Donnerstag, 6. November 2014

Walnuss-Salbei-Zitronen-Nudeln nach Ottolenghi

Ich meine mich zu erinnern, dass dieses Rezept vor einer Weile durch einige Blog's ging. Ebenso, dass viele begeistert waren und ein paar wenige den Hype nicht so ganz verstehen konnten. Das Rezept wanderte auf jeden Fall auf meine Liste, denn mit zitronigen Nudeln hatte ich bisher immer gute Erfahrungen gemacht.
Nachdem uns unser Walnussbaum dieses Jahr eine sehr reiche Ernte beschert hat, wurde es aller höchste Zeit dafür.

Mein Fazit? Sehr lecker, aber etwas trocken! Ich würde mir etwas mehr Soße wünschen, was sich aber leicht umsetzten lässt. Einfach etwas mehr Sahne verwenden.


Walnuss-Salbei-Zitronen-Nudeln nach Ottolenghi

60g Walnüsse, grob gehackt
300g Nudeln
1 Zitrone, Schale und Saft
30g Butter
10g Salbeiblätter
3EL Schlagsahne
Salz
schwarzer Pfeffer
3EL Nudelwasser
50g Parmesan
Petersilie

Backofen auf 160° Umluft vorheizen. Währenddessen Walnüsse knacken bis 60g erreicht sind. Auf einem Backblech verteilen und 10 Minuten rösten. Herausnehmen, abkühlen lassen und grob hacken.
Salzwasser für die Nudeln aufkochen und diese nach Packungsanweisung köcheln lassen. 
Die Zitrone heiß abwaschen und abtrocknen. Die Schale abschälen und den Saft auspressen. Den Parmesan reiben.
Währenddessen für die Soße die Butter in einer Pfanne schmelzen und eine Minute brutzeln lassen, dann den Salbei dazugeben und zwei weitere Minuten braten, bis die Butter schön braun wird.
Sahne und Zitronenschale zugeben und mit Salz und Pfeffer kräftig würzen.
Kurz aufkochen lassen und das Nudelwasser zugeben.
Nun die fertig Nudeln, Nüsse, Parmesan und Zitronensaft zugeben. Gut vermengen auf die Teller verteilen und mit Petersilie garnieren.

Dienstag, 4. November 2014

Dinkelsalat mit Fenchel und Bete

Was macht den Herbst aus? Also kulinarisch gemeint.
Auf jeden Fall Kürbis, oder?
So kommt es mir zumindest vor. Überall entdeckt man Kürbis, Kürbis und nochmal Kürbis. Bitte nicht falsch verstehen, ich meine das nicht negativ. Auch bei mir gibt es Kürbis und ich liebe Kürbis, wie man am letzten Post sehen kann. =)


Aber nicht nur! Quitten stehen für den Herbst, Walnüsse nicht zu vergessen! 
Für mich gehört inzwischen auch ganz klar Fenchel dazu. Ich muss allerdings gestehen, dass ich ihn zwar schon lange für die Kaninchen anbaue, aber erst seit etwa 1,5 Jahren esse. 
Ich hatte Fenchel irgendwie negativ in Erinnerung, hab es dann aber trotzdem gewagt, Rezepte auszuprobieren. Und siehe da... alles war wunderbar lecker!

Rote Beten kann ich zwar den ganzen Sommer schon ernten, aber so die große Masse wird im Herbst geerntet. Mit ihrem wunderbar kräftigen und erdigen Geschmack passen auch sie ganz wunderbar in den Herbst.

Blog-Event CIII - Quintessenz des Herbsts (Einsendeschluss 25. November 2014)Mein heutiges Rezept hatte ich im Mai hier entdeckt und gleich abgespeichert. Im Original werden gelbe Beten verwendet. Da in meinem Garten momentan nur rote wachsen, hab ich diese einfach ausgetauscht. Durch die extrem färbende Eigenschaft der roten Bete wird der ganze Salat rötlich, was mich persönlich aber nicht stört. Da bei uns keine Mandeln wachsen, hab ich Walnüsse verwendet, was auch sehr gut zum Herbst passt. Dinkel hab ich in dieser Variante das erste Mal gegessen und bin ganz begeistert. Richtig lecker! Sogar M, der Fenchel nicht mag, fand den Salat sehr, sehr lecker, das will was heißen! =)
Die Mengenangabe von 2 Portionen bezieht sich auf ein Hauptgericht. Als Beilage wären es etwa 4 Portionen. 
Diesen Beitrag reiche ich beim Blog-Event (Quintessenz des Herbsts) bei Zorra ein, der diesen Monat von Christina organisiert wird.


