, saß unter unserem Carport ein winzig kleiner Igel. Ich hab ihn gleich mal gewogen: 249g 
Nicht besonders viel, aber er hat ja noch, wenn es gut läuft, etwas mehr als einen Monat um zuzulegen. Wir haben ihm dann ein Rührei gemacht und wieder raus gesetzt, besonders interessiert hat ihn das Rührei aber nicht. Ein klitzekleines bisschen war heute Morgen dann aber doch weg. 
Um das Rührei nicht weg schmeißen zu müssen, hab ich das Schälchen zum Holzstapel gestellt. Und siehe da... wer kam, mitten am Tag unter der Plane hervor? Der kleine Igel vom Abend zuvor... und hat sich auf das Rührei gestürzt. Wohnt da nun eine ganze Igelfamilie im Holzstapel?!? Heute Abend haben wir auf alle Fälle wieder ein Rührei zum Holzstapel gestellt, auf das der Kleine gut zunimmt. Es wäre für ihn ja da Beste wenn er ganz normal Winterschlaf halten könnte.

Eine Hand voll Igel

Sibirischer Hauspaprika, Jalapeno und Piment d'Espelette. Die Büsche leuchten rot.

Die Tomaten-Pflanzen scheinen sich von der Krautfäule erholt zu haben. Nach wie vor reifen Massen an Tomaten ab.

Kann mir jemand sagen, was das für eine Pflanze auf der oberen Hälfte ist?

Der Topinambur blüht und wird stark von den Bienen beflogen.

Thymian und Rosmarin in der Kräuterschnecke.

Eine der wenigen Basilikum-Pflanzen die in den Tomateneimern was wurde.

Einige Feigen.

Eine Pepino. Ob die noch reif wird?

Die Passionsblumen blühen wirklich monatelang wunderschön!

Der Lauch im Hochbeet sieht gar nicht schlecht aus.

Teufelsohrensalat. In Massen momentan.

Schöner roter Mangold.

Teufelsohrensalat im Beet. Sieht genau so gut aus wie im Hochbeet.

Fencheknollen. Noch etwas klein, sieht aber toll aus.

Der Weiskohl will nicht so recht.

Herbsthimbeeren

Eine späte, lila Karottensorte.

Die Zucchini halten auch noch tapfer durch.

Sonnenblume

Brombeeren sind auch viele am abreifen. =)

Montag, 29. September 2014

Schwarze Bohnen Burger mit Chilikäse und Avocado

Das momentan wunderschöne Wetter muss genutzt werden um den Grill anzuschmeißen. Schon lange wollten wir mal den vegetarischen Burger aus dem Buch "Weber's Burger" ausprobieren und haben gleich noch einen Freund eingeladen, der seit ein paar Jahren Vegetarier ist.
Das Rezept hab ich dann doch leicht abgeändert, das Ergebnis war mega lecker!
Im Rezept wird eigentlich eine Dose mit schwarzen Bohnen verwendet. Da wir selbst schwarze Bohnen im Garten anbauen, war natürlich klar, dass ich diese verwende. Allerdings konnte ich gar nicht abschätzen wie viel g getrocknete Bohnen etwa 425g Bohnen mit Soße aus der Dose entsprechen. Ich hab daher einfach mal 4 Hände voll schwarze Bohnen weich gekocht. Das ergab etwas mehr als benötigt, was von der Menge her aber sehr gut gepasst hat. Ich hätte es sonst als etwas wenig empfunden.
  


Schwarze Bohnenburger mit Chilikäse und Avocado

4 Hände voll schwarze Bohnen
4EL glatte Petersilie, klein geschnitten
1 Schalotte, in Stücke geschnitten
2 Knoblauchzehen, halbiert
½TL Chilipulver
½TL getrockneter Oregano
Olivenöl
grobes Meersalz
frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
1 Ei
1 Eiweiß
90g Semmelbrösel

4 dünne Scheiben Chilikäse
4 Burger Brötchen, aufgeschnitten
4EL Mayonnaise, evtl. mit Rosmarin
4 knackige Salatblätter
1 Avocado, Fruchtfleisch in dünne Spalten geschnitten



