Mittwoch, 28. Dezember 2011

Gartenjahr 2011 (Teil 1)

Ich hab beschlossen, bevor ich Euch von der Planung für 2012 erzähle, erst Mal über 2011 zu berichten oder wie es überhaupt zu allem kam.
Ich hab ja, was recht ungünstig war, erst vor kurzem angefangen zu bloggen, eigentlich genau zum Ende des Gartenjahres, wo es leider nicht mehr all zu viel zu erzählen gibt und gab es bisher fast nur Rezepte.


Ich bin eigentlich mit nem Garten aufgewachsen. Meine Großeltern haben ihr Leben lang, fast alles selbst angebaut. Als Kind konnte ich das nicht verstehen, für was den Aufwand, wenn ich doch dasselbe auch im Laden einfach kaufen kann?!
Mit der Zeit bereift man dann, dass es eben doch nicht wirklich so ganz dasselbe ist.


Angefangen hat dann alles, als mir meine Großeltern vor ein paar Jahren ausm Gartencenter eine Chilipflanze mitbrachten, da ich es gern scharf mag ^^
Die Pflanze behielten sie aber bei sich und ich durfte immer wieder die Ernte abholen. Zuhause hab ich sie getrocknet. Da es für mich allein etwas arg zuviel war, hab ich dem Freund meiner Schwester einige geschenkt. Seine Mutter (Ungarin) war total begeistert und hat im Frühjahr aus den Samen kleine Pflänzchen gezogen und mir drei davon zukommen lassen.
Eine bekamen wieder meine Großeltern ;) und zwei hab ich selbst behalten.
Die Beiden hätten den Sommer bei mir fast nicht überlebt. Ich war nicht jeden Tag Zuhause und mein damaliger Balkon hatte den ganzen Tag die pralle Sonne und sie hätten jeden Tag ordentlich Wasser gebraucht.
All zu viel Ertrag hat dass dann leider nicht zustande gebracht =D


Nun bin ich mir nicht mehr sicher, wie es weiterging. Ich vermute dass dann schon der Sommer kam, wo ich anfing einige verschiedene Chilisorten selbst zu ziehen und dazu Tomaten- und Paprikapflänzchen von einer Bekannten geschenkt bekam. Und etliche Kräuter zierten auch schon den Balkon. Allerdings wurde es damit sehr eng auf´m Balkon. Aber was nimmt man nicht alles in Kauf, um zusehen zu können wir alles wächst und gedeiht =)


Im selben Sommer, dass war dann auch schon 2010, kaufen wir ein kleines Häuschen mit ordentlich Grundstück. Für mich DER Traum, denn hier war schon ein Garten  etwas, dass mal ein Garten war, ein Gewächshäuschen und diverse Obstbäume. 
Den letzten Herbst verbrachte ich dann mit Garten ausgraben, Unkraut entfernen, wuchernde Ziersträucher zurückzuschneiden und einfach ein bisschen Ordnung zu machen.
Den Winter über hab ich mir dann überlegt was ich anbauen will und wann ich damit anfang... dazu aber mehr in Teil 2.

2 Chilisorten+1Spitzpaprika



Dienstag, 27. Dezember 2011

Griechisches Tsatsiki

Am 1.Weihnachtsfeiertag gibt es seit Jahren ganz traditionell bei meinen Großeltern Fleischfondue.
Im Laufe der Jahre hat sich da einiges verändert. Z.B. wird einiges an Gemüse in der Brühe mitgekocht oder dieses Jahr hatten wir auch Shrimps. Wobei davon eher die Jüngeren begeistert sind. 
Ganz wichtig sind natürlich die Soßen.
Dieses Mal hab ich wieder das Tsatsiki gemacht. Ohne ein gutes Tsatsiku geht bei mir kein Fleischfondue. Das muss einfach sein. =D


Vor einem guten Jahr war ich im Internet auf der Suche nach einem richtig griechischem Rezept und hab so einiges gefunden, war aber nur von wenigem überzeugt. Vor allem war überall, nach meinem eigenen Geschmack, zu wenig Knoblauch drin. Aber das lässt sich ja leicht ändern.
Schlussendlich blieb ich dann bei diesem Rezept hängen und habs nach meinem Geschmack verändert:



1 Salatgurke

2 Becher Joghurt, griechischer
1 Becher Sahnequark, 40% Fett
etwas Dill
1 Knolle Knoblauch
1-2 EL Olivenöl

Zuerst die Gurke schälen, dann klein reiben. Etwas stehen lassen und den Saft abgießen. Die zwei griechischen Joghurts mit dem Quark und der Gurke mischen. Den Knoblauch pressen und hinzufügen. Mit Dill würzen und mit Olivenöl, Pfeffer und Salz abschmecken.