Dinkelsalat mit Fenchel und Bete

2 Portionen
150g Dinkel
1 kleine Fenchelknolle
2 rote Beten
1 kleine rote Zwiebel
1EL Walnüsse
etwas Fenchelgrün
6EL Olivenöl
3EL (Granatapfel-)Weißweinessig
Salz
Pfeffer

Den Dinkel abwiegen, in ein Sieb geben und mit Wasser abspülen. In eine Schüssel geben, mit Wasser bedecken und ein paar Stunden im Kühlschrank ziehen lassen. Dadurch verkürzt sich die Kochzeit. 
Wasser aufkochen. Den Dinkel durch ein Sieb abschütten und in das kochende Wasser geben. Je nach Vorliebe den Dinkel weich oder bissfest kochen. Das kann je nach Eichweichdauer und Dinkelart zwischen 15 und 45 Minuten gehen. 
Hier ist genauer erklärt wovon die Kochzeit abhängt.
Wenn der Dinkel die persönlich bevorzugte Konsistenz hat, durch ein Sieb abgießen, in eine Schüssel geben und abkühlen lassen.
In der Zwischenzeit die Walnüsse knacken und in einer Pfanne ohne Fett rösten, bis sie zu duften beginnen. Anschließend grob hacken.
Fenchel putzen (etwas vom Grün aufbewahren), Knolle halbieren und in feine Scheiben scheiden. Die rote Bete schälen, halbieren und ebenfalls in feine Scheiben schneiden. Die Zwiebel häuten und in feine Ringe schneiden. Alles zum Dinkel in die Schüssel geben. Olivenöl, Essig, Salz und Pfeffer zugeben, gut vermengen und etwas durch ziehen lassen. Fenchelgrün mit einer Schere klein schneiden und über den Salat geben.
Genießen! =)


Sonntag, 2. November 2014

Exotische Kürbissuppe

Letztes Wochenende hatten wir Besuch und als Vorspeise sollte es eine Suppe geben. Natürlich musste es unbedingt Kürbis sein, da wir nach wie vor ganz viele Hokkaido haben. 
Aber ich wollte keine Standartsuppe machen. Standart bedeutet bei mir mit Kartoffeln und Karotten.

Ich hab ein wenig in meinen Rezepten rum geschaut, festgestellt, dass ich gar nichts auf Lager habe, im Internet gesucht, nichts gefunden was mich anspricht und mich schlussendlich an einen Newsletter erinnert.
Jede Woche bekomme ich von einem Gemüsekisten-Lieferanten (wir bestellen dort unser Fleisch, da wir alles Gemüse selbst haben) einen Newsletter der auch saisonalen Rezepte enthält.
Im letzten Newsletter war eine Kürbissuppe die mich sehr angesprochen hat, mir Kokosmilch, Currypaste, Zitrone, Mais und Paprika.

Diese musste es werden und wisst ihr was? Selbst die "Kürbis-Hasser" am Tisch befanden, dass sich Kürbis auf diese Art tatsächlich essen lässt. Das will doch was heißen! =)


Exotische Kürbissuppe

4 Portionen als Hauptspeise
500g Kürbisfleisch
1 Zwiebel
1 Knoblauchzehe
1 Stück frischer Ingwer, Daumennagelgroß
1 Paprikaschote
2EL Sonnenblumenöl
1EL rote Currypaste
1l Gemüsebrühe
1 Maiskolben oder 1 Dose Mais
200ml Kokosmilch
Salz
Pfeffer
Saft einer halben Zitrone
1 Handvoll (Thai)basilikum


Hier mit grüner Currypaste und ohne Basilikum

Kürbisfleisch in etwa 2cm große Würfel schneiden. Zwiebel, Knoblauch und Ingwer schälen und fein würfeln. Fruchtfleisch der Paprikaschote in 2cm breite Würfel schneiden. Alles im Sonnenblumenöl 5 Minuten bei mittlerer Temperatur anschwitzen. Currypaste zufügen (grüne geht auch, sieht aber nicht so schön aus), nach einer Minute mit Gemüsebrühe auffüllen und die Suppe 25 Minuten leise köcheln lassen, bis das Kürbisfleisch und die Paprika vollständig weich sind.
Maiskolben senkrecht auf das Schneidebrett stellen und mit einem Messer die Körner vom Strunk schneiden. Maiskörner und Kokosmilch zufügen, die Suppe weitere 5 Minuten kochen und mit Salz, Pfeffer und Zitronensaft abschmecken.
Zum Servieren die heiße Suppe mit grob gehacktem Basilikum bestreuen.

