Dienstag, 3. November 2015

Oma's Quittengelee

In der Quittenzeit landen ganz viele Suchanfragen zu Quitten auf meinem Blog. Egal ob diverse Liköre, Saft, Sirup, Gelee oder Kuchen.
Einige Anfragen lauteten wie dieser Titel heute. 
Mir fiel ein, dass ich vor ein paar Jahren zwar Quittengelee gemacht habe, eigentlich auch wie meine Oma, aber statt Zucker, Gelierzucker verwendet hatte. Mir gefällt das Ergebnis und der Geschmack mit reinem Zucker aber besser und das ist natürlich originaler nach Oma. =)
Inzwischen mach ich Quittengelee nur noch so und das muss natürlich dokumentiert werden.
Vor etwas Zeit hab ich einige Kilo Quitten gekocht und hab nun über 30 Gläser Gelee! Ich bin mal gespannt, wie lange das reicht. Wobei, in unserem Schopf lagern momentan noch immer mindestens 2kg Quitten. Mal schauen, was ich daraus noch mache.

Oma's Quittengelee

Quitten
Wasser
Zitronensaft
Zucker 


Die Quitten mit einem Tuch sorgfältig abreiben, den Flaum entfernen und wiegen. Eine Schüssel mit demselben Gewicht an Wasser füllen und einen Schluck Zitronensaft zugeben.
Die Quitten vierteln. Nur den Stielansatz und die Blüten entfernen. 
Schalen und das Kerngehäuse werden mit verwendet - das bringt zusätzliches Aroma. Wenn ihr noch andere Quittenköstlichkeiten herstellt, wozu man die Quitten vielleicht auch schälen muss, dann bitte nichts weg werfen, sondern diesen überaus leckeren Likör herstellen.
Die Quittenstücke gleich in das Zitronenwasser geben. Das Ganze nun aufkochen und etwa 30-40 Minuten sanft köcheln lassen. Herd ausschalten und den Topf über Nacht stehen lassen. Falls ich das Ganze schon Mittags hab köcheln lassen, koche ich es gern nochmal kurz auf bevor ich ins Bett gehe.
Am nächsten Tag ein Abseihtuch in ein Sieb legen und den Inhalt des Topfes hineingeben und den Saft auffangen. Wenn der Saft gut abgetropft ist, die Quitten im Tuch gut ausdrücken!
Nun die Menge des Saftes abmessen und die gleiche Menge an Zucker zugeben. Also auf 1l Saft kommt 1kg Zucker. Das Ganze aufkochen und bis zur gewünschten Konsistenz leicht köcheln lassen. Immer mal wieder die Gelierprobe machen. Das Gelee meiner Oma hat eine Konsistenz wie Honig. Man könnte wirklich behaupten, dass es quasi Fäden zieht. Das kommt daher, dass sie während der Saft mit dem Zucker kocht, die komplette Zeit rührt!
Ich hab nicht die ganze Zeit gerührt. Meine Gelee wurde auch fest, aber die Konsistenz ist, wie soll ich sagen? Eher stückig? Hört sich komisch an. =D
Probiert es aus!
Wenn das Gelee fertig ist, in zuvor sterilisierte Gläser abfüllen und abkühlen lassen.

Kommentare:

  1. Ich warte immer noch auf die Quitten, die mir meine Frau Mama versprochen hat. Zuerst war ich ganz kribbelig, als sich die Lieferung verzögert hat. Aber mittlerweile bin ich ganz froh, denn vor lauter Saft produzieren, komme ich gar nicht zum Gelée und Sirup kochen. :-(

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    1. Oh ja! Mometan gäbe es sooooo viel zu tun. Da ich nun doch endlich dazu komme, den Garten halbwegs winterfest zu machen, hab ich Massen an Gemüse und Obst die verarbeitet werden wollen. Und Quitten liegen auch noch immer im Schopf. Die sollten dringend zu iiiirgendwas verschafft werden. =D

      Liebe Grüße,
      Sarah =)

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  2. Deine Art, Quittengelee zu kochen, probiere ich gerne einmal aus. Ein schöne Variante zu meiner Bisherigen, in der ich Saft mit dem Dampfentsafter gewonnen habe ... Ich kann mir vorstellen, dass der Saft so intensiver schmeckt. Dafür lohnt es sich die Zeit zu investieren. Im Moment freu ich mich an köstlichem Quittenbrot, mehr eine Art Fruchtschnitte, die ich empfehlen kann.

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    1. Richtig, das Gelee schmeckt intesiver, etwas süßer und hat eine angenehmere Konstistenz. Mit Saft aus dem Entsafter hab ich auch schon gearbeitet. =)
      Ehrlich gesagt empfinde ich nicht, dass ich so mehr Zeit investiere. An einem Tag in Stücke schneiden und köcheln und am nächsten Tag die Flüssigkeit weiterverarbeiten. =)
      Fruchtschnitte hab ich auch schon gemacht, muss aber gestehen, dass diese nicht mein Fall sind. Leider.

      Liebe Grüße,
      Sarah =)

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