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Donnerstag, 10. Mai 2018

Quarkschnecken

Jeder schwärmt von diesen Quarkschnecken. Nachdem nun auch meine Schwester meinte, die schmecken mega genial, musste ich sie nun auch endlich mal backen. Vor allem nach dem ich in einer Mühle Kastanienmehl sah und gleich mal kaufen musste. 


Natürlich kann ich mich den Schwärmereien nur anschließen! Ich habe noch nie so fluffiges und saftiges Hefegebäck gegessen!

Mir wurde leider die Quarkfüllung viel zu flüssig, da ich statt der gemahlenen Vanille Vanilleessenz verwendet hatte. Vielleicht sollte ich das nächste Mal gemahlene Vanille oder aber auch selbst gemachten Vanillezucker verwenden.
In den Kommentaren unter dem Originalrezept kann man lesen, dass man statt des Kastanienmehls auch einfach ein helles Weizenmehl verwenden kann, falls man kein Kastanienmehl findet.
Zudem hab ich Roggenanstellgut verwendet und in der Füllung statt Eigelb gleich das ganze Ei verwendet. Funktioniert super!

Quarkschnecken

Mehlkochstück
35g Kastanienmehl
175g Milch
10g Salz
25g Zucker

Hauptteig
Mehlkochstück
470g Weizenmehl 550
45g Weizenanstellgut
50g Eigelb
125g Milch
10g Frischhefe
150g Butter, kalt

Quarkfüllung
100g abgehangener Quark (40% Fett, aus 125g Quark)
25g Ei
10g Eigelb
25g Zucker
5g Milch
1 Prise Vanille

Die Zutaten für das Mehlkochstück in einen Topf geben und unter Rühren aufkochen bis die Masse stockt. Abdecken und abkühlen lassen.

Alle Zutaten für den Teig, bis auf die Butter, 5 Minuten auf niedrigster Stufe und 20 Minuten auf zweiter Stufe kneten. Die Butter in Stücken zugeben und weitere 3-5 Minuten auf zweiter Stufe einarbeiten.
Den Teig nun in den Kühlschrank stellen und 12-18 Stunden gehen lassen.

Irgendwann in der Zwischenzeit die Quarkmasse anrühren und in den Kühlschrank stellen.

Den kalten Teig auf ca. 60 x 30cm ausrollen. Die Quarkmasse dünn darauf verteilen.

Den Teig über die lange Seite aufrollen und das Ende des Teiges gut an der Rolle festdrücken. Die dünneren Seitenstücke mit einem scharfen Messer abschneiden, sodass die Rolle gleich dick ist.

12 etwa 4cm dicke Scheiben abschneiden und in eine gefettete Auflaufform setzen.

Die Form mit Folie bedecken und 3,5 Stunden bei Raumtemperatur ruhen lassen. Die Schnecken sollten in dieser Zeit ihr Volumen etwa verdoppelt haben.

Bei 220°C fallend auf 180°C 30 Minuten mit Dampf backen.

Sonntag, 14. Januar 2018

Bauernbrot mit Kartoffeln und Buttermilch

Eigentlich hab ich einige Artikel ohne Rezepte in der Warteschleife, zum vergangenen Gartenjahr und den im Sommer angehäuften Vorräten. Leider komme ich nicht so wirklich dazu diese Artikel fertig zu schreiben. 
Daher gibt es heute mal wieder ein Brotrezept. 
Entdeckt hatte ich es vor zwei Jahren im Oktober bei Micha von Salzkorn.
Angesprochen hatten mich vor allem die Kartoffeln und die Kühlschrankgare.

Herausgekommen ist ein Wagenrad von Brot, was trotz Sauerteig mild und saftig schmeckt und sich für jede Art von Belag eignet. Wir haben es gleich für Käsefondue verwendet und fanden auch das sehr passend.