Mittwoch, 29. Oktober 2014

Garten Ende Oktober '14

Vielleicht der letzte Gartenrundgang in diesem Jahr. Mal schauen, was der November bringt.
Der Oktober war so herrlich sonnig und warm wie der September. 
Einige Pflanzen scheinen mir etwas verwirrt zu sein, wahrscheinlich durch den regnerischen, kühlen Sommer und den warmen Herbst. Bilder dazu folgen gleich. ;-)
All zu viel verschiedenes an Gemüse wächst nun nicht mehr im Garten, wobei ich die Auswahl für Ende Oktober wirklich ok finde. Vor 2 Jahren hatte es das erste Mal gestern geschneit. Damals ging einiges was noch im Garten stand kaputt.

Kennst jemand die Pfälzer Feige? Die Früchte fühlen sich weich an, sind sie dann reif? Die Blätter werden nach und nach gelb und fallen ab. Herbststimmung. =)

Thymian im herbstlichen Sonnenschein.

Der Rosmarin blüht nochmal fleissig. Für den ersten Frost liegt schon mal der Vlies bereit.

Wunderschöne Rosmarinblüten! =)

Pepino... weiß hier jemand zufällig wann die reif sind? =D

Die letzte Auberginenpflanze. Die letzten Früchte wurden vor wenigen Tagen geerntet und gegessen. Heute landete sie nun auf dem Kompost.

Die Fenchelernte diesen Herbst war toll! Hier steht noch ein richtig dicker Brummer!

Ein Radicchio. Mal schauen, wann er erntereif sein wird.

Die ersten Wintersteckzwiebeln schauen vorsichtig aus der Erde.

Rote Bete steht auch noch in Massen draussen.

Ebenso Karotten.

Der eine oder andere Apfel hängt noch am Baum.

Die Katzenminze blüht auch noch fleissig und erfreut alles was sich auf Nektarsuche befindet.

Einige Königskerzen sind aufgegangen, die dann nächstes Jahr blühen werden, falls sich nicht wieder Raupen darin einnisten.

Herbsthimbeeren gibt es noch immer in Massen.

Scheinbar übersehe ich bei der Knoblauchernte immer einige Knollen. Inzwischen wachsen irgendwie überall Knoblauchpflanzen.

Einige Brombeeren hängen auch noch an den Büschen.

Die Bienen fliegen noch immer. Zwar nicht mehr so aktiv und demnächst sollten sie das auch einstellen. Da hier ganz in der Nähe einige Felder mit blühendem Senf stehen, finden die Bienen auch noch viel Nektar und Pollen.

Der Türkische Mohn blüht nochmal. Das meinte ich vorhin mit verwirrten Pflanzen. Der Mohn ist nicht der Einzige. Ebenso blühen grad einige Zweige der Forsythie und noch ein Busch. Und im Garten hab ich eine Primel entdeckt. Sehr frühlingshaftes Wetter.

Ich hab es noch nicht geschafft, die Inkagurke abzuräumen. Viel ausprobiert hab ich mir ihr aber auch noch nicht.

Lauch dürfte es im Winter einiges geben. =)

Die Schokoladenblume ist nicht winterfest. Das durfte ich letztes Jahr nach dem ersten Frost feststellen. Nuja, dann hab ich eben keine Schokoladenblume mehr.
Dieses Jahr wuchs an dieser Stelle dann wieder was Grünes und kürzlich als sich die ersten Blüten öffneten, bemerkte ich, dass es die Schokoladenblume ist. Wobei, wahrscheinlich nicht "die". Ich vermute eher, dass sie sich selbst ausgesät hat?!?

Sonntag, 26. Oktober 2014

Majoran trocknen

In meinem Garten hab ich so ziemlich alle Kräuter wachsen, die man so brauchen kann. Und die Sammlung wächst weiter.
Am allerliebsten verwende ich frische Kräuter. Für die Zeit im Winter, wenn der Schnee alles bedeckt, trockne ich mir von allem ein wenig.

Eigentlich würde man den Majoran im Sommer ernten und trocknen, zu dieser Jahreszeit denke ich allerdings nie daran.
Da der Majoran aber im Herbst zurück geschnitten wird, breite ich die Ästchen  auf einem Küchentuch in der milden Herbstsonne aus. Wenn ich das am Morgen mache, sind die Blättchen am Abend meistens schon trocken.