Im Originalrezept standen übrigens 4 Zehen Knoblauch, die ich auf eine Knolle erhöht hab, was allen geschmeckt hat. Nicht nur mir ;)
Wichtig ist, wie ich denke, dass es fetthaltiger Quark und Joghurt sind. Wer keinen griechischen Joghurt findet wie ich, kauft einfach Sahnejoghurt. Das geht auch. 
Am Besten schon einen Tag vorher zubereiten, dass das Tsatsiki gut durchziehen kann. Kurz vorher würde ich es noch mal mit Salz und Pfeffer abschmecken. 

Weihnachtsdessert Creme Brûlée



Für 4 Personen:
400ml Sahne
150ml Milch
4EL Zucker 
4 Eigelb 
1 Vanilleschote 
1 Prise Salz 
2 EL brauner Rohrzucker 

Sahne, Milch, Zucker, Eidotter und Salz verrühren. Vanilleschote längs aufschneiden und das Mark heraussschaben. Das Vanillemark und die leere Schote in die Flüssigkeit geben, umrühren und mindestens 1½  Stunden in den Kühlschrank stellen.
Vanilleschote entfernen. Die Milch-Sahne in möglichst flache Portionsschälchen gießen und auf ein hohes Backblech oder in einen Bräter stellen. Kochendes Wasser dazu gießen, dass die Schälchen gut zur Hälfte im Wasser stehen. Bei 100°C, mindestens 1½ Stunden im Ofen fest werden lassen.
Schälchen heraus nehmen und mit braunem Zucker bestreuen. Bei großer Hitze unter den Grillstäben des Backofens karamellisieren lassen und gleich servieren (oder mit dem Gourmebrenner bebrennen bis es karamellisiert)

Für mich das erste Mal, dass ich eine Creme Brûlée gemacht hab.
Das Rezept hab ich von der Mutter unseres ehemaligen Lehrlings. Sie hatte uns das mal gemacht und es war echt lecker.
Im Großen und Ganzen hat es gut geklappt, nur hat die Zeit im Backofen nicht wirklich gereicht.
Gut, da steht zwar 1,5 Stunden, aber ich hatte es 2,5 Stunden drin und die Creme hätte noch etwas fester sein können.

Leider hab ich kein Bild von der fertig karamelisierten Creme. Wenn etwas erst frisch fertig zubereitet wird, vergess ich das fast immer =D


Montag, 26. Dezember 2011

Brigadeiros


Komische Überschrift, oder? =)
Unter anderem ist das eine brasilianische Spezialität.
Eine sooooooo leckere Süßigkeit.
Kennen und lieben gelernt hab ich sie natürlich in Brasilien. Damals war ich für 6 Monate dort und hatte auch die Gelegenheit sie selbst mal zu machen, was damals aber irgendwie nicht wirklich klappte. Im Nachhinein stellte sich heraus, dass wir ein falsches Rezept hatten =D
Nun musste ich feststellen, dass ich noch immer nur dieses eine falsche Rezept habe, wobei ich es in der Zwischenzeit auch mal erfolgreich richtig gemacht hatte. Nur konnte ich das richtige Rezept nicht mehr finden ;)
Aber das sollte heut zu Tage ja kein Problem sein: Schnell im Facebook meine brasilianischen Freunde angeschrieben und innerhalb kürzester Zeit hatte ich von Mehreren ein identisches Rezept:
1 lata de leite condensado
1 colher manteiga
chocolate em pó
Ich vermute mal, dass damit nicht jeder was anfangen kann ;)Hier noch mal das ganze auf deutsch:
1 Dose Gesüßte Kondensmilch (Milchmädchen)
1 Esslöffel Margarine (oder Butter)
Kakaotrinkpulver, so viel man mag

