Sonntag, 23. Februar 2014

Costa Rica, 2. Februar 2014

Wir sind sehr früh wach. Wahrscheinlich aus Vorfreude auf unsere neue Unterkunft. ;-)
Wir packen zusammen und verabschieden uns von unserem Zimmer.
Kein schlechtes Zimmer, aber das Neue ist gemütlicher.

Auf dem kurzen Weg zur neuen Unterkunft fällt M eine Frucht an einem Baum auf und frät mich, was das sei. Auch ich bin ratlos.
Hinter uns sagt jemand plötzlich Noni.
Da steht ein Einheimischer und hat wohl erraten worüber wir rätseln.
Noni kenn ich vom hören. Alle paar Jahre ist es in aller Munde und jeder will es haben. Meistens als Saft. 
Er meint, wenn wir in 2 Wochen noch da wären, sind die Früchte reif und man Saft daraus machen. Sehr gut für's Immunsystem. Leider werden wir in 2 Wochen nicht mehr da sein. =(
Blattschneideameisen bei der Arbeit.

Wir beziehen unsere Unterkunft, frühstücken den Rest vom Vortag und machen uns auf den Weg zum Nationalpark.
Auch hier muss man sich in ein Buch eintragen, damit sie die Kontrolle haben ob abends alle den Park verlassen haben. 

Wir laufen alles am Meer entlang, durchwaten Flüsschen, sehen viele Tiere und beschließen den gleichen Weg zurück zu laufen, statt den Park zu verlassen und per Bus oder zu Fuß der Strasse entlang zurück zu laufen.
Welch gute Entscheidung!
Wir laufen einem wachen! Faultier über den Weg, dass gerade ganz gemütlich kopfüber im Baum hängt und Blätter frisst. Wir stehen ewig dabei und schauen ihm dabei zu. Wärenddessen ist mal wieder eine Affenfamilie in den Bäumen über unseren Köpfen unterwegs. Später sehen wir noch eine gilftgelbe Schlange, riesige blaue Schmetterlinge, Echsen, Krebse, Blattschneideameisen, Vögel, ...
Leider wollte er seine Flügel nicht fotografieren lassen

Ein wirklich wunderschöner Nationalpark!
Als wir fast am Eingang zurück sind, machen wir es uns am Strand gemütlich.

Nachdem die letzten beiden Abendessen im Ort nicht so erfolgreich waren, beschließen wir, einem Tipp im Reiseführer zu folgen. 2km die Playa Negra runter kommen Cabinas zu denen das Restaurant Bananas gehört, das von Deutschen geleitet wird, aber nur einheimisches Essen anbietet.

Die gute Frau dort wechselt sofort auf Deutsch, da sie uns wohl gleich anhört dass wir aus Deutschland kommen. 
Dann will sie wissen woher wir kommen. Baden-Württemberg ist ihr zu ungenau, ebenso die Beschreibung "an der Grenze zur Schweiz und Frankreich, Basel und Elsass". Als wir den genauen Ort nennen, kann sie es kaum fasst, denn sie ist ursprünglich aus der genau gleichen Ecke.
Wie klein die Welt doch ist!

Die Säfte und das Essen sind sehr, sehr gut. Ich bestelle mir ein Casado (Bohnen und in Kokoswasser gekochter Reis) mit Gemüse. Im bunt gemischten Gemüse sind unter anderem Kochbananen, Maniok und Süßkartoffeln. Herrlich! Schon so lange hab ich keine frischen Süßkartoffeln und Maniok gegessen.

Auf dem langen Rückweg begegnen wir unserem zweiten wachen Faultier. Dieses allerdings hängt an einer Stromleitung mitten über der Strasse. Es scheint als wäre die Leitung isoliert. Wäre zumindest gut möglich, da im Nachbarort eine Auffangstation für verletzte Tiere ist. 

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