Dann braucht man sie nur noch leicht mit den Fingern von den Ästen zu streifen und in ein luftdichtes Gefäß zu füllen und schon hat man seinen sehr aromatischen und leckeren Vorrat für den Winter. =) 

Freitag, 24. Oktober 2014

Dinkelvollkornbrötchen

Man kann es kaum übersehen, momentan ess ich am liebsten Brot und Brötchen aus Dinkelmehl. Im März hatte ich mir schon dieses Rezept vom Plötzblog abgespeichert. Besonders gefällt mir daran, dass der Vor- und der Teig schön lange im Kühlschrank arbeiten dürfen. Die Brötchen sind durch die 2x 12 Stunden im Kühlschrank schön planbar und machen erstaunlich wenig Arbeit.
Der Teig ist wirklich klebrig, womit ich eigentlich keine Erfahrung habe. Trotzdem hat es überraschend gut funktioniert.

Der Geschmack ist umwerfend. Diese Brötchen werd ich sicher häufiger auf Vorrat backen und einfrieren.
Beim ersten Mal hatte ich gerade kein Weizenvollkornmehl und hab es durch Weizenmehl 1050 ersetzt, was auch gut funktioniert.

 

Dinkelvollkornbrötchen

Vorteig
135g Dinkelvollkornmehl
35g Weizenvollkornmehl
15g Weizenmehl Typ 1050
185g Wasser
2g Frischhefe

Hauptteig
Vorteig
265g Dinkelvollkornmehl
65g Weizenvollkornmehl
35g Weizenmehl Typ 1050
265g kaltes Wasser
10g Öl
6g Frischhefe
20g Salz
12g Honig

Die Vorteigzutaten in einem Schüsselchen mit einem Löffel verrühren, 1 Stunde bei Raumtemperatur stehen lassen und anschließend für 12 Stunden bei in den Kühlschrank stellen.
 
Alle Zutaten für den Hauptteig 5 Minuten auf niedrigster Stufe und 1 Minute auf zweiter Stufe zu einem mittelfesten, leicht klebenden Teig verarbeiten. Abgedeckt 12 Stunden im Kühlschrank reifen lassen.

9 Teiglinge zu etwa. 115g abstechen, rundschleifen und mit Schluss nach oben 90 Minuten in Bäckerleinen bei 20-22°C zur Gare stellen. Da ich kein Bäckerleinen besitze, hab ich ein Küchenhandtuch genommen und leicht bemehlt. Hat sehr gut funktioniert. Bei 250°C 20-25 Minuten mit Dampf backen.

Mittwoch, 22. Oktober 2014

White Chocolate-Walnut–Cookies

Und weiter geht es mit den Walnuss-Cookies.
Dieses Rezept hatte ich Ende letzten Jahres hier entdeckt und abgespeichert. Da wir letztes Jahr so gut wie keine Walnüsse hatten, musste das Rezept bis jetzt ausharren. Ich finde das herbstlich-stürmische Wetter passt perfekt um es sich gemütlich zu machen und Nüsse zu knacken. Zwischendurch mal eine naschen, dann den Teig rühren und die Cookies in den Ofen schieben.
Am Rezept hab ich allerdings ein bisschen geschraubt. Statt ein Päckchen Vanillezucker hab ich 100g vom selbstgemachten Vanillezucker genommen. Die Nüsse waren mir auch zu wenig, da hab ich die Menge verdoppelt. Dadurch laufen die Cookies beim backen nicht all zu arg auseinander und bleiben schön weich in der Mitte. Perfekt! =)


White Chocolate Walnut Cookies


ca. 2 Blech
100g Butter
100g selbstgemachten Vanillezucker
1 Ei
1 Prise Salz
½TL Natron
200g Mehl
100g weiße Schokolade
100g Walnüsse

Die Butter aus dem Kühlschrank nehmen und weich werden lassen. In der Zwischenzeit Walnüsse knacken bis etwa 100g zusammenkommen. Diese mehr oder weniger grob hacken. Ich hab das in einem großen Mörser gemacht. Die Schokolade klein hacken.
Den Backofen auf 180°C Umluft vorheizen.
Nun die weiche Butter mit dem Vanillezucker schaumig rühren, Ei und Salz zugeben und weiter rühren. Mehl und Natron zugeben, kurz untermischen. Nüsse und Schokolade unterrühren. 
Mit den Händen aus dem Teig Kugeln formen, die ca. 2,3cm Durchmesser haben, leicht flach drücken und auf ein mit Backpapier belegtes Blech setzten.
Anschließend für 10 Minuten backen, bis die Ränder sich leicht zu bräunen beginnen. Aus dem Ofen nehmen und auskühlen lassen.