Dienstag, 7. Januar 2014

Baguettes für Kurzentschlossene


Gestern sollte es unser Lieblingsgulasch geben. Dazu mögen wir am liebsten ein Stück Baguette. Kaufen wollte ich keins, denn auf meiner Nachbackliste sind da noch einige Rezepte. Unter anderem das "Baguette für Kurzentschlossene", was sich hier, hier und hier finden lässt.
Obwohl ich immer massenweise Mehl auf Vorrat habe, musste mir natürlich das Weizenmehl 550 ausgehen. Es reichte noch für den Vorteig. Für den Hauptteig verwendete ich Weizenmehl 1050.
Der Teig wurde sehr klebrig und war für mich Ungeübte recht schwierig zu bearbeiten.
Aber das Ergebnis war sehr, sehr lecker und natürlich etwas dunkler, als die Baguette die man kennt. 
Das Rezept hab ich hier aber im Original von Petra abgetippt. Geändert hab ich fast nichts, bis auf das Bäckerleinen, welches ich nicht besitze. ;-) Das nächste Mal werden die Baguette auf jeden Fall komplett mit Weizenmehl 550 gebacken.

Übrigens hatte ich es natürlich geschafft keine 3 gleich großen Teile abzustechen. Es waren 2 kleine und 1 sehr Großes. =D Auf den Fotos sieht man leider auch nicht so viel, wie es gern hätte.
Das Ergebnis der Fotos hatte ich mir erst angeschaut, nachdem wir den größten Teil der Baguettes zum Gulasch gegessen hatten.



Baguettes für Kurzentschlossene

3 Baguettes

Vorteig
135g Weizenmehl Type 550
90g Wasser, lauwarm
2½g Frischhefe

Hauptteig
Vorteig
315g Weizenmehl Type 550
210g Wasser
35g Weizensauerteig
2½g Frischhefe
9g Salz
15g Honig

Die Vorteigzutaten mischen und 2 Stunden bei 24°C reifen lassen.

Sämtliche Zutaten miteinander 5 Minuten auf niedrigster Stufe mischen. Weitere 10 Minuten auf zweiter Stufe zu einem glatten, relativ weichen Teig verarbeiten, der sich am Ende komplett vom Schüsselboden löst.
90 Minuten abgedeckt bei 24°C gehen lassen. Nach 45 Minuten einmal falten.

3 Teiglinge abstechen und vorsichtig zu Zylindern vorformen. 20 Minuten abgedeckt entspannen lassen.

Auf das Gitter des Backofens Backpapier legen. Die Baguettes formen und mit Schluss nach unten auf das Backpapier legen.
Weitere 50 Minuten bei 24°C stehen lassen.

Unten die Fettpfanne in den Ofen schieben und diesen rechtzeitig auf 250°C Ober-/Unterhitze vorheizen.
Die Teiglinge jeweils 3 mal schräg einschneiden, das Bleck in den Ofen schieben, etwas Wasser in die Fettpfanne gießen und mit Dampf 10 Minuten bei 250°C sowie 10 Minuten bei 230°C backen. Sobald die Brote bräunen, den Ofen öffnen, um restlichen Dampf abziehen zu lassen.
Die Brote auf einem Rost auskühlen lassen.

Montag, 6. Januar 2014

Meine Tomaten

Seit ich diesen Blog führe, möchte ich eine Seite gestalten mit allen Tomatensorten die bisher in meinem Garten wachsen durften. Die Informationen dazu hab ich alle im Kopf, die Bilder schlummern schon lange auf der Festplatte.
Doch hab ich es immer nur Schrittchen für Schrittchen geschafft, daran zu basteln. 
Heute, endlich, hab ich es geschafft!
Schaut mal nach oben in die Leiste, da seht ihr "Tomatensammlung" oder klickt auf diesen Link.
Diese Liste wird mit jedem Jahr aktualisiert, da ich immer neue, mir unbekannte Sorten ausprobiere.
Auch Bilder will ich zu schon bestehenden Sorten noch hinzufügen, da bei den meisten Bildern die wirkliche Größe nicht erkennbar ist, bzw. auch das Innere der Frucht von Interesse sein kann.