Einen Tag zurvor die schwarzen Bohnen in eine Schüssel geben und mit Wasser auffüllen. Am nächsten Tag die Bohnen mit frischem Wasser weich kochen. Das geht am schnellsten in einem Dampfdrucktopf. Je nach Bohnengröße kann das selbst im Dampfdrucktopf noch 2 Stunden dauern.
Wenn die Bohnen weich sind, abgießen und abkühlen lassen.
Die Bohnen zusammen mit der Petersilie, der Schalotte, dem Knoblauch, Chili, Oregano, 1EL Olivenöl, 1/2TL Salz und 1/4TL Pfeffer in eine Schüssel geben und mit dem Pürierstab pürieren bis eine leicht stückige Paste entsteht. Ei, Eiweiß und Paniermehl zugeben und gut mit den Händen verkneten. Mit angefeuchteten Händen 4 gleich große, etwa 2cm dicke Pattys formen und mit Frischhaltefolie abgedeckt auf einem Teller mindestens 1 Stunde im Kühlschrank ziehen lassen. 



Den Grill gut anheizen. Die Pattys am Besten in einer Grillpfanne oder in einer Grillschale auf den Grill geben. Etwa 6-8 Minuten grillen bis sie gebräunt sind und durch und durch warm sind. Währenddessen einmal wenden. Je nach Schmelzfreudigkeit des Käse, diesen früher oder später auf die Pattys geben und schmelzen lassen. Die Brötchenhälften mit der Schnittseite nach unten auf den Grill legen und rösten.
Auf den unteren Brötchenhälften jeweils 1EL Mayonnaise verstreichen, darauf 1 Salatblatt, dann einen Patty geben. Auf den Patty kommen nun Avocadospalten und abschließend die obere Brötchenhälfte. 

Sonntag, 28. September 2014

Blumenzwiebeln und Frühblüher

Seit ich meine eigenen Bienen habe und meine Völker letzte Woche in meinen Garten umgezogen sind, fällt mir auf, dass in meinem Garten viel zu wenig Frühblüher vorhanden sind.
Die ersten Blüten im Frühjahr sind sehr, sehr wichtig, da die Bienen bei ihren ersten Ausflügen auch was finden sollen.
Ein sehr kleiner Haselnussstrauch steht im Garten und bietet zwar schon mal reichlich Pollen, aber keinen Nektar!
Ein paar sehr wenige Schneeglöckchen und Krokusse blühen, aber eben nur sehr wenige, viel zu wenig für vorraussichtlich 5 Völker. (Wär ja schön, wenn alle über den Winter kommen würden!)
Da wir am Ortsrand wohnen haben meine Bienen den Vorteil, dass ganz in der Nähe viele Weiden wachsen. Diese blühen auch sehr früh und bieten viel Nektar und viele Pollen.

Trotzdem will ich in meinem Garten noch einige Frühblüher anbieten.

Da kam mir vor einigen Wochen die Anfrage der Bruno Nebelung GmbH gerade recht, Blumenzwiebeln testen zu dürfen. Vielen Dank übrigens! Dooferweise hatte ich neben Frühblühern auch Zwiebelblüher, bzw. Zierlauch genannt, da Bienen diese auch sehr gerne mögen.

Als das Päckchen dann kam, waren nur verschiedene Zwiebelblüher drin. Laut Lieferschein wollte mir die nette Dame mit der ich in Kontakt war, wohl noch Saatgut für eine Bienenweide zukommen lassen. Leider war die aktuell wohl nicht lieferbar. Schade! Dafür hätte ich tatsächlich auch noch Platz gehabt.

Da ich dann aber noch immer keine Frühblüher hatte, war ich letztens einkaufen und hab Krokusse, Schneeglöckchen, Blausternchen und Winterlinge mitgenommen.

Demnächst will ich all die Zwiebeln in die Erde bringen und bin mal gespannt wo ich Platz dafür finde. Viele der Krokusse und Schneeglöckchen werd ich wahrscheinlich sogar im Rasen versenken und hoffen dass sie sich ordentlich vermehren mit den Jahren.