Bauernbrot mit Kartoffeln und Buttermilch


Sauerteig

35g Sauerteig (ASG aufgefrischt)
150g Roggen-Vollkornmehl
140g Wasser

Vorteig

100g Dinkelmehl 1050
100g Wasser
1,5g Hefe

Hauptteig:

Sauerteig
Vorteig
150g Dinkel-Vollkornmehl
340g Weizenmehl 812
160g Weizenmehl 550
18g Salz
5g Hefe
300g Kartoffeln, gekocht
250ml Buttermlich
ca. 170ml Wasser

Sauerteig rechtzeitig auffrischen.
Sauerteig ansetzen und 12 Stunden reifen lassen.
Vorteig ansetzen, eine Stunde anspringen lassen und 11 Stunden im Kühlschrank reifen lassen.

Für den Teig alle Zutaten vermengen, 6 Minuten auf Stufe 1 kneten und 2 Minuten auf Stufe 2.
Den Teig in eine geölte Schüssel geben, einmal falten, 20 Minuten ruhen lassen, nochmal falten und weitere 20 Minuten ruhen lassen.
Nun den Teig rund wirken und in einen Gärkorb setzten. Entweder mit Schluss nach oben oder unten. Mit Schluss nach unten muss vor dem Einschießen nicht eingeschnitten werden.
15 Minuten entspannen lassen und für 5-6 Stunden in den Kühlschrank stellen.

Den Ofen auf 250°C Ober-/Unterhitze vorheizen.
Backen: Mit Schwaden einschießen,10min bei 250°, 15min bei 225°, 25min bei 200°, 15min bei 190°, 5min bei Umluft und leicht offener Ofentür.

Und ja, es lohnt sich die Temperaturen schrittweise zu reduzieren. Ich habe die Temperatur einmal gleich auf 190°C gesenkt. Das Brot wird auch was, aber lange nicht so knusprig und dunkel.

Sonntag, 3. Dezember 2017

Weizenvollkorntoast

Ich hab schon wieder gebacken. Da man nur hier und da mal einen Arbeitsschritt hat geht das auch mit Kind sehr gut.
Dieses Vollkorntoast aus dem Brotbackbuch I wollte ich schon lange mal backen. Nun hab ich es endlich getan. Es schmeckt sehr lecker! Durch Sauerteig und Joghurt hat es eine feine Säure. Dadurch hat es allerdings recht wenig von einem Toast und erinnert eher an ein Brot, aber sehr lecker.

Durch die vielen Vorteige wirkt das Toastbrot recht aufwändig, ist es aber eigentlich nicht. Man muss nur jeden rechtzeitig ansetzten. 

Allerdings hab ich vergessen das Toast vor und nach dem Backen mit Wasser abzupinseln. Mich persönlich stört das aber nicht.

Trotz meines nicht aufgefrischten Anstellgut, welches übrigens vom Roggen und nicht vom Weizen war, ging das Toast seeeehr gut auf. Kurz bevor es in den Ofen kam ist es mir fast über die Form hinaus gelaufen. :-D


Weizenvollkorntoast

Vorteig

120g Weizenvollkornmehl
120g Wasser
0,1g Frischhefe

Sauerteig

120g Weizenvollkornmehl
100g Wasser
12g ASG

Mehlkochstück

20g Weizenvollkornmehl
95g Wasser
11g Salz

Autolyse-Teig

Vorteig
Sauerteig
Mehlkochstück
370g Weizenvollkornmehl
200g Joghurt

Hauptteig

Autolyse-Teig
12g Pflanzenöl
35g Honig

Die Sauerteigzutaten vermischen und 22 Stunden reifen lassen.


Die Vorteigzutaten vermischen und 20 Stunden reifen lassen.

Für das Mehlkochstück alle Zutaten in einen kleinen Topf geben, unter rühren aufkochen lassen. Abkühlen lassen und mindestens 3 Stunden kühl stellen.

Für den Autolyeteig alle Zutaten in eine Rührschüssel geben und 2 Minuten miteinander verkneten lassen. Anschließend 30 Minuten ruhen lassen.