Ich persönlich lese auf anderen Blog's immer sehr gerne deren Erfahrungen mit verschiedenen Sorten und lasse mich oft dadurch inspirieren für die neue Saison.

Sonntag, 5. Januar 2014

Granatapfellikör

Über Granatapfellikör hab ich schon öfter nachgedacht. Das muss lecker sein, sehr gut schmecken, total knallig rot aussehen, muss mal nach einem Rezept forschen, ...

Dann kam mir Franzi vom Gemüseregal zuvor und ich wusste sofort, das ist mein Rezept! Die Zutaten hatte ich alle da und konnte gleich los legen.

Nun hab ich letztens den Ansatz abgesiebt, die Farbe ist tatsächlich der Hammer! Der Geruch lässt noch sehr auf Wodka schließen. Macht nichts, er darf nun noch ein paar Monate im kühlen Keller lagern, dann wird der Granatapfelgeschmack vorherrschend sein. Darauf freue ich mich. Schön kühl an einem warmen Sommerabend genießen? Doch, das kann ich mir sehr gut vorstellen. =) 


Granatapfel-Likör

750ml Korn oder Wodka
1 großen Granatapfel
1 Vanilleschote
250g Kandis, braun

Den Granatapfel waschen und in grobe Stücke zerteilen.
Die Stücke in ein großes, sauberes Gefäß geben, den Kandis zugeben.
Die Vanilleschote der Länge nach aufschneiden und zugeben.
Nun mit Korn oder Wodka aufgießen.
Anfangs täglich mal durchschütteln, damit sich der Kandis löst.
Nach 6 Wochen durch ein mit einem Tuch ausgelegtes Sieb geben und in sterile Flaschen abfüllen. 
Nun den Likör für einige Wochen reifen lassen, damit sich der Geschmack entwickeln kann. Immer mal wieder probieren um die Veränderung fest zu stellen. ;-)

Samstag, 4. Januar 2014

Spaghetti mit Brokkoli und Käse-Sahne-Sauce


Die letzten Jahre hab ich um diese Zeit berichtet, dass ich das neue Gartenjahr gestartet habe. Mit dem ziehen von Chili, Paprika, Auberginen und Physalis. Recht früh, aber bis auf vergangenes Jahr bin ich damit nie schlecht gefahren. Im vergangenen Jahr haben wir den kompletten Monat März in Neuseeland verbracht und dieser Monat war in Deutschland ungewöhnlich kalt und winterlich. Die vorgezogenen Pflanzen litten sichtlich im völlig ausgekühlten Haus und unter der fehlenden Sonne.

Nun juckt es mich momentan natürlich auch schon wieder in den Fingern, aaaaber wir verreisen Mitte/Ende Januar für gute 2 Wochen. Daher hab ich beschlossen mit dem Startschuss bis Mitte Februar zu warten und bin gespannt, ob sich ein Unterschied erkennen lassen wird, an den Pflanzen, an den Erntemengen, Wachstum, usw. 

So verbringe ich nun noch die Zeit Saatgut zu organisieren und zu planen wann ich was vorziehe oder direkt aussäe.

Nebenbei vertilgen wir unsere eingemachten oder eingefrorenen Vorräte aus dem letzten Sommer.
So auch im heutigen Rezept. Brokkoli konnte ich im letzten Jahr wirklich viel ernten, blanchieren und einfrieren. Ich bin grad total begeistert wie schön grün er aufgetaut aussieht:

Die Idee zum Rezept hab ich von hier. Die Zutaten hab ich allerdings meinen Vorräten anpassen und dementsprechend steht hier das Rezept.



