Sonntag, 21. April 2013

"Reisebericht" 21. März 2013

Die Sonne kam spät über den Berg, trocknete aber dennoch unser Zelt.
Heute hieß es mal wieder, den Rucksack komplett zu packen.
Wir hatten ein paar Tage zuvor Tickets für die Fähre auf die Nordinsel gebucht und wollten das Auto abgeben, da es auf der Fähre mitzunehmen ganz ordentlich gekostet hätte.
Das Büro des Auto-Verleihers war noch zu, so stellten wir es einfach ab und warfen den Schlüssel ein. 
Wir hatten noch gut Zeit und erkundeten mit den Rucksäcken Picton, bevor wir gemütlich einen Kaffee tranken.
Zum Glück machten wir uns recht früh auf den Weg zum Hafen. Es gibt 2 Fährlinien und wir waren bei der Falschen. Nach einigem hin und her laufen und nichts finden trauten wir uns direkt am Schalter der Konkurenz zu fragen und bekamen ein Zettelchen mit der Wegbeschreibung. Scheinbar geht es nicht nur uns so.
Unser Terminal war zwar nicht weit weg, grad nebenan, aber nur über einen guten Umweg zu erreichen. 

"klick" und ich werde größer ;)
Picton liegt in etwa in den Marlborough Sounds und die erste Strecke mit der Fähre schippert man durch den Queen Charlotte Sound. So hat man nochmal einen ganz anderen Blick auf die Sounds, als vom Auto aus oder von Wanderungen. Die Fahrt dauerte knapp 3,5 Stunden, das Meer war ruhig (zum Glück!) und wir kamen gegen halb 5 in Wellington an.

Wellington
Der eigentlich Plan sah vor, ein Auto zu mieten und gleich ein wenig aus der Stadt raus zu fahren.
Immerhin erkundigten wir uns gleich noch an der Fähre wo man denn Auto leihen könnte. Zur Antwort bekamen wir, dass die Verleiher fast alle am Terminal der anderen Fährlinie sitzen, die mal wieder ein ganzes Stück entfernt lag.
So machten wir uns mal wieder mit den Rucksäcken auf dem Rücken auf einen langen Weg. Ich hatte schon im Hinterkopf, dass die meisten Geschäfte eh um 5 schließen, wagte aber nicht, so pessimistisch zu sein. Die Hoffnung stirbt zu letzt. Endlich dort angekommen, war wirklich alles dicht. Hinter einem Schalter saß zwar noch jemand, aber dessen Angebot war unbezahlbar. Wir hatten noch ein paar Prospekte von der Südinsel mit Verleihern, meistens sogar mit 24h-Telefonnummern. Aber da nahm niemand ab. Nach einigem hin und her überlegen, beschlossen wir, die Auto-Suche auf den nächsten Tag zu verlegen und dafür lieber eine Schlafmöglichkeit zu suchen. Campingplätze waren eher ziemlich ausserhalb, Hostel's sollten aber zu finden sein.

Wie liefen den ganzen Weg zurück den wir gekommen waren und noch viel weiter bis in die Stadt hinein. Unterwegs kamen wir zufällig an einer i-site (Touri-Information) vorbei, die zwar natürlich auch schon geschlossen hatte, aber immerhin an der Tür einen Plan hängen hatte, mit den unterschiedlichsten Unterkünften. Wir merkten uns 3 Hostel's und liefen weiter. 
Als wir beim Ersten ankamen, dämmerte es bereits. Uns traf fast der Schlag als wir hörten das ein Bett im 6-Bett-Zimmer 28NZ$ kostet. In meinem Reiseführer stand, dass das günstigste Bett in einem anderen Hostel, das wir auf der Liste hatten, 29NZ$ kostet. Das Günstigste! So beschlossen wir, einfach zu bleiben. Wellington scheint echt teuer sein. 

Abends schlenderten wir noch ein bisschen durch die nähere Umgebung und waren plötzlich in der Cuba Street. Eine recht quirlige und multikulturelle Gegend, die einem sofort sympathisch war.
Den restlichen Abend verbrachten wir mit der Suche nach Adressen von Autoverleihern die auch eine Filiale in der Stadt haben. Die meisten saßen ansonsten nämlich am Flughafen.

Unser 6-Bett-Zimmer teilten wir mit 2 netten Franzosen und 2 netten Engländern, die da scheinbar schon recht lange wohnen und arbeiten.

Kommentare:

  1. So nachdem ich mich bei Eure Sonnen- und Wasserfotos entspannt und aufgewärmt habe, macht der Abend gleich viel mehr Spass. Die Preise können einen aber auch überraschen. Und dann sind die Zimmer dann noch dazu tatsächlich besetzt. Ich dachte erst, ihr werdet da sicher alleine übernachten.

    Liebe Grüße
    Anna

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    1. Ähm ja, auf unseren bisherigen Reisen wurden die Gäste in Hostels immer gut verteilt, oft hatten wir sogar alleine ein Mehrbettzimmer, da wir nie in der Hauptsaison unterwegs sind.
      Dieses Hostel hatte sogar ca. 9 Stockwerke und viele, viele Zimmer pro Stockwerk. Sehr voll kam es mir nicht vor. Aber von verteilen konnte nicht die Rede sein.
      Wenigstens waren die anderen 4 nette Leute aus Frankreich und England. =)

      Liebe Grüße,
      Sarah =)

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