Nun Öl und Honig zugeben und 5 Minuten auf erster Stunde, dann 8 Minuten auf zweiter Stufe kneten. Der Teig löst sich vom Schüsselrand.
1,5 Stunden abgedeckt ruhen lassen.
Nun den Teig auf eine bemehlte Fläche geben, durchkneten und in 2 Teile teilen. Jedes Teig auf die 1,5-fache Länge der Kastenform ausrollen, mit einander verdrehen und in die Kastenform setzten. Form abdecken und 2,5 Stunden ruhen lassen.
Backofen auf 250°C vorheizen, das Toastbrot mit heißem Wasser abstreichen oder besprühen und mit Schwaden 45 Minuten backen. Nach 10 Minuten die Temperatur auf 200°C senken. 
Das Brot nach dem Backen noch mal mit Wasser abstreichen oder besprühen.

Sonntag, 1. Oktober 2017

Mediterranes Brot

Inzwischen ist zwar Herbst, aber noch immer gibt schöne, warme, fast sommerliche Tage. Das heutige Brot hatte ich im Sommer schon gebacken. Bisher kam ich noch nicht dazu, es zu verbloggen. Aaaaber: Sommerliche Brote schmecken auch wenns kalt ist. ;-)

Das Rezept ist aus dem Brotbackbuch I


Mediterranes Brot

Weizensauerteig
30g Weizenvollkornmehl
30g Wasser
3g ASG

Vorteig
100g Weizenmehl 1050
100g Wasser
0,1g Frischhefe

Hauptteig
Weizensauerteig
Vorteig
80g Weizenmehl 1050
165g Weizenmehl 550
65g Roggenmehl 1150
220g Wasser
5g Frischhefe
8g Salz
10g Olivenöl

Sauerteig- und Vorteigzutaten mischen und 20 Stunden bei Raumtemperatur reifen lassen.
Allen Zutaten für den Hauptteig, bis auf das Olivenöl, 10 Minuten auf niedrigster Stufe kneten.
Nach und nach das Olivenöl zugeben und währenddessen weitere 15 Minuten auf 2. Stufe kneten.
3 Stunden zur Gare stellen. Währenddessen den Teig nach 1,5 und 2,5 Stunden mit Hilfe einer Teigkarte von außen nach innen falten.
Danach den Teig vorsichtig auf eine bemehlte Arbeitsfläche geben. Den Teigling in eine runde Form schieben. Am besten vorsichtig mit bemehlten Händen, damit möglichst wenig Gas entweicht.
Nun vorsichtig mit Schluss nach oben in einen Gärkorb setzten.
Den Backofen auf 250°C Ober-/Unterhitze vorheizen.
Weitere 50 Minuten ruhen lassen.
Danach das Brot auf einen Brotschieber stürzen und mit einem scharfen Messer 3 mal ca. 1cm tief und parallel einschneiden.
Nun das Brot schnell mit Schwaden in den Ofen schieben. Nach 10 Minuten die Temperatur auf 230°C senken und insgesamt 50 Minuten backen.

Sonntag, 21. Mai 2017

Dinkelmischbrot

Vor einiger Zeit hatten wir es ungewöhnlich ruhig und bevor mir etwa langweilig werden könnte, hab ich immer viele Ideen, was ich alles machen könnte.
Brot auf Vorrat in der Gefriertruhe ist immer gut. Und da grad wirklich alles aufgebraucht war, hab ich mal wieder einen Sauerteig angesetzt.

Das Dinkelmischbrot gab es das erste Mal und hat uns gut geschmeckt. Das Rezept ist aus dem Brotbackbuch Nr. 2 und wird eigentlich rund gewirkt gebacken. Ich hab mich aber spontan entschlossen, eine Kastenform zu nutzen. Finde ich momentan einfach praktischer.


Dinkelmischbrot

Sauerteig
135g Roggenmehl 1150
135g Wasser
14g Roggen-ASG

Autolyseteig
550g Dinkelmehl 1050
300g Wasser

Hauptteig
Sauerteig
Autolyseteig
14g Salz

Die Sauerteigzutaten mischen und 16 bis 20 Stunden reifen lassen.
Die Zutaten für den Autolyseteig mischen und  30 Minuten ruhen lassen.
Nun alle Teigzutaten 5 Minuten langsam und anschließend 2 Minuten schnell kneten. Der Teig löst sich vollständig von der Schüssel.
Für 2 Stunden zur Stockgare stellen, nach 60 Minuten dehnen und falten.
Nun den Teig aufarbeiten, also erst rund wirken, dann lang und in die Backform geben. Weitere 90 bis 120 Minuten gehen lassen.
60 Minuten bei 250°C fallend auf 200°C backen. Nach 1 Minute schwanden, nach 5 Minuten ablassen.