Die Dose Milchmädchen kommt in einen Topf, der Esslöffel Butter dazu und Schokolade nach belieben. Ich würd erst mal weniger nehmen und warten bis es sich gelöst hat und je nach gewünschter Färbung noch mehr dazugeben. Dunkler wird es auf jeden Fall immer noch. Dann wird das ganze ordentlich gekocht und immer schön gerührt bis man beim Rühren den Boden sehen kann, weil der Löffel eine Spur hinterlässt, die natürlich wieder verschwindet =)
Dann lässt man den Topf stehen, bis die Masse gut abgekühlt ist, nun sollte sie auch schön fest sein.
Was nun kommt, empfinde ich immer als ne kleine Sauerei und hoffe immer, dass ich dann nicht alleine bin und mir jemand hilft ;)
Ich bereite meistens 2 Teller vor, einen mit dunkler Raspelschokolade und einen mit Weißer. Dann buttere ich mir meine Hände, denn die Masse klebt, versuche Kugeln zu rollen und lege sie auf einen der Teller. Person Nr. 2 schüttet dann noch mal Raspel darüber, wälzt sie ein bisschen darin und legt sie dann in die Papierförmchen.
Die Sauerei lohnt sich übrigens. Nach nem kleinen Probiererchen sind die klebrigen Hände sofort vergessen ;) =D Herrlichst lecker =)

Inzwischen gibt es hier noch die Version mit den Schokostreuseln die in Brasilien gewöhnlich verwendet werden.

Freitag, 23. Dezember 2011

Schokocrossies

Bevor es zu spät ist... noch schnell etwas eigentlich nicht ganz sooo weihnachtliches. 
Da bei uns nicht gebacken wird, wobei allgemein gebacken wird schon, aber keine Weihnachtsplätzchen, da die eh nicht weg kommen. Ich liebe aber Schokocrossies, hmmmmm =)
Ganz einfach nur aus Cornflakes und weißer Kuvertüre bestehend.


Dazu noch soooo schnell gemacht und so einfach =) Und natürlich so lecker!
Ich mach das immer nach Augenmaß.
Etwas Schokolade schmelzen, dann Cornflakes dazu, gut vermengen und anschließend als Häufchen auf ein Backblech geben und kalt werden lassen =) 

Dienstag, 20. Dezember 2011

Kürbis Soufflé

Wir hatten immer noch 3 Kürbisse hier rumliegen und ich wollte schon lange mal wieder das Kürbis-Soufflé machen. Für Samstag kündigte sich Besuch an und ich bekam endlich meine Gelegenheit einen der Kürbisse, die zu Zweit einfach zu groß sind, zu verarbeiten =)
Schon einige Male gemacht, hier gefunden und für gut befunden. ^^
Kürbispüree mit Salz und Pfeffer



Kürbis Soufflé

1kg Kürbis (Hokkaido)
1 Becher Saure Sahne
100g Feta
100g Cheddar
1 Bund (4) gehackte Frühlingszwiebeln
3 Eier
Salz
Pfeffer

Eischnee
Kürbis in Stücke schneiden und entkernen. 20-30 Minuten mit einem Schluck Wasser kochen, abkühlen lassen. Den Kürbis pürieren und mit Feta, Cheddar, saurer Sahne, Frühlingszwiebeln, Salz und Pfeffer mischen.
Die Eier trennen und das Eigelb unter die Kürbismasse rühren. Das Eiweiß steif schlagen und vorsichtig unterheben.
Die Masse in eine geölte Auflaufform geben und bei 180 Grad 30-40 Minuten backen, bis sich das Soufflé gehoben und eine schöne Farbe angenommen hat. Heraus nehmen und sofort servieren.


Das war echt lecker und kam sehr gut an. Letztes Mal hatte ich es mit Cheddar gemacht, wie es im Rezept steht. Passt gut zusammen. Dieses Mal hab ich keinen Cheddar bekommen und nen etwas kräftigeren Bergkäse versucht, der geschmacklich leider nicht wirklich zu schmecken war. Aber gut war´s trotzdem =)

Dienstag, 13. Dezember 2011

Pitahaya - Drachenfrucht

 Als kleines Urlaubsandenken, bzw. eher Mitbringsel (für uns selbst allerdings) haben wir eine Drachenfrucht mitgebracht.


Das erste Mal hab ich eine vor geschätzten vier Jahren gegessen. Die wurde damals direkt aus Vietnam mitgebracht und war sooooo lecker.




 Kurz danach hatte ich eine im Laden entdeckt, mitgenommen, gegessen und war ziemlich enttäuscht, da sie nach eigentlich rein gar nichts geschmeckt hatte.
Diese hier war nun zwar nicht so gut, wie die aus Vietnam, aber um einiges besser als die aus´m Laden.
Drachenfrüchte gehören zu den Kakteengewächsen und kommen dementsprechend eher in den wärmeren Gegenden dieser Erde vor. =)
Nun bin ich am überlegen ob ich mal versuchen sollte, solch eine Pflanze selbst zu ziehen.
Allerdings hab ich allgemein gar keine Erfahrung mit Kakteen.
Hat jemand Erfahrung und Tipps?
Würde dieser Kaktus denn Früchte ansetzten?