Spaghetti mit Brokkoli und Weißwein-Käse-Sauce

2 Portionen
Spaghetti
200g Brokkoli, in kleine Röschen und Stückchen geschnitten
Olivenöl
Thymian
Rosmarin
1 Knoblauchzehe
100ml Gemüsebrühe 
200ml Sahne
50g Emmentaler in Stückchen geschnitten
Salz
Pfeffer

Die Nudeln kochen und abschrecken. 
Tztz, der Brokkoli hat sich unter den Nudeln
versteckt.
Brokkoli rechtzeitig auftauen und zum bereits erhitzten Öl in der Pfanne geben. Wenn frischer Brokkoli verwendet wird, diesen putzen und in Röschen teilen.  Einen Topf mit Wasser und ein wenig Salz zum Kochen bringen, den Brokkoli darin 3 Minuten blanchieren. In ein Sieb geben und mit kaltem Wasser abschrecken. Davon nun 200g verwenden, den Rest evtl. einfrieren. ;-) 
Den Brokkoli nun in der Pfanne anschwitzen mit etwas Thymian und Rosmarin.
Knoblauch klein hacken und zugeben. 
Mit der Gemüsebrühe ablöschen und fast verköchelt lassen, nun Sahne und Käse zugeben. Mit Salz und Pfeffer würzen. und wenn der Käse geschmolzen ist, die Nudeln zugeben und warm werden lassen. 

Montag, 30. Dezember 2013

Lembranças do Brasil: Suco de limão

Wir heizen momentan das untere Stockwerk so erfolgreich, dass wir es durchgehend wirklich schön warm haben. Teilweise sogar T-Shirt-warm! Das will was heißen! Das mag teilweise allerdings auch an den momentanen Aussentemperaturen liegen. ;-)

Pure ausgepresste Limette
Die Gelüste auf kühle Getränke steigen auf jeden Fall.
Bei unserem momentan recht großen Limetten-Vorrat, musste ich sofort an den Limttensaft denken, den wir in Brasilien fast täglich getrunken haben. Direkt neben unserer kleinen Wohnung auf einer Wiese standen mehrere Limettenbäume, über und über voll mit Früchten, an denen wir uns bedienen durften. Mindestens ein mal täglich taten wir das auch. Hauptsächlich für Saft, gelegentlich auch für Caipi oder für Churrasco-Marinade.
Wer es absolut original brasilianisch möchte, nimmt mindestens 8EL Zucker. Für den deutschen Gaumen reichen allerdings auch 4EL. Der Saft ist dann nicht mehr zu sauer und noch nicht zu süß. Herrlich lecker, erfrischend und süffig.

Suco de limão - Limettensaft

Für 1l
3 Limetten
4EL Zucker
Eiswürfel
Wasser

Die Limetten auspressen und den Saft in eine Kanne geben. Die 4EL Zucker zugeben, verrühren bis er sich aufgelöst hat. Eine gute Hand voll Eiswürfel zugeben und mit kaltem Wasser die Kanne auffüllen. Geniessen!

Sonntag, 29. Dezember 2013

Weihnachtsdessert: Rotes Sauerrahm-Johannisbeer-Panna Cotta

Ja, Weihnachten ist zwar vorbei, aber lieber spät als nie, zeige ich Euch das diesjährige Dessert.
Ich muss dazu sagen, dass die Weihnachtsfeier mit der ganzen, kompletten Familie dieses Jahr auch erst etwas später statt fand.
Das Rezept hab ich mir aus mehreren schon ausprobierten Rezepten und unseren aktuellen Vorräten zusammen gebastelt. Wir haben noch immer mehrere Kilo Johannisbeeren eingefroren.
Das Panna Cotta war richtig erfrischend, fruchtig und lecker!

Rotes Sauerrahm-Johannisbeer-Panna Cotta

Johannisbeersahne durchsieben

ca. 8-10 Portionen, je nach Größe der Gläser
5-6 Blätter Gelatine
300g rote Johannisbeeren
110g Zucker
500g Sahne
200g Saure Sahne




Die Gelatine in kaltem Wasser einweichen.
6 Blätter verwenden wenn das Panna Cotta gestürzt werden soll.
Beeren von den Rispen zupfen.
Die Johannisbeeren in einem Topf mit Zucker zerdrücken. Die Sahne dazu geben und leicht aufkochen lassen. Alles durch ein feines Sieb geben, dabei die Rückstände gut ausdrücken.
Die Gelatine ausdrücken und in die noch heiße Flüssigkeit geben, mit einem Schneebeesen gut verrühren, bis sich die Gelatine aufgelöst hat. Nun die Saure Sahne zugeben und ebenfalls gut verrühren.
Nun auf 8 Gläser verteilen und für mehrere Stunden kalt stellen.
Evtl mit Johannisbeeren garnieren.