Montag, 14. Dezember 2015

Roggenmischbrot mit Vollkorn

Eigentlich hatte ich nicht vor, mir das Brotbackbuch 1 zuzulegen.
Aber mit der Zeit wurde der Reiz immer größer und zuletzt konnte ich nicht mehr wiederstehen. Bestellt hab ich dann gleich zwei Bücher, eins davon wird zu Weihnachten verschenkt.

Beim durchblättern fiel mir das Roggenmischbrot mit Vollkorn auf, weil hier ein Weizensauerteig verwendet wird, wie statt üblich ein Roggensauerteig.

Spontan setzte ich an einem Samstag den Sauerteig an und freute mich am Sonntag über ein wirklich leckeres Brot.
Erwarten darf man kein typisches Roggenmischbrot. Es fehlt der typisch saure Geschmack. Das Brot wäre also was für Leute die das säuerliche Aroma nicht so gerne mögen. Soll es ja geben. Ich kann's zwar nicht verstehen, denn ich mag es gern kräftig und sauer. Doch, wenn ich so überlege, kenn ich ein bis zwei Leute denen typische Roggenmischbrote wegen des sauren Geschmacks nicht schmecken.

Für mich war auch die Methode den Teig mit einem Holzkochlöffel zu vermischen neu. Geht erstaunlich gut, da der Teig wirklich sehr weich ist.

Im Rezept, weiter unten, hab ich zur Orientierung mal wieder Uhrzeiten hinzugefügt.


Roggenmischbrot mit Vollkorn

Sauerteig
190g Weizenmehl 1050
160g Wasser
20g Anstellgut

Autolyseteig
90g Weizenvollkornmehl
60g Wasser

Hauptteig
Weizensauerteig
Autolyseteig
150g Roggenvollkornmehl
250g Roggenmehl 1150
260g Wasser
5g Frischhefe
13g Salz



13Uhr: Zutaten für den Sauerteig mischen und bei etwa 20°C in 20 Stunden reifen lassen.
8.30Uhr: Zutaten für den Autolyseteig mischen und für 30 Minuten ruhen lassen.
9Uhr: Alle Zutaten in eine Schüssel geben und 5 Minuten von Hand oder mit einem Holzlöffel vermischen. Der Teig hat keine Struktur.
Nun darf der Teig für 2 Stunden ruhen. Währenddessen wird er alle 30 Minuten mit Hilfe eines Teigschabers gefaltet.
Anschließend wird der Teig rund gewirkt und mit Schluss nach oben in ein gut bemehltes Gärkörbchen gesetzt. Hier darf er noch mal 35 Minuten ruhen, bevor er dann bei 250°C eingeschossen wird. Vorher natürlich noch einschneiden. Gleich Dampf zugeben und die Temperatur nach 10 Minuten auf 200°C senken und den Dampf ablassen.

Sonntag, 15. November 2015

Dinkelkastenbrot

Schon lange hab ich kein Brotrezept mehr veröffentlicht. Das bedeutet nicht, dass ich nicht gebacken hätte. Im Sommer backe ich allerdings nur altbewährtes und bekanntes, was mir schnell von der Hand geht. Denn ich nutze lieber jede mögliche Sekunde die ich draußen verbringen kann. Und zu dem gibt es so viel Ernte zu verarbeiten, dass kaum Zeit bleiben würde. =)

Im Winter allerdings experimentiere ich gerne und probiere viele Rezepte und Ideen aus. Nun war es Anfang Oktober schon mal ein bisschen kühler und ich hab mir aus einem Teil meines Roggenanstellgut Weizensauerteig gezogen oder umerzogen. Wie auch immer man es nennen mag. =)
Seit Mitte Oktober ist es ja fast schon wieder zu warm, um die freie Zeit im Haus zu verbringen. Schön, jetzt noch gemütlich im Garten werkeln zu können! =)


Meine Schwester schwärmte vom Dinkelkastenbrot aus dem Brotbackbuch II. Das wollte ich auch mal ausprobieren. Der nussige Geschmack gefällt mir sehr gut und durch das Mehlkochstück ist das Dinkelbrot auch feuchter als gewohnt. Trotzdem trocknet es aber schneller aus, als Brote aus Weizen oder Roggen. Aber das ist halt Dinkel.
Insgesamt also ein sehr empfehlenswertes Brot, was ich sicher häufiger mal backen werde.