Als ich fest stellte, dass Bruno Nebelung für Kiepenkerl steht, wurde ich skeptisch, denn irgendwie hatte ich da was im Hinterkopf. Irgendwann kam mir Monsanto in den Kopf. Von fast allen Gärtnern die ich kenne, gefürchtet. Wer hier regelmäßig mit liest, weiß dass ich mein Saatgut fast ausschließlich bei Dreschflegel kaufe. 
Vor ein bis zwei Jahren las ich diese beiden, sehr interessanten Artikel:
- Sehr gut recherchierter und sachlicher Artikel von Tinto
- Artikel über die Herkunft von Saatgut

In beiden Artikeln wird ein Link zur EU genannt, wo man den Sortenhalter von Gemüse und Obst recherchieren kann. Denn nicht jeder Saatgutanbieter produziert alles selbst, da wird untereinander zugekauft und nicht in jedem Tütchen steckt Monsanto. Dazu will ich aber eigentlich gar nicht all zu viel schreiben. Lest einfach mal die 2 oben genannten Artikel. Eine Meinung muss sich jeder selbst bilden.

Mir geht es eigentlich um die Blumenzwiebeln. Die lassen sich nämlich nicht recherchieren, wenn ich das richtig gesehen hab. Weiß da zufällig jemand genaueres? Gibt es da auch Sortenhalter? Kann ich mir auch hier versehentlich Monsanto ins Beet holen?

Jalapeño Hot Sauce

Die Jalapeno's reifen erst sehr spät und dann natürlich alle auf's Mal. Dieses Jahr hab ich hier 3 (oder sogar4?!?) Pflanzen stehen, die gut voll hängen. Da jeden Tag gegessen die gefüllte und mit Speck umwickelte Variante langweilig werden würde und inzwischen auch genügend Gläser Salsa Verde vorhanden sind, suchte ich nach einer Alternative. 
Fündig wurde ich bei Chilli und Ciabatta. Eine süß-saure Jalapeno-Sauce las sich sehr lecker!
Ich hab die Herstellung etwas abgewandelt, da ich keine Flotte Lotte hab. Eigentlich hätte ich die Tomaten vorher enthäuten und entkernen können. Ich muss aber gestehen, dass ich schlichtweg zu Faul war. Gut püriert stören mich die Kerne und die Haut aber auch nicht.

Pur zu Nudeln schmeckt die Sauce sehr lecker, in einem Chili con Carne kann ich sie mir sehr gut vorstellen oder um ein Gulasch abzuschmecken.
Natürlich kann statt der Habanero auch jede andere Chili verwendet werden. Am besten schmeckt jeder die Sauce auch nach eigenem Schärfeempfinden mit Chilis ab. Denn zu scharf soll es ja auch nicht sein.

Jalapeño Hot Sauce




1 große Zwiebel
120ml Öl
ca. 2,4kg Tomaten
Jalapeños
1 Habanero Chili
240ml Apfelessig
100g brauner Zucker
1-2TL frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
4-5TL Salz
2 frische Lorbeerblätter
3 Knoblauchzehen
1EL gelbe Senfkörner
5 Pimentkörner
1/2 Zimtstange

Die Zwiebel in dünne Ringe schneiden und in Öl glasig dünsten. Tomaten grob würfeln, Jalapeno's und Habanero in Ringe schneiden, entkernen und dazugeben. Mit Essig aufgießen, Zucker, Salz, Pfeffer und Lorbeerblätter zugeben. Knoblauchzehen halbieren und zugeben. Senf-, Pimentkörner und die Zimtstange im Mörser grob anstossen und zugeben. Einmal aufkochen und leise vor sich hin köcheln lassen. Nach einer Stunde alles gut pürieren (oder durch die Flotte Lotte geben) und weiter köcheln lassen bis zur gewünschten Konsistenz. Das kann noch mal 1-2 Stunden dauern. Dabei gelegentlich umrühren. Bei Bedarf nochmals abschmecken.
In der Zeit die Gläser sterilisieren. Mit kochendem Wasser ausspülen und im vorgeheizten Ofen bei 120°C Umluft mindestens 12 Minuten trocknen.
Die Sauce in die Gläser füllen, mit dem Deckel verschließen, nach und nach genießen. 

