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Sonntag, 21. Januar 2018

Den Sommer einfangen und konservieren II

Vor einigen Jahren hab ich Euch schon mal meine selbst eingelegten und eingekochten Vorräte gezeigt
Damals war es schon viel, aber nun ist es noch mehr geworden.
Ich hätte ja nicht unbedingt erwartet, dass ich mit Kind noch mehr schaffe, als die Jahre zuvor, aber mit ein wenig Organisation und aber auch Spontanität geht das echt gut.
Wie damals verlinke ich die Rezepte unter den jeweiligen Bildern, falls es schon verbloggt ist.

Wundert Euch nicht über die Umgebung der Gläser. :-D Wir wohnen in einem sehr alten Haus und der Keller ist alles andere als hübsch und bisher nicht richtig ausgebaut, bzw so alt, dass einiges bröckelt. Irgendwann muss da mal was gemacht werden. Vorerst stehen aber wichtigere Dinge am und ums Haus an.


Von links nach rechts: eingeweckte Pfirsiche. Dieses Jahr einfach nur in Wasser, also ohne Zucker. Hält sich bisher wunderbar. In den ganz kleinen Gläsern ist zuckerfreies Brombeermus. Nicht verbloggt, da es erstmal ein Test war, zwecks Haltbarkeit. Daneben dann einige Gläser Karottenwürfel, -stifte und -scheiben. Unter den Karotten rechts sehe ich noch ein Glas Baked Beans. Daneben mein erster Versuch Mais einzukochen. Nun kommen die Essig- und Sandwichgurken nach diesem Rezept, welches inzwischen unser Standart-Rezept ist. Ganz rechts im Eck steht Weintraubensaft.

Ganz links steht ohne Zucker eingewecktes Birnenmus.
Der rote Inhalt in den nächsten Gläsern sind Rote Beten nach diesem Rezept. Dann folgen Massen an kleinen Gläsern Tomatenmark, Tomatensoße, scharfe Tomatenpaste, Suga al diavoloAuberginen Chili Tomaten Zucchini Confit und ganz viele Gläser stückige Tomaten in eigenem Saft

Da oben nicht alles Platz hatte, mussten ein paar Flaschen und Gläser provisorisch hierhin ausweichen. Tomatenketchup und Gemüsebrühe, die ich schon lange aus Gemüseresten mache, aber bisher nicht verbloggt habe. Das kommt bestimmt noch.

Nun kommen wir zu den Altbeständen: Quitten Relish, brauchen wir höchst selten. Daneben stapeln sich Eingelegte Zucchini im Curry- und Honigsud. Die gingen schon weg wie nichts, momentan eher nicht, das kommt wieder. Dann gibt es noch ein einziges Glas Rote Bete aus dem Vorsommer. Es folg Kürbis in Ingwersirup. Schmeckt uns nicht, aber einigen Leuten im Freundeskreis um so mehr. Praktisches Mitbringsel! Ganz rechts ein letztes Glas Cocktailtomaten mit Honig in Essig.

Eingekochte Bohnen und Chilibohnen, ein letztes Glas Essiggurken vom Vorjahr, dahinter Physalis-Chutney und Jaltomaten-Physalis-Chutney, dann ein paar letzte eingekochte Tomaten. Die lasse ich auslaufen, die stückigen Tomaten in eigenem Saft sind wesentlich praktischer! Das Glas Tomatensoße ist doch kein altes, stelle ich gerade fest. Ganz rechts stehen eingekochte Paprika. Auch äußerst praktisch zum kochen im Winter.

Hier steht einiges durcheinander. Ganz hinten links, im Glas mit dem weißen Deckel sind Chili-Ringli, sehr lecker! Und darf nie ausgehen! Davor stehen einige Dinge die wir geschenkt bekommen haben, wie die Aprikosen-Chili-Paste, eine Art Feigen-Balsamico-Paste zu Käse und eingelegter Kürbis. Hinter dem Kürbis stehen Bärlauch-Kapern. Ein paar Gläser Ketchup und Rhabarber-Chutney mit Chili und IngwerJalapeno Hot SauceSalsa verdeHot Zucchini Salsa und ganz rechts steht Ajvar

Quittengelee, Nektarinen in Zuckerlösung, eingeweckte Mirabellen, Weintrauben-Vanille-Gelee, Rotes Johannisbeergelee, MirabellengeleeGeröstete Rhabarbermarmelade und Apfelmus ohne Zucker aus diesem Jahr.

Das waren nun die Gläser. Einiges schlummert im kleinen Gefrierschrank. Der ist wirklich klein und immer voll. Zudem lagern im Keller noch viele Kartoffeln, ein letzter Kürbis und Knoblauch. Die Zwiebeln sind leider schon aufgebraucht und werden zugekauft, da war die Ernte nicht soooo berauschend. Eimerweise Honig ist eingelagert, wovon wir selber aber nur wenig verbrauchen. Es wird fast alles verkauft.