Dinkelkastenbrot

Sauerteig
120g Dinkelmehl 630
120g Wasser (35°C)
12g Anstellgut (Dinkel/Weizen)

Mehlkochstück
27g Dinkelmehl 630
135g Wasser
14g Salz

Autolyseteig
Gesamter Sauerteig
Gesamtes Mehlkochstück
529g Dinkelmehl 630
175g Wasser (45°C)

Hauptteig
Gesamter Autolyeteig
15g Butter

Leider ein schnelles unschönes Handyfoto

Zutaten für den Sauerteig zusammenmischen und für 16-20Stunden bei 20°C reifen lassen.

Die Zutaten für das Mehlkochstück in einen Topf geben, unter rühren aufkochen, bis eine puddingartige Masse entsteht. Mindestens 4 Stunden auskühlen lassen.

Die Zutaten für den Autolysteig mischen und 30 Minuten ruhen lassen.

Die Butter zugeben und 5 Minuten langsam, 2 Minuten schnell kneten. Der Teig löst sich von der Schüssel.

90 Minuten ruhen lassen. Nach 45 Minuten einmal dehnen und falten.

Anschließend erst rund, dann lang wirken und mit dem Schluss nach unten in die Kastenform setzten.

Stückgare für 120-150 Minuten.

Von 250°C auf 200°C fallend für 60 Minuten backen. Sofort kräftig schwaden, nach 10 Minuten ablassen.

Donnerstag, 21. Mai 2015

Dinkelvollkornbrot

Schon seit einer ganzen Weile hab ich ein Päckchen Dinkelvollkornmehl rumstehen. Aus einem bestimmten Grund hatte ich es gekauft. Den Grund allerdings schon vor langem vergessen! 
Da kam mir das Dinkelvollkornbrot aus dem Brotbackbuch Nr. 2 gerade recht!

Den völlig verregneten Freitag letzte Woche hab ich zum Brot backen genutzt
Meinen Sauerteig hab ich kühler und dafür 20 Stunden gehen lassen. Das Mehlkochstück hab ich noch abends angesetzt und über Nacht auskühlen lassen.

Der eine oder andere wird sich über Zitronensaft als Zutat im Hauptteig wundern. Im Brotbackbuch wird das ganz gut erklärt. Von mir die Erklärung in wenigen Worten: Dinkel hat einen schwachen Kleber. Vitamin C hilft dem Kleber sich besser zu vernetzten und macht vernetzungshemmende Stoffe unwirksam. Im Brotbackbuch wird Zitronensaft verwendet, weil man den eher im Haus hat als Ascorbinsäure oder Acerolakirschpulver.
Ich persönlich fand den Geschmack des Brotes recht säuerlich, kann aber nicht sagen ob es am Zitronensaft liegt oder am lange und eher kühl geführten Sauerteig.

Insgesamt aber ein wirklich leckeres und hübsches Brot!
Leider blieb mir eine klitzekleine Ecke vom Teig im Gärkorb hängen, wodurch das Brot beim backen leicht aufgerissen ist. Ein kleiner Schönheitsfehler, der dem Geschmack aber keinen Abbruch tut. ;-)


