Montag, 13. Mai 2013

Körniger Senf


Seit einer gefühlten Ewigkeit auf meiner To-Do-Liste:
3 Senf-Rezepte.
Die Zutaten die man so braucht, wie gelbe und schwarze Senfkörner, als auch Senfmehl hab ich schon eine ganze Weile hier, aber mal wirklich damit anzufangen, hat gedauert...
Als es letztens den ganzen Sonntag geregnet hat, hab ich mich endlich mal dran gemacht. Dieses Rezept hab ich aus dem Buch "Einmachen, selbst gemacht schmeckt's einfach besser" von einer Arbeitskollegin.
Die Gewürznelken, als auch die Fenchelsamen hab ich weggelassen, da gerade nicht vorrätig, was dem Geschmack aber in keinster Weise geschadet hat. 
Ich find den Senf so richtig lecker, gerade die grobe Konsistenz gefällt mir gut.


Körniger Senf


Für ca. 800ml
3 Schalotten
2 Knoblauchzehen
2 Lorbeerblätter
(5-6 Gewürznelken)
1TL Korianderkörner
(1TL Fenchelsamen)
200ml Weißweinessig
2TL Salz
2-3EL Zucker
100g gelbe Senfkörner
100g dunkle Senfkörner

Schalotten und Knoblauch schälen und in dünne Scheiben schneiden. Mit Lorbeer, Nelken, Koriander, Fenchel, Essig, Salz, Zucker und 200ml Wasser in einem Topf 2-3 Minuten kochen. Den Sud durch ein Sieb in eine Schüssel gießen, mit den Senfkörnern mischen. 3 Tage zugedeckt quellen lassen.
Senfkörner im Blitzhacker, mit dem Pürierstab oder in einer elektrischen Kaffeemühle grob pürieren. In Gläser füllen, so dass keine Luftblasen im Senf sind, kühl und dunkel mindestens 1 Woche ziehen lassen.

Sonntag, 12. Mai 2013

Vanillelikör

Heute gibt es endlich mal wieder ein Likör-Rezept.
In fast jedem Likör-Post schreibe ich, dass man Geduld braucht und dass der Likör je länger er steht, um so besser wird.
Aber dieses Rezept verlangt selbst mir inzwischen recht geduldigem Menschen sehr, sehr viel Geduld ab!
Angesetzt hab ich den Likör letzten Winter. Das Rezept für diesen Post abgetippt hab ich vor etwa einem Jahr. Damals schmeckte der Likör aber noch nach purem Alkohol und Rosenwasser. Uah! 
Die Zutatenliste fand ich von Anfang an recht ungewöhnlich mit Calvados und Rosenwasser. Grad mit Rosenwasser kann man mich eh jagen. =D
Aber irgendwie musste ich es uuuunbedingt ausprobieren, ich mag doch Vanille sooooo gern. 
Im Laufe des letzten Jahres hab ich den Likör immer mal wieder probiert. Geschmeckt hat er aber nie!
Vorgestern hab ich es mal wieder gewagt und war angenehm überrascht. Zwar schmeckt ich da bisher kaum etwas an Vanille raus, aber insgesamt ist der Geschmack sehr mild geworden. Calvados und Rosenwasser sind nicht mehr sehr dominant. Ich bin gespannt ob sich in den nächsten Monaten die Vanille noch mehr herauskristallisiert. 
Das Rezept hab ich übrigens aus dem Buch "Liköre, aromatisch-süß-verführerisch", was ein paar gar nicht schlechte Rezepte enthält.
Wer also sehr, sehr geduldig und experimentierfreudig ist, dem kann ich dieses Rezept empfehlen. Sehr gute Vanilleschoten bekommt man übrigens hier.

Vanillelikör

Ergibt 1l
Ca. 20%vol
10 Vanilleschoten
250ml Wasser
250g Zucker
500ml Calvados
100ml Rosenwasser

Die Vanilleschoten aufschneiden und das Mark herauskratzen. Schoten und Mark mit Wasser und Zucker in einen Topf geben und aufkochen. Bei schwacher Hitze so lange köcheln lassen, bis sich der Zucker gelöst hat.
Die Mischung durch ein Sieb in eine Flasche gießen und den Calvados zugeben. Die Flasche verschließen und den Likör an einem hellen Ort etwa 5 Wochen stehen lassen.
Den Likör durch ein feines Sieb gießen, mit dem Rosenwasser mischen und in sterilisierte Flaschen füllen.

Die Vanilleschoten nach dem Absieben bitte nicht wegschmeißen. Am Besten abwaschen, trocknen und Vanillezucker draus machen. =)

Samstag, 11. Mai 2013

Neues Projekt: Met herstellen

Die letzten Tage war es sehr ruhig hier.
Einerseits gibt es da natürlich die Arbeit und jede freie Sekunde guten Wetters wird im Garten ausgenutzt. Gerade im Garten gibt es jetzt sehr viel zu tun. 

