Sonntag, 16. Februar 2014

Costa Rica, 26. Januar 2014


Am Abend zuvor hatte ich in einer Bäckerei ein leckeres Brötchen gefunden, das tatsächlich nicht nur nach Luft schmeckt.
Dazu gibt es Avocado, Mango und Bananen. Wieder ein sehr leckeres Frühstück.

Wir überlegen lange hin und her wie es nun weiter gehen soll. Wir hatten mal im Kopf weiter die Pazifikküste in den Süden zu reisen und über Panama an die Karibikküste  zu wechseln. Eine Vorstellung die mir sehr gefällt. Die letzten Tage hatte ich dann aber doch mal den Reiseführer grob durchgeblättert und einige Orte entdeckt die mich sehr interessieren, aber nördlich dieser Route liegen. Zeitlich würde nur entweder oder gehen.
Wir entscheiden dann ein Stück in den Norden zu fahren, die Südspitze der Nicoya Halbinsel zu erkunden und über die Nebelwälder an die Karibikküste zu wechseln. Der grobe Plan, jederzeit änderbar und flexibel.

Wir schultern den Rucksack und gehen zum Busbahnhof, kaufen ein Ticket und setzten uns in den Bus.
Der Busfahrer startet den Bus, nein, er versucht es... und versucht es... und versucht es. Klettert unten im Bus rum, versucht es nochmal und gibt schließlich auf. Bus kaputt. Der Busfahrer brüllt etwas nach hinten. Ich mit meinem Portugiesisch verstehe von seinem Spanisch immerhin so viel, dass ein anderer Bus in 5 Minuten kommt. 
Tatsächlich kommt einer nach 5 Minuten, wir laden unser Gepäck um und fahren mit nur einer halben Stunde Verspätung los.

Was mich hier sehr überrascht hat, war das Verhalten der Menschen. Jeder blieb im Bus sitzen, ein paar Einheimische beschwerten sich dass der Bus Verspätung haben wird und keiner ging zum Fahrer um ihm seine Hilfe oder Ratschläge anzubieten. In Brasilien wäre es genau das Gegenteil gewesen. Unterwegs fahren wir über viele Brücken über Flüsse. An so manchem Fluss sieht man einige Krokodile. In freier Wildbahn. Faszinieren!

Wir lassen die Landzunge von Punarenas hinter uns.
 Nach etwa 3 Stunden kommen wir in Puntarenas an. Da wir an die Südspitze der Nicoya Halbinsel wollen, müssen wir von hier die Fähre nehmen. Der nette Busfahrer frägt nach unserem Ziel, schaut auf die Uhr und meint, in 10 Minuten fährt die Fähre. Wir sollen ein Taxi nehmen, sonst müssen wir 3 Stunden auf die Nächste warten. Gesagt, getan stehen wir kurze Zeit später am Schalter und kaufen uns Tickets. Die Fähre ist wirklich schon kurz vor dem Auslaufen, alle Auto und Lastwagen sind schon längst drauf. Wir betreten die Fähre und schon wird die Rampe eingeklappt und die Fahrt geht los.

Nach einer Stunde schon legen wir in Paquera an, dort steigen wir in den nächsten Bus und fahren 3 Stunden auf zum größten Teil ungeteerten, staubigen Straßen bis Montezuma.

Wir beginnen oben am Hügel mit der Unterkunftsuche. Wir hatten ein paar nette Tipps, diese sind aber alle voll, bzw. nur noch die teuren Zimmer/Hütten sind frei. Die Motivation lässt recht bald nach und die erste Unterkunft mit einem für uns gut klingenden Preis nehmen wir. Wir sind im Down Town Backpacker. Sehr nette kleine Zimmer aus dunklem Holz mitten in dem kleinen Ort, daher etwas laut, mir Ohrenstöpsel aber verkraftbar. Einen Tag später sehen wir etwas ausserhalb noch sehr nette Unterkünfte. Manchmal fängt man mit der Suche einfach am falschen Ende an, wobei diese natürlich evtl auch voll waren, das war nicht erkennbar. 

Montezuma ist ein netter, kleiner Hippie-Ort. Bis vor einigen Jahren war kaum was los, nur wenige Touristen kamen hier her. Die Anreise mit Fähre und Bus auf ungeteerten Straßen scheint immer noch viele abzuschrecken, aber trotzdem werden es immer ein bisschen mehr. Den Flair hat sich der Ort aber bewahrt. Überall wird Yoga angeboten und jedes Restaurant hat vegetarische und vegane Gerichte, es gibt sogar ein rein veganes Restaurant. 
Mir gefällt, dass hier nach wie vor nur Backpacker unterwegs sind, kein Massen-Pauschal-Tourismus. 


Da wir recht früh angekommen waren, verbrachten wir den Rest des Nachmittags an einem der schönen Strände. Auffallend sind die vielen Hunde hier, die im Rudel am Strand unterwegs sind. Sie sind aber absolut lieb, machen nichts, freuen sich aber über jede Streicheleinheit.

Gegenüber des Hostels entdeckten wir ein Restaurant in israelischer Hand mit exotischen Speisen. Sofort ist klar, da werden wir essen.
Zu trinken bestellen wir Limetten-Minz-Saft und Mango-Maracuja-Saft. Sehr lecker. Zu Essen zuerst einen grünen Salat mit Parmesanhobel und frisch gebackenem Focaccia für uns zusammen.
M nimmt Kebab und ich in roter Bete gebeizter Lachs mit in Weißwein gekochter Birne. Wir sind hin und weg! Herrliches Essen!

Danach fallen wir mit Ohrenstöpseln sehr, sehr müde ins Bett.

Kommentare:

  1. ich genieße deine täglichen Reiseberichte!!
    lg

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Das freut mich sehr!
      Vielen Dank und liebe Grüße,
      Sarah =)

      Löschen
  2. Oh, da freue ich mich schon auf den nächsten Bericht!!

    lg kathrin

    AntwortenLöschen