Dinkelvollkornbrot nach Brotbackbuch Nr. 2

Sauerteig
195g Dinkelvollkornmehl
195g Wasser
20g Weizen/Dinkel-ASG

Mehlkochstück
65g Dinkelvollkornmehl
250g Wasser
14g Salz

Teig
Sauerteig
Mehlkochstück
375g Dinkelvollkornmehl
13g Zitronensaft
13g Butter

Sauerteigzutaten mischen und entweder 8 Stunden bei 29-30°C oder 18-20 Stunden bei 20°C reifen lassen.
Für das Mehlkochstück die Zutaten in einen Topf geben und aufkochen. Mindestens 4 Stunden auskühlen lassen.
Für den Teig alle Zutaten in die Rührschüssel geben. 6 Minuten langsam, 2 Minuten schnell Kneten. Der Teig löst sich vollständig von der Schüssel.
Wie immer zu früh angeschnitten =/
90 Minuten Gare, nach 45 Minuten einmal strecken und falten. Dazu hab ich den Teig in eine eingeölte Schüsse gelegt.
Dann das Brot lang wirken und in einen Gärkorb legen. Gare von 90 Minuten bei 24Grad. Das Brot zwei mal quer flach einschneiden.
Bei 250°C einschießen und fallend auf 200°C für 50 Minuten backen. Nach 1 Minute kräftig schwaden und nach 5 Minuten ablassen.

Dienstag, 12. Mai 2015

DAS Roggenmischbrot!

Auch ich habe mir das Brotbackbuch Nr. 2 sofort gekauft. Der Gedanke ein Rezept in vier verschiedenen Varianten dem Alltag anpassen zu können, fand ich genial! Und die Umsetzung ist das auch! 

Seit knapp eineinhalb Jahren backe ich für M's Frühstück Roggenmischbrot. Was anderes frühstückt er nicht.
Nun musste ich natürlich sofort das Roggenmischbrot aus dem Brotbackbuch Nr. 2 ausprobieren! Und was soll ich sagen? Es ist noch besser, als unser bisheriges Lieblings-Roggenmischbrot!
Saftiger und aromatischer!

Absolute Backempfehlung!

Leider bin ich immer etwas zu spät um Foto's zu machen. M friert das halbe Brot nämlich immer auf Vorrat ein. Daher ist auf dem Foto nur der Anschnitt zu sehen. Zur Abwechslung hatte ich das Brot in einer länglichen Form gebacken und zuvor eingeschnitten.


Roggenmischbrot nach Brotbackbuch Nr. 2

Sauerteig
265g Roggenmehl 1150
265g Wasser 65°C
5g Anstellgut

Teig
Sauerteig
340g Roggenmehl 1150
150g Weizenmehl 1050
260g Wasser 45°C
16g Salz

Die Zutaten für den Sauerteig mischen und 18-20 Stunden bei 20°C reifen lassen.
Am nächsten Tag für das Brot alle Zutaten 5 Minuten langsam kneten, 1 Minute schnell.
1 Stunde bei 24°C ruhen lassen.
Danach lang oder rund wirken und 2 Stunden bei 24°C im Gärkorb mit Schluss nach unten zur Stückgare stellen.
70 Minuten backen, 250°C, fallend auf 205°C mit Schluss nach oben, anfangs kräftig schwaden, nach 10 Minuten ablassen.

Samstag, 21. März 2015

Rustikales Weißbrot

Vergangenes Wochenende war ich mal wieder in Backlaune und hab zum Roggenmisch-Standartbrot noch dieses Rustikale Weißbrot gebacken.
Eigentlich hatte ich ein anderes Brot backen wollen, war beim Ansetzten des Sauerteiges in meiner Brot-Nachbackliste aber um eine Zeile verrutscht. Nach dem Ansetzten vom Sauerteig hab ich dann aber vergeblich nach Quell- und Kochstück im Rezept gesucht und meinem Fehler bemerkt. Da ich auch für dieses Brot alle Zutaten hatte, war es alles andere als schlimm. Dieses Brot ist nämlich wirklich lecker und passt ganz gut in den Sommer, zu Antipasti und Häppchen allgemein.
Entdeckt hatte ich das Brot bei Ketex.