Die Tage mit regnerischem Wetter, hab ich mich theoretisch mit der Met-Herstellung befasst. Seit J (der Freund, den wir in Neuseeland besucht haben) vor ein paar Jahren selbst Met gemacht hat, träum ich immer wieder davon. Ich hab auch immer mal wieder angefangen mich zu informieren, spätestens wenn ich beim Gärballon ankam, war aber Schluss. 

Einen Gärballon hatte ich nicht und wollte ich eigentlich auch nicht kaufen. All zu teuer ist so ein Teil zwar nicht, aber wer weiß, wie oft man das schlussendlich braucht und Platz braucht's ja auch. 

Wie es der Zufall wollte hat letztes Jahr die Oma meines Freundes mal wieder aufgeräumt und ausgemistet. Dabei kam ein Gärballon zum Vorschein, der nun hier steht. Da die Gärung gewisse Temperaturen braucht, war mir schnell klar, dass es im Winter hier nicht möglich ist. Unter der Woche heizen wir das untere Stockwerk nicht (da wir mit Holz heizen) und nach und nach fallen die Temperaturen für den Met zu stark ab. Inzwischen haben wir hier aber sehr gute Temperaturen und in den nächsten Tagen werd ich loslegen. 

Ich hab eine Weile überlegt, ob ich erst den Met machen soll und dann blogge oder ob ich währenddessen berichte. J erster Ansatz vor ein paar Jahren wurde nichts. Der schmeckte einfach nicht. Was auch immer er dann anders gemacht hat, der zweite Ansatz schmeckt herrlich! Eine Flasche hab ich nur noch =( 
Ich dachte mir aber, selbst wenn der Ansatz nichts wird, kann ich wenigstens berichten, wie man es NICHT macht =D und irgendwie ist es spannender so nach und nach die Entwicklung zu verfolgen.

In nächster Zeit wird es nach und nach Post's geben, was man an Zubehör braucht, wo man diese her bekommt, wie man den Met ansetzt und nach und nach verfährt. 

Aber nun wünsch ich Euch erst Mal ein schönes Wochenende! =)

Samstag, 4. Mai 2013

1. Mai-Wanderung

Die Wettervorhersage für den 1. Mai war eigentlich nicht besonders gut.
Der erste Blick morgens aus dem Fenster sah immerhin recht trocken aus, aber leicht wolkig. Wir machten uns trotzdem auf den Weg zur "Hohen Möhr" (nicht ganz 1000Höhenmeter). Eine Wanderung die wir schon seit Jahren machen wollen. Vor etwa 3 Jahren sind wir mal los gegangen, wurden unterwegs aber von einem Gewitter überrascht und mussten umdrehen. 
Inzwischen wohnen wir etwas weiter weg, aber immer noch nah genug, um direkt an der Haustür zu starten.
Unterwegs kamen wir an einigen 1.Mai-Ständen vorbei und hatten immer die Möglichkeit etwas zu essen oder zu trinken. Fast überall traf man auch Bekannte, die auf mehr oder weniger langen Touren waren. Ganz unerwartet riss die Wolkendecke am Mittag auf und wir konnten die Wanderung mit Sonne genießen. Leider blieb es diesig und man hatte keine gute Sicht von der "Hohen Möhr" aus. An guten Tagen sieht man sonst zum Anfassen nah die Schweizer Alpen. Hin und zurück waren es knapp 25km und ca. 600 Höhenmeter.
Aber nun genug, hier ein paar Bilderchen:

Überall blühen die Kirschbäume.


Wegweiser In Form des Turms der Hohen Möhr.

Das kleine Schwimmbad in Schweigmatt. 

Die Gaststätte "Waldhaus" in Schweigmatt. 

Wegweiser: Die Hohe Möhr liegt auf'm Westweg.

Der Turm kommt endlich in Sicht.

Geschafft: Wir sind auf der Hohen Möhr.

Wieder unten im Wiesental am Fluss Wiese.

Neues, kleines Kraftwerk.

Wo ist mein Stöckchen?

Vom Wiesental aus: Die Hohe Möhr, leider etwas diesig.

Dienstag, 30. April 2013

Kandierter Ingwer


Letztes Jahr hab ich mein Ingwer-Zitronen-Sirup-Rezept gepostet. Wie mir heute, beim erneuten Sirup kochen, auffiel, hab ich damals den kandierten Ingwer weder erwähnt, noch gebloggt. Denn der Ingwer ist zu schade, um ihn nach dem Sirup kochen weg zu schmeißen. Dieses Rezept hab ich hier entdeckt und gefällt mir echt gut. Für den Sirup nimmt man laut Originalmenge im Rezept 600g Ingwer. Ich hatte von meinem selbst angebauten Ingwer noch ca. 250g über und hab aus 200g ein kleines Fläschchen Sirup gekocht. Das Rezept für den kandierten Ingwer hab ich mir auf 200g umgerechnet:

Kandierter Ingwer



Wer vom Ingwer-Sirup kochen kommt, springt gleich zu 2. Ansonsten mit 1. starten:

200g frischen Ingwer, geschält
320g Zucker, plus evtl. Zucker zum Wälzen der Ingwerstücke
400ml Wasser
1 Prise Salz

1. Wer einfach Kandierten Ingwer machen möchte ohne vorher Sirup zu kochen, beginnt hiermit:

Den Ingwer schälen und in hauchdünne Scheiben schneiden.
Die Ingwerscheiben in einem Topf mit Wasser bedecken und zum Kochen bringen. Bei milder Hitze rund 10 Minuten simmern lassen. Das Wasser abgießen und den Ingwer erneut mit kaltem Wasser zum Kochen bringen und 10 Minuten simmern lassen. Wiederum das Wasser abgießen. Da der Ingwer beim Sirup kochen ca. 25 Minuten köchelt, lass ich diese Schritte aus und hab sie bisher auch noch nie gemacht. Das Wasser würd ich nicht wegkippen, sondern trinken, je nach Schärfe evtl. mit Wasser verdünnt.

2. Zucker und Wasser mischen und zusammen mit einer Prise Salz und dem Ingwer zum Kochen bringen. Solange weiterkochen, bis das Zuckerthermometer 106° C anzeigt. Zuckerthermometer? Hab ich nicht! Geht aber auch ohne, man muss nur ab und zu mal die Konsistenz überprüfen. =)
Wenn der Sirup langsam und dickflüssig vom Löffel tropft, also immernoch flüssig ist, aber sichtlich dickflüssiger als zu Anfang, dann den Herd ausstellen.

Wer die puren Ingwer-Stücke möchte nimmt die Ingwerscheiben sofort aus dem Topf und wälzt sie in Zucker oder braunem Rohrzucker (das wird Crunchiger) und verpackt sie in Tütchen oder eine Dose. =) Das sollte auf jeden Fall 6 Monate gut bleiben. Falls jemand unter Reiseübelkeit leidet, mitnehmen! Ingwer hilft vielen sehr gut gegen Reiseübelkeit.

Ansonsten den Ingwer mit dem Sirup in ein Glas geben und verschließen.
Am Besten im Kühlschrank aufbewahren, dann sollte das mindestens 1 Jahr halten.

Montag, 29. April 2013

Hochbeete Teil 4

Donnerstag spät abends haben wir noch den Rasen gemäht und gut vermischt mit Holzspäne aus den Kaninchenkäfigen auf die Äste gegeben. Wir haben eigentlich ganz gute Erde bekommen, allerdings doch leicht lehmig. Um zu vermeiden, dass sie im schlimmsten Fall völlig zusammenpappt (was ich zwar nicht erwartet hätte, aber ich beuge lieber vor) hab ich sie mit etwas Sand gemischt.
Die 2 Beete hab ich erst Mal voll gemacht, Freitag Abend hat es dann ordentlich begonnen zu regnen und inzwischen ist es auch schon gut zusammengesackt. Da kommt demnächst dann nochmal ne Ladung Erde drauf. 
Nun sind 2 der 4 Beete fertig, die anderen 2 schaff ich hoffentlich auch bald. Wenn man doch bloß mehr Zeit hätte. ;)
Eigentlich sollte noch etwas frischer Kompost mit drauf, aber wenn ich mir überlege was da alles an Material drin ist, was verrottet und Kompost ergibt, lass ich es glaub ich lieber. Überdüngtes Gemüse mag ich eigentlich auch nicht essen, oder? 
Wie seht ihr das?

Mehr dazu:

Sonntag, 28. April 2013

Stand Ende April '13

Diesen Monat bin ich etwas früher dran. Die Wetteraussichten sind wieder mal nicht so toll, daher hab ich die Bilder vom Garten schon am Freitag gemacht, bevor der große Regen kam. Die Bilder von drinnen sind von gestern. Insgesamt bin ich bisher sehr zufrieden mit allem. =)

Unser Birnenbäumchen hat kaum Wurzeln, ein Freund (Baumpfleger) empfahl, ihn umzusetzten. Das ist 3 Wochen her. Trotzden hat er von einem Tag auf den anderen begonnen zu blühen! =)

Der kleine Zwetschgenbaum steht auch in voller Blüte.

Die Kirschblüte ist spät dran.

Blühender Bärlauch.

Blühende weiße Johannisbeeren.

Die im Herbst gepflanzten Obststämmchen. 3 der 6 Stämmchen haben geblüht.

Eine meiner neuen Tulpen.

Das jährliche Rhabarberbild =D

Der Salat kann bald geerntet werden *freu*

Tomatenurwald in der Küche. Die gehören eigentlich schon lange nach draußen.  Hab es bisher aber nur geschafft 4 in ihre endgültigen Eimer umzutopfen und ins Gewächshaus zu stellen.

Die Erdkirsche ist noch klein, fängt aber schon an zu blühen.

Die Physalis wachsen auch sehr gut.

Die Piment d'Espelette haben im letzten Monat seit wir wieder da sind, durch die Wärme einen guten Wachstumsschub bekommen.

Die erste geschlüpfte Gurke. =)