Samstag, 28. Dezember 2013

Weihnachten in Prag

Schon im letzten Jahr überlegten wir Weihnachten für ein paar Tage zu verreisen. Damals klappte es leider nicht, weil ich arbeiten musste. Unsere Freunde flogen dann nach Edinburgh. 
Nicht dass nun jemand meint, wir kämen nicht mit unseren Familien klar. ;-)
Wir verstehen uns alle sehr gut und sehen uns auch sehr, sehr oft, daher nimmt es keiner übel, wenn wir nicht da sind.

So reichte ich den Antrag auf ein paar freie Tage dieses Jahr schon früh ein und wir buchten eine Fahrt im City Night Line nach Prag und dort ein kleines Apartment. Für 2 Nächte waren wir zu fünft, danach nur noch zu dritt, da auch dieses Mal nicht alle für die komplette Zeit frei bekommen haben.

Wir genossen die Tage in der wirklich schönen und sehr geschichtsreichen Stadt, die trotz den Feiertagen extrem voll mit Touristen war. 
Ich will gar nicht viel schreiben und werde die Fotos und Collagen ein wenig kommentieren:

Beginne wir mit dem Essen. =) Sehr, sehr lecker und deftig. Meistens traditionell, ab und zu auch nicht. Im Uhrzeigersinn, oben links beginnend: Rindsteak mit grünem Pfeffer, der Kaffee in Tschechien ist recht stark, aber lecker, Goulasch mit Semmelknödel, Bananenpizza als Dessert, süßer Hefeteig aufgerollt und auf Kohle gebacken, bei uns heißen sie Striezel, und Goulasch im Brot.

Wir stolperten anfangs gleich über den Weihnachtsmarkt mit einem riesigen Weihnachtsbaum in der Mitte, für den extra ein Gestell aufgebaut wurde, damit man ihn besser fotografieren kann. Die Stände wiederholten sich ständig, insgesamt gab es vielleicht 5-7 verschiedene. Unser liebster Stand war der Met-Stand. ;-)

Die Karlsbrücke ist zwar wunderschön, aber ein furchtbarer Touristenmagnet. Man kommt wegen der vielen Menschen kaum rüber, verliert sich fast und so einige Bilderverkäufer und -maler hat es auch. Am besten schaut man sie sich nachts an, da ist am wenigsten los.

Die Prager Burg ist auch sehr beindruckend, die größte der Welt, wie man liest.  Heute Sitz der Regierung.

Im Uhrzeigersinn von oben links: Sehr schönes, altes Haus. Die Astronomische Uhr am Rathaus. Die Prager Burg mit Burgvorstadt und Karlsbrücke. Absinth scheint allgemein beliebt zu sein(vielleicht auch nur bei den Touristen?). Der Trompeter spielt das Turmlied im Prager Rathaus. Von Berg ein Blick auf die Stadt. Die Moldau.

Der alte jüdische Friedhof hat uns sehr beeindruckt. Teilweise bis zu 9 Gräber übereinander.

Das tanzende Haus, eher neuere Architektur. ;-) Ein kleines Häuschen in der goldenen Gasse, unbedingt eher gegen Nacht anschauen, da sollte etwas weniger los sein. Das stellt den heiligen Wenzel sitzend auf einem kopfüber hängenden Pferd dar. Eine kleine Gasse, so eng, dass es eine Ampel gibt. =D

Prag bei Nacht: Die Burg. Karlsbrücke und Burg, Blick auf die Stadt von der Burg aus, nochmal Brücke und Burg. Rathaus-Turm.

Der Weihnachtsbaum auf dem Karlsplatz.