Die Liköre hab ich nun vergessen fällt mir gerade ein und ein paar Fläschchen Sirup. Bei den Likören hab ich allerdings gerade nicht so den Überblick, da ich schon lange nichts mehr davon getrunken habe. Auf Grund der Schwangerschaft und Stillzeit. An Sirup haben wir inzwischen ein kleines Standartsortimen: Lavendel, Erdbeer und Rhabarber-Vanille.

Sonntag, 22. Oktober 2017

Karottenwürfel, -scheiben, -stifte einkochen

Vor zwei Jahren hab ich bereits Karotten eingekocht. Damals war die Ernte von der Stückzahl her zwar gut, aber die Karotten waren eher klein. Daher hab ich sie damals als Ganzes eingekocht. Ging gut, war dann aber doch nicht so praktisch.
Da dieses Jahr ein ausgesprochen gutes Karottenjahr ist, hab ich in den letzten Wochen immer mal wieder wenn Zeit war Karotten gewürfelt, in Scheibchen geschnitten und gestiftet eingekocht. Man hat durch das Karotten waschen, schälen und schneiden natürlich recht viel Aufwand. Wenn man aber Bedenkt, dass man beim Kochen später/im Winter nichts mehr schneiden muss und alles vorbereitet zur Verfügung hat, dann mach ich das echt gerne!


Karottenwürfel, -scheiben, -stifte einkochen


Karotten
Twist off Gläser/Weck-Gläser+Zubehör
Wasser
evtl Salz

Zuerst die Gläser vorbereiten. Mit heißem Wasser ausspülen und im Backofen bei 120°C für 15 Minuten trocknen/sterilisieren. Für Weck-Gläser die Gummi-Ringe in einem Topf Wasser 10 Minuten auskochen.
Karotten gut waschen, großzügig schälen und in die gewünschte Form bringen. Sprich würfeln, in Scheiben oder Stifte schneiden. Gleich in einen Topf mit Wasser legen. Anschließend die Karotten aufkochen und 5 Minuten köcheln lassen. Abgießen und abtropfen lassen. 
Die Karotten auf die Gläser verteilen, evtl eine Prise Salz in jedes Glas geben und mit kochendem Wasser bis 1cm unter den Rand auffüllen. Gläser verschließen und in den Einwecktopf stellen.
90 Minuten bei 98°C einkochen.
Nach der Zeit die Gläser gleich aus dem Topf nehmen und schnell abkühlen lassen.

Sonntag, 15. Oktober 2017

Apfelmus ohne Zucker

Eigentlich ein total popliges Rezept. Aber ganz ehrlich: Ich hab das erste Mal Apfelmus gemacht. Denn ich vertrage Äpfel nicht. Nun mag das Kind Apfelmus aber doch ganz gerne, bzw. kann man recht viel damit anstellen. Daher hab ich nun einige Gläser eingekocht. Immerhin hingen an den Bäumen auf der Streuobstwiese meiner Großeltern trotz spätem Frost unerwartet viele Äpfel.

Da das Mus für das Kind verwendet wird, hab ich einfach mal den Zucker weg gelassen. Noch soll sie Lebensmittel so kennen lernen, wie sie wirklich schmecken.

Apfelmus

3kg Äpfel
300ml Wasser

Die Äpfel vierteln, das Kerngehäuse, den Stiel und die Blüte entfernen. Mit dem Wasser in einen Topf geben, aufkochen und weiter köcheln lassen bis die Äpfel zerfallen. Durch die Flotte Lotte drehen, das Mus in sterile Gläser geben und 30 Minuten bei 90°C einkochen.

Sonntag, 24. September 2017

Scharfe Tomatenpaste

Diese Tomatenpaste von Petra musste ich einfach nachbauen. Es las sich einfach zu interessant mit den Aprikosen und dem Anis. Pur mag ich beides nicht unbedingt sehr gerne, aber in dieser Paste passt es einfach!
Ein interessant süß-scharf-tomatiger Geschmack.
Ich hab übrigens vergessen meine Tomaten zu häuten und entkernen. Ja, das kann passieren. :-D
Eigentlich wollte ich die Tomaten kurz im Topf kochen und durch die Flotte Lotte passieren. Allerdings hatte ich dann versehentlich schon alle anderen Zutaten mit in den Topf geworfen. Gut püriert ist von der Tomatenhaut allerdings so gut wie nichts zu merken. Die Kerne merkt man allerdings schon, stören uns aber gar nicht.


