Samstag, 8. März 2014

Flammwaieteig

Flammkuchen kennt jeder. Bei uns im alemannischen wird er Flammwaie genannt. 

Traditionell wurden Flammkuchen vor dem Brot im Ofen gebacken um die Temperatur einschätzen zu können. Je nach dem wie lange der Flammkuchen brauchte (kürzer als 12 Minuten oder länger als 15 Minuten), musste man mit dem Einschießen des Brotes noch warten oder den Ofen noch heißer heizen.

Je nach Region waren die Beläge recht verschieden. Hier wurden Schmand, Zwiebeln, Speckwürfel, Pfeffer und evtl. wenig Salz (wegen der Speckwürfel) verwendet. Der Fantasie sind natürlich keine Grenzen gesetzt. Ich mach auch gerne drauf, was grad so da ist.

Ich persönlich mag allerdings keinen Flammwaieteig mit Hefe, hab ich auch nur seltenst mal gegessen, obwohl früher dazu der Brotteig (der sehr wahrscheinlich Hefe enthielt, oder evtl. Sauerteig?!?) verwendet wurde.


Hier zeig ich Euch meinen Lieblingsteig der total einfach herzustellen und auszurollen ist und so schmeckt, wie er bei einer Flammwaie einfach schmecken muss. ;-)

Trotz umdrehen wurde die
eine Seite dunkler als die
Andere.
Belegt haben wir unsere Flammwaie dieses Mal mit Schmand, dem letzten Lauch aus dem Hochbeet, Zwiebeln, ergänzt mit Frühlingszwiebeln und Speckwürfeln. Auf Salz hab ich verzichtet, dafür aber gut Pfeffer verwendet. 

Wir backen unsere Flammwaie immer in unseren Holzofen, wo man die Temperatur nur sehr schwer einschätzen kann. An der Backofentür ist zwar ein Thermometer, dieser zeigt aber natürlich nur die Temperatur an der Türe. Der hintere Teil des Ofens ist um einiges heißer (mindestens geschätzte 50°C), daher muss die Waie einmal umgedreht werden. Der Backofen unseres Holzofens ist übrigens genau halb so breit wie der "normale" Backofen einer Küche, daher die schmale Version auf den Bildern.

Flammwaieteig

300g Mehl
125ml Mineralwasser
4EL Öl
1 Prise Salz


Alle Zutaten zu einem geschmeidigen, leicht elastischem Teig verarbeiten. Zu einer Kugel formen, in Frischhaltefolie wickeln und etwa eine halbe Stunde im Kühlschrank ruhen lassen.
Ausrollen, auf ein mit Backpapier belegtes Backblech legen und belegen.
Menge reicht für ein Backblech.
Im auf 250°C Ober-/Unterhitze vorgeheizten Ofen bis zur gewünschten Bräunung backen.

Kommentare:

  1. Du kannst einem aber auch die Nase langmachen ... aber jetzt mal im ernst, ob ich mich da heute mal heranwage mit meinem alten Küchenofen ? Ich habe immer noch Sorge, dass ich die erforderliche Temperatur nicht hinbekomme bzw halten kann. Da die Backzeit für Deine Flammwaie nicht so lang ist, wäre es vielleicht einen Versuch wert. Lust und Appetit hätte ich schon :-)
    Liebe Grüße Joona

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Unbedingt Joona! =)
      Selbst wenn die Temperatur nicht so hoch ist, braucht die Flammwaie einfach etwas länger.
      Flammwaie, Zwiebelwaie und Pizza machen wir immer im Holzofen. An Kuchen trau ich mich auch nicht immer, da fehlt mir noch das Gefühl für. ;-)
      Falls Du es wagst, einen Guten wünsch ich Dir =)

      Liebe Grüße,
      Sarah =)

      Löschen
  2. Hallo liebe Sarah,

    ich bin doch immer wieder erstaunt, was du kulinarisch alles so zauberst! Dazu noch die vielen Posts mit den tollen Bildern, damit wir auch neue Ideen finden.

    Vielen Dank für deine Anregungen!

    Liebe Grüße

    Carola

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Naja, die Essensbilder sind sehr verbesserungswürdig. Aber wenn das Essen fertig ist, bin ich meistens so "gluschdig", dass ich nicht lange rum hampeln will. ;-)
      Wenn es trotzdem animiert freut es mich sehr! =)

      Liebe Grüße,
      Sarah =)

      Löschen
  3. Guten Morgen Sarah,
    dank Joona habe ich Deinen tollen Blog gefunden und werde mich gleich anmelden. Bei Dir gibt es ja wirklich super leckeres Essen und viele andere interessante Informationen.
    Liebe Grüße von Marie

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Hallo Marie,
      ich kenn Deinen Blog schon eine ganze Weile, war bisher aber "nur" stille Leserin. =)
      Herzlich Willkommen.

      Liebe Grüße,
      Sarah =)

      Löschen