Rustikales Weißbrot

Sauerteig

300g Weizenmehl 550
100g Weizenvollkornmehl
100g Roggenvollkornmehl
300g Wasser
9g Salz
15g Anstellgut vom Roggen

Brotteig
500g Weizenmehl 550 (405)
390g Wasser
9g Salz
3,5g Hefe
Vorteig von oben

(17Uhr) Die Zutaten für den Sauerteig vermischen und für 16 Stunden bei Raumtemperatur reifen lassen.
(9Uhr) Alle Zutaten, bis auf den Sauerteig verkneten und anschließend den Sauerteig nach und nach zugeben. Den Teig insgesamt 15 Minuten kneten. Danach darf der Teig 2,5 Stunden ruhen. Währenddessen wird der Teig zwei mal gestreckt und gefaltet.
Anschließend wird er gewirkt und in ein längliches Gärkörbchen gegeben.
Hier darf der Teig 1,5 Stunden gehen.
Den Backofen auf 250°C vorheizen, das Brot auf's Backblech stürzen, einschneiden, in den Ofen schieben, stark schwaden und insgesamt 50 Minuten backen. Die Temperatur nach 15 Minuten auf 180°C senken und die Schwaden ablassen.

Montag, 28. April 2014

Roggenmischbrot

Das Brot backen ist schon lange ein Thema das mich sehr interessiert.
Vor allem Sauerteige reizen mich schon sehr, sehr lange.

Sehr lange war es aber nicht nötig, dass ich backe, da M wöchentlich sein Lieblings-Roggenmischbrot aus einer bestimmten Bäckerei bezog. Nach einigem hin und her hat diese Bäckerei zum Ende des vergangenen Jahres leider zu gemacht. Andererseits ist mein Bruder Bäckermeister und bringt uns immer mal wieder ein Brot vorbei.

Anfang dieses Jahres nutzte ich dann die Gelegenheit und züchtete mir meinen eigenen Roggensauerteig und übe mich seit dem im Brot backen.
Immerhin hab ich meinen Bruder den ich mit Fragen löchern kann, der mir auch sein Bäckerbuch aus der Ausbildung geliehen hat und nach und nach klappte es immer besser und seit einigen Wochen bin ich mit dem Ergebnis sehr zufrieden und wage mich, es euch vorzustellen. 


Meinen Sauerteig hab ich mir nach der Pöt-Methode gezogen, hier geht's zur Anleitung. Eigentlich wollte ich dazu auch einen Post schreiben, allerdings hab ich im Januar als ich meinen Sauerteig zog, vergessen Foto's zu machen. Vielleicht hole ich das irgendwann mal noch nach.
Lest Euch aber mal die Methode nach Pöt im Sauerteigforum durch. Das geht echt total einfach!

Jedes Mal bevor der Sauerteig verbacken wird, nimmt man einen Teil des Sauerteigs ab und bewahrt ihn für das nächste Brot auf. Diesen abgenommenen Teil nennt man Anstellgut.

Roggenmischbrot

Herstellung des Sauerteigs:

Anfrischsauer:
40g Anstellgut
50g Roggenmehl, Typ 1150
50ml Wasser, lauwarm

Anstellgut aus dem Kühlschrank nehmen und etwa eine halbe Stunde akklimatisieren lassen. Dann Wasser und Mehl zugeben und gut verrühren. Locker mit einem Stück Frischhaltefolie abdecken und 8-10 Stunden sehr warm (26-28°C) stehen lassen. Evtl. mit einem Teller auf die Heizung stellen.

Grundsauer
Anfrischsauer
50g Roggenmehl, Typ 1150
50ml Wasser, lauwarm

Mehl und Wasser zum Anfrischsauer geben, gut verrühren, locker mit Frischhaltefolie abdecken und für 6-8 Stunden etwas kühler als zuvor (20-22°C) stehen lassen.

Vollsauer
Grundsauer
50g Roggenmehl, Typ 1150
50ml Wasser, lauwarm

Mehl und Wasser zum Teig geben, gut verrühren, mit Frischhaltefolie locker abdecken und für 4-6 Stunden noch kühler als zuvor (16-18°C) stehen lassen.


Brotteig

Nun, bevor mit dem eigentlichen Brotteig begonnen wird, 40g vom Vollsauer als Anstellgut abnehmen, in ein Twist-Off-Glas verfrachten und in den Kühlschrank, für das nächste Brot, stellen.