Samstag, 27. September 2014

Spaghetti al Pomodoro

In letzter Zeit hab ich diese Version Spaghetti mit Tomaten in vielen Blogs (unter anderem hier) gesehen. Und überall sahen sie sowas von lecker aus! Trotzdem hat es nun leider eine ganze Weile gedauert bis ich in den Genuss kam. Obwohl wir wirklich Massen an Tomaten haben dieses Jahr. In den letzten 24 Stunden hab ich mal wieder 5kg Tomaten verarbeitet. Darunter waren 2 neue Rezepte. Einmal dieses hier, das andere folgt die nächsten Tage. =)

Die 9 Tomaten, aus denen eine Soße gekocht wird, hätten bei mir etwas größer sein können. Die entstandene Menge an Soße war etwas gering. Die Spaghetti haben alles komplett aufgesogen. So waren sie sehr lecker, mir hat aber einfach was für's Auge gefehlt, bzw. sahen die Spaghetti trockener aus als sie waren.

Übrigens: In all den Blogs sahen die Spaghetti nicht nur lecker aus, sie sind es auch! Absolute Nachkochempfehlung von mir! =)



Spaghetti al Pomodoro

2 Portionen
9 Tomaten
500g Cocktailtomaten, z.B. Black Cherry, Vesennij Mieurinskij
Thymian
2 Knoblauchzehen, fein gehackt
Puderzucker
Salz
Pfeffer
Olivenöl
Basilikumblätter
Spaghetti

Die 9 Tomaten häuten, vierteln und den Stielansatz entfernen. In einem hohen Topf die Tomaten mit geschlossenem Deckel 1 Stunde köcheln lassen.
Die Cocktailtomaten halbieren, mit der Schnittfläche nach oben in eine passende Auflaufform legen, mit Puderzucker, Salz und Pfeffer würzen und mit etwas Olivenöl beträufeln. Für 1 Stunde bei 140° Umluft im Ofen confieren. 10 Minuten vor Ende mit den Thymianblättchen und dem Knoblauch bestreuen.
Wasser für die Spaghetti aufsetzen und die Spaghetti ganz knapp al dente kochen und abschütten.
In dieser Zeit die Tomaten im Topf gut pürieren und mit Salz, Pfeffer und Zucker würzen. Anschließend die Spaghetti zugeben und fertig garen lassen. Dabei 
Die Hälfte der Cocktailtomaten untermischen, die Spaghetti auf Tellern anrichten, mit den restlichen Cocktailtomaten garnieren und mit Basilikumblättchen und gutem Olivenöl servieren.

Donnerstag, 25. September 2014

Lavendel-Zitronenmelissen-Wasser

Der bisher wunderschöne Herbst entschädigt wunderbar für den verregneten Sommer! Da kann man ganz wunderbar bei den sommerlichen Gerichten und Getränken bleiben.
Letztens fiel mir eine etwa 2 Jahre alte Ausgabe von "Kraut&Rüben" in die Hände mit dem Thema Kräuter. Beim Stöbern fiel mir dieses aromatisierte Wasser auf. Ein paar Schritte in den Garten und ich hatte meine Kräuter. 
Nur gut eine Stunde später hatten wir ein äußerst leckeres, erfrischendes und Durst stillendes Wasser.
Es wird übrigens empfohlen eine Mischung aus Zitronenmelisse, -Thymian, -Basilikum usw. zu verwenden. Ich hab im Garten allerdings "nur" Zitronenmelisse, was für den Geschmack völlig ausreicht. =)

Lavendel-Zitronenmelissen-Wasser

2 Handvoll Zitronenkräuter
6-8 Lavendel-Blütenrispen
1l Wasser

Blätter im Mörser andrücken, zusammen mit den abgezupften Lavendelblüten in eine Kanne geben, mit handwarmem Wasser übergießen und 1 Stunde ziehen lassen. Evtl. absieben, pur oder aufgegossen genießen.