Scharfe Tomatenpaste

500g Tomaten
1 rote Zwiebel
80g getrocknete Aprikosen
½TL Anissamen
125ml Olivenöl
1½TL Chili gepulvert 
Salz
Pfeffer

Die Tomaten entweder entstielen, kurz kochen, durch die Flotte Lotte passieren oder häuten, entkernen und würfeln. Die Zwiebeln schälen und grob würfeln, die Aprikosen ebenfalls grob zerkleinern. Nun Tomatenwürfel, Zwiebel, Aprikosenstücke, Anis, gemahlene Chilis und Olivenöl in einem Topf mischen und abgedeckt 4-5 Stunden ziehen lassen. 

Anschließend den Topf auf dem Herd erhitzen, ein halbe Stunde köcheln lassen, immer wieder mal umrühren. Mit Salz und Pfeffer würzen, fein pürieren und abschmecken.
Heiß in sterile Gläser abfüllen.
Zur längeren Haltbarkein 30 Minuten bei 90°C einkochen.

Sonntag, 17. September 2017

Suga al diavolo

Ich hab noch so einige Tomaten-Rezepte, die ich eigentlich gerne bloggen würde bevor die Saison vorbei ist. Aber das werde ich vermutlich nicht mehr schaffen!
Heute fange ich (mach ich weiter) mit einer scharfen Tomatensoße an, die echt lecker wurde. Die Schärfe kann jeder selbst regulieren, in dem er mehr oder weniger scharfe Chilischoten verwendet. 
Ich habe eine Habanero und eine Piri Piri verwendet. Für unseren Gaumen ist das die perfekte Schärfe, wobei man die Habanero schon sehr deutlich heraus schmeckt. Nicht jeder mag den Geschmack der Habanero.
Entdeckt hatte ich das Rezept schon vor etwa 3 Jahren in dem Heft "Weck Land Journal", was ich mal geschenkt bekommen habe. Manchmal dauert es einfach lang. Schade eigentlich, denn durch die Kräuter schmeckt die Soße echt lecker.


Suga al diavolo

1kg Tomaten

Mein Stift scheint den Geist aufzugeben =/
120g Möhren
100g Zwiebeln
2 Knoblauchzehen
2 Chilischoten (1 Habanero, 1 Piri Piri)
4EL Olivenöl
1 Zweig Petersilie
1 Zweig Minze
5 Salbeiblätter
1 Lorbeerblatt
10 weisse Pfefferkörner
1TL (Tomaten)essig
50ml Weißwein
Salz
Pfeffer aus der Mühle

Alles Gemüse würfeln.

Zwiebel und Knoblauch im Öl andünsten. Die restlichen Zutaten hinzugeben, aufkochen und weiter köcheln lassen. Durch ein Sieb passieren, pürieren oder durch die Flotte Lotte drehen, in den Topf zurück geben und dicklich einkochen lassen. Anschließend in sterile Gläser geben und bei 100°C für 90 Minuten einkochen.

Mittwoch, 13. September 2017

Ratatouille einwecken

Die Verwertung der Ernte läuft auf Hochtouren!
Da unser Ratatouille-Vorrat aufgebraucht ist und sich hier die Zucchini und Auberginen stapeln, beschloss ich welches einzukochen. Hier im Blog wollte ich nachschauen, wie lange und wie heiß ich es eingeweckt hatte und musste feststellen, dass ich es vor zwei Jahren gar nicht verbloggt hatte. Dabei war ich mir ganz sicher. Immerhin wusste ich noch sehr sicher, dass ich ziemlich zeitgleich Letscho eingekocht habe. Da beides bei gleicher Temperatur und gleich lange eingeweckt wird, hab ich halt dort nachgeschaut.
Der Vorrat hatte demnach 2 Jahre gereicht! Eigentlich benötigen wir es nur für ein schnelles Essen im Winter. Im Sommer wird Ratatouille einfach frisch mit der Ernte aus dem Garten gemacht. Am liebsten mit Polentaschnitten nach diesem Rezept

In der Zwischenzeit habe ich gelesen, dass Ratatouille auf Grund der Zwiebeln 60 Minuten eingeweckt werden sollte, wenn diese nicht gut durchgekocht sind. 
Da dieses Ratatouille gekocht wird bis die Soße dicklich wird, würde ich behaupten, dass das mit 30 Minuten passt Zumindest ist mir in den 2 Jahren kein einziges Glas schlecht geworden!


Ratatouille

6 rote und/oder gelbe Paprika
6 Aubergine
6 Zucchini
6 Zwiebeln, fein gewürfelt
6 Knoblauchzehe, fein gewürfelt
Olivenöl 
1/2 TL Zucker
18 mittelgroße Tomaten
6 Zweig Rosmarin
6 Zweig Thymian
3EL weißer Balsamico
Salz
Pfeffer


Paprika, Aubergine und Zucchini fein würfeln. Das Gemüse in einer Pfanne ohne Öl nach und nach anbraten. Dabei das Gemüse immer wieder wenden. Am besten jedes Gemüse separat, jedes braucht unterschiedlich lang. Das angebratene Gemüse in einer großen Schüssel zwischenparken. Nebenbei die Tomaten würfeln und die