Vollsauer, abzüglich 40g neues Anstellgut
175g Roggenmehl, Typ 1150
250g Weizenmehl, Typ 1050
1/2EL Salz
250ml lauwarmes Wasser
(bei jungem Sauerteig 10-20g Hefe)

In einer großen Schüssel alle Zutaten mit den Knethaken des Handrührgerät 10 Minuten kneten. Hier wäre eine Küchenmaschine von großem Vorteil! ;-) Die meiste Zeit eher langsam bis mittlere Geschwindigkeit kneten. Die letzten ca. 3 Minuten schneller kneten lassen.
Nun das Gärkörbchen (ich verwende eins mit 25cm Durchmesser)mit Weizenmehl ausstäuben und den Teig in das Körbchen geben. Der Teig ist recht klebrig, das liest sich einfacher als es ist. Übrigens ist ein Gärkörbchen kein muss. Eine Schüssel, ausgelegt mit einem Küchenhandtuch und mit Mehl eingestäubt geht auch.
Nun darf der Teig etwas ruhen. Laut dem Bäckerbuch meines Bruders reichen wohl 10 Minuten. Ich hab meinen Teig allerdings meistens schon etwa eine halbe Stunde stehen.
Den Backofen auf 250°C Umluft vorheizen. Die Fettpfanne des Backofens auf der untersten Schiene mit erhitzen.
Ein Backbleck mit Backpapier belegen, eine Tasse Wasser und ein scharfes Messer richten.
Wenn der Ofen heiß ist, das Gärkörbchen mit dem Teig vorsichtig auf das Backblech stürzen. Das Körbchen abheben, den Teig kreuzweise einschneiden, in der Mitte in den Ofen schieben. Die Tasse Wasser in die Fettpfanne gießen. Achtung, das könnte gut spritzen! Den Backofen schließen, die Temperatur auf 180°C herunter stellen und bei fallender Temperatur 1 Stunde backen.Nach der Stunde aus dem Ofen nehmen und auf einem Kuchengitter mit einem Tuch abgedeckt auskühlen lassen. Erst am nächsten Tag anschneiden.




Fazit: Uns schmeckt das Brot sehr gut und momentan backe ich es einmal die Woche.
In meinem ursprünglichen Rezept stand die Angabe, dass man den Teig im Gärkörbchen gehen lassen soll, bis er deutlich aufgegangen ist. Unter deutlich aufgegangen hatte ich die Vorstellung eines üblichen Hefeteiges im Kopf. Daher stand mein Teig als sehr lange, bis das Gärkörbchen quasi voll war.
Wenn ich den Teig dann versucht habe, auf das Backbleck zu stürzen, blieb ein mal kleinerer oder größerer Teil der "Haut" (wie nennt man das?) im Gärkörbchen hängen und das Brot lief meistens total in die Breite und wurde flach. Anfangs dachte ich, ich würde das Gärkörbchen zu wenig bemehlen.

Nachdem ich im Bäckerbuch gelesen hatte, wie kurz die empfohlene Ruhezeit ist, hab ich begonnen meine Brote viel schneller in den Ofen zu schieben. Sie sind dann zwar nicht merklich aufgegangen, gehen dafür im Ofen ruckizucki auf. Ich bin noch immer ganz begeistert beim zuschauen!
Auf Grund dieser Erfahrung bemehle ich mein Gärkörbchen nach wie vor noch immer sehr stark, was eigentlich nicht nötig ist, mich aber auch nicht stört.

Die Temperaturen beim Sauerteig führen zu halten sind in unserem Haus sehr schwierig. Im Sommer wird es gehen, aber im Winter haben wir recht stark schwankende Temperaturen weil wir mit Holz heizen und tagsüber arbeiten. Ich habe gelesen, dass es vor allem wichtig ist, dass die Temperaturen bei jedem Schritt sinken, nicht die Temperatur an sich. Natürlich sollten sie nicht grad nur bei 10°C stehen. ;-) Je kühler der Teig steht, desto mehr Zeit braucht er dann allerdings. So genau konnte ich das aber auch nicht nehmen. Wenn ich arbeiten bin, kann ich den Sauerteig halt auch erst füttern wenn ich heim komme oder muss ihn füttern bevor ich gehe. Ich denke die Temperaturen und Zeiten in der Anleitung sind als grobe Richtlinie zu verstehen.

Mal schauen, ob ich mich demnächst mal an andere Brote mit Roggensauerteig wage. =)