Samstag, 20. September 2014

12tel Blick September '14

Heute ist es wieder so weit. Das 9. Bild in diesem Jahr, vom selben Standpunkt aus geschossen. Wer mehr dazu wissen will, schaut mal hier

Die Feige wächst immer weiter ins Bild. Man kann links ganz am Bildrand inzwischen auch 2 Feigen sehen. =)
Links vor der Kräuterschnecke steht dieser Busch, fragt mich nicht wie man das nennt. ;-) Der ist noch von den Vor-Vor-Besitzern im Garten. Der war wirklich riesengroß! Wir hatten ihn vor etwa 3,5 Jahren ausgebuddelt und einen winzig kleinen Teil in einem Eimer hier wieder eingebuddelt. Ich hatte immer den Eindruck im Eimer gefällt es ihm nicht. Aber nun wird er dieses Jahr, demnächst, das erste Mal wieder blühen. Naja, blühen... so Puscheldinger kommen da dann raus. Ihr merkt, ich hab von diesen Pflanzen wirklich keine Ahnung. Aber es freut mich auf jeden Fall, dass es dem Busch doch gut zu gehen scheint. Ganz rechts im Bild, neben dem Weg wächst Topinambur. Was man leider nicht sehen kann, seit ein paar Tagen blüht er. Das sollte vor allem meinen Bienen gefallen. Sehen kann ich das nicht, da die Blüten alle so in einer Höhe von 2-3 Metern sind.

Ansonsten hat sich eigentlich nicht viel getan, die Äpfel vom Baum ganz hinten in der Bildmitte sind fast alle abgeerntet, die Kräuter in der Schnecke wachsen nach wie vor fröhlich vor sich hin, vor allem der Eukalyptus in der Mitte der Schnecke. An der blauen Plane kann man sehen, dass sich an unserer Baustelle nach vor nichts getan hat.

Ich wünsch Euch einen schönen Samstag. =)

Mittwoch, 17. September 2014

Tomaten enthäutet einkochen

Tomaten, Tomaten, Tomaten... ich würd mich freuen wenn das noch eine Weile so weiter geht, aaaaaber es könnte dann durchaus passieren, dass mir die Ideen ausgehen, was ich damit anstellen soll. 
Da ich nun einen Einkochtopf habe, musste ich das Einkochen von Tomaten einfach mal ausprobieren. Laut Weck-Buch kann man sie mit Haut oder ohne einkochen. Da ich im Hinterkopf Dosentomaten hatte, hab ich sie enthäutet.

Dosentomaten sind allerdings Tomaten in Soße wie mir inzwischen aufgefallen ist. Nach dem Weck-Buch wird mit Wasser aufgefüllt. Das bedeutet, wenn ich die Tomaten brauche, werd ich das Wasser auf jeden Fall abgießen. Interessieren würden mich aber weiterhin die Tomaten in Soße. Muss ich mal recherchieren. Nun aber erst mal zu den einfach eingeweckten Tomaten:

Tomaten enthäutet einwecken

mittelgroße Tomaten
Weckgläser, -deckel, -gummi, -klammern
Wasser
Salz
Einkochtopf

Die Gläser und Deckel heiß abspülen und im vorgeheizten Backofen bei 120°C Umluft 12 Minuten sterilisieren. Die Gummi's in einem kleinen Topf mit Wasser etwa 10 Minuten köcheln lassen, abgießen und trocknen lassen.
Wasser in einen Topf füllen und aufkochen. Die Tomaten kreuzweiße einritzen und in das köchelnde Wasser geben. Wenn sich die Haut aufrollt, die Tomaten heraus nehmen und abkühlen lassen. Die Haut abziehen und den Strunk vorsichtig herausschneiden. Die Tomaten in die Gläser schichten. In jedes Glas eine Prise Salz streuen und mit abgekochtem, noch warmem Wasser auffüllen. Die Gläser mit Gummi, Deckel und Klammern verschließen und in den Einkochtopf stellen und stapeln. Mit Wasser bis einen fingerbreit unter den Deckel auffüllen und den Deckel auflegen. Bei 90°C 30 Minuten einkochen. Anschließend die Gläser aus dem Wasser nehmen und abkühlen lassen. 
Wenn sie vollständig abgekühlt sind die Klammern abnehmen und prüfen ob alle Gläser dicht verschlossen sind.

Montag, 15. September 2014

Kräuterige Tomatensauce

Unsere perfekte Tomatensoße haben wir schon vor langem gefunden und kochen sie Jahr für Jahr ein. Trotzdem probier ich jedes Jahr neue Variationen aus. Wie zum Beispiel letztes Jahr das Auberginen-Tomaten-Chili-Confit. Das war so lecker, dass ich es dieses Jahr wieder gemacht habe und demnächst nochmal ein Blech voll machen werde.

In dem kürzlich schon erwähnten Buch "Selbstgemachte Köstlichkeiten" entdeckte ich eine Tomatensoße, in die sehr viele Kräuter hineinkommen. Nach dem ersten Test konnte ich allerdings nicht viel von den Kräutern schmecken. Beim zweiten Ansatz hab ich doppelt so viel genommen, was dann ganz ordentlich Geschmack verleiht. Sehr lecker! Doch ganz so gut wie unsere geliebte Tomatensoße dann doch nicht. ;-)

Wundert Euch nicht über die Farbe der Soße. Ich hab vielleicht eine rote Tomate verwendet. Wenige Green Zebra und hauptsächlich orangene Ochsenherz. Daher die intensiv orangene Farbe. Gefällt mir aber gut. =)

Im Buch "Selbstgemachte Köstlichkeiten" wird empfohlen die Sauce einzukochen, wenn sie auf jeden Fall länger als ein halbes Jahr halten soll. Begründet wird das damit, dass die Sauce keine zusätzliche Säure enthält. Vielen Tomatensoßen wird etwas Essig zugesetzt. Beinhaltet unsere Lieblingssoße übrigens auch. 
Ich persönlich hab bisher mit noch gar keiner nicht eingekochten Soße schlechte Erfahrungen gemacht. Zum Teil wurden sie sogar 2 Jahre alt. Noch nie wurde ein Glas schlecht. 
Trotzdem hab ich diese Soße nun eingekocht. Einfach um es mal zu testen, andererseits ernten wir dieses Jahr so viele Tomaten, dass das eine oder andere Glas sicher die Chance hat älter als 2 Jahre zu werden.
Ich denke aber, dass man ohne schlechtes Gewissen auf das Einkochen verzichten kann.


Kräuterige Tomatensauce


4EL Olivenöl
300g Zwiebeln, gehackt
6 Knoblauchzehen, gehackt
2kg Tomaten, gehäutet, Samen entfernt, grob gehackt
¼l Weißwein
2TL Salz
2TL Honig
2 Lorbeerblätter
6 Salbeiblätterm fein gehackt
8 Zweige Thymian, fein gehackt
4 Zweige Rosmarin, fein gehackt
8 Zweige Majoran/Oregano, fein gehackt

Zuerst die Zutaten wie Zwiebeln, Knoblauch und Tomaten vorbereiten.
Dann das Öl in einem großen Topf erhitzen. Die Zwiebeln und den Knoblauch zugeben und glasig andünsten.
Alle restlichen Zutaten zugeben, zum Kochen bringen und ohne Deckel mindestens 45 Minuten leise köcheln lassen, bis die meiste Flüssigkeit verdampft ist. Dabei immer mal wieder rühren. Die Lorbeerblätter herausfischen, mit einem Pürierstab alles gut durch pürieren. Die Sauce in sterile Gläser füllen (mit heißem Wasser ausspülen, bei 120°C Umluft 12 Minuten im Backofen trocknen) und einkochen bei 90°C 30 Minuten einkochen.

Samstag, 13. September 2014

Wanderzeit: 2-Schluchten-Tour

Das vergangene Wochenende war zur Abwechslung mal gar nicht schon lange im Voraus verplant! Da Samstag auch an unserer Baustelle nichts passierte, machten wir es uns bei schönstem Wetter zu Hause gemütlich und beschlossen am Sonntag wandern zu gehen. Da wir hier in unmittelbarer Nähe mehr als genug Möglichkeiten haben, ist es als gar nicht einfach sich zu entscheiden. 
In einem der Guide's entdeckten wir eine Tour durch zwei Schluchten über Stege und Brücken. Sowas gefällt mir immer gut. In dieser Gegend waren wir vor etwa 4 Jahren schon mal und sind 1,5 Tagesetappen vom Fernwanderweg "Schluchtensteig" gelaufen. Ein Teil unserer geplanten Tour verlief auf dem Schluchtensteig, genau eine Etappe hinter unserer damals gelaufenen Strecke.

So fuhren wir am Sonntagmorgen bei schönstem Wetter nach Rötenbach, wo das Wetter schon nicht mehr ganz so klar war. Man startet im Ort und kommt sehr schnell an den Rötenbach der anfangs noch ganz schmal ist und gemütlich vor sich hin plätschert. Mit jedem Meter wir der Bach breiter und schneller. Man läuft mal auf gleicher Höhe, mal weit oberhalb des Flusses, fast immer auf schmalen Wegen durch den Wald. Unterwegs begegneten wir nur ganz selten anderen Menschen. Zum Teil hing Nebel zwischen den Bäumen, was eine interessante Stimmung verursachte. 
Der Rötenbach geht bald in die Wutach über. 

Auf der Hälfte der Strecke liegt das "Räuberschlössle". Darauf war ich echt gespannt, denn so richtig etwas drunter vorstellen konnte ich mir nicht. Vor Ort lesen wir, dass hier vor langer, langer Zeit ein Schlösschen oder eine kleine Burg stand, die schon früh verfiel. Danach war der abgelegene Ort das perfekte Versteck für Gesindel und Diebe. Versteckt hinter einem Felsen an einem Abgrund, hoch über der Wutach kann ich mir das gut vorstellen. Wir nutzten das Schlössle für ein keines Picknick und genossen die Sonne die zwischen den Wolken hervor schaute.
Allerdings waren auch dunkle und grummelnde Wolken unterwegs. Wir machten uns schnell wieder auf den Weg, wurden aber schnell von einem Gewitter mit Regen eingeholt. Eine Stunde liefen wir im Regen bis die Sonne wieder heraus kam. 

Der letzte Teil der Strecke führt durch Wiesen und durch helle Wälder mit grasgrünem Boden. 
Insgesamt waren wir gut 15km und 4 Stunden unterwegs.

Wieder Zuhause stellten wir fest, dass es daheim durchgehend trocken war bei sagenhaften 28°C. Immerhin konnten wir so einen schönen warmen Abend draußen genießen. =) 

Nun aber ein paar Impressionen:

Gleich am Anfang lief uns ein Eichhörnchen über den Weg und sprang eine ganze Weile in den Bäumen rum.

Die Höllentalbahn (Freiburg-Donaueschingen)

Auf schmalen Pfaden durch den Wald.

Anfangs ging es immer der blauen Raute hinterher.

Blühende Heide zwischen Heidelbeerbüschen.

Noch mehr Heide.

Eine uralte Brücke über den Bach. Die großen Blätter sind vom Pestwurz.

Nebelige Stimmung...


Fast schon eine unheimliche Hütte im Wald ^^

Scheint allgemein eine eher feuchte Gegend zu sein.

Makro vom Moos. Sieht spannend aus.

Hier wird der Fluss gestaut. Früher vermutlich für eine Mühle.

Wasserfall. Hier haben wir erst mal unsere Flaschen aufgefüllt.

Das eher unbeliebte Springkraut. Die Bienen lieben es allerdings, da es viel Nektar und Pollen bietet. Rechts klettert oben grad eine Biene rein und rechts unten kommt sie gerade wieder raus geklettert.

Pause am Räuber-Schlössle. Weit da unten irgendwo fließt die Wutach.

Das "Schlössle". Schön versteckt.

Auf diesem Bild kann man nun auch die Wutach erkennen.

Zurück geht es über Wiesen...

... und Wälder mit grünem Boden.

Auf dem Rückweg ein Foto aus dem Auto auf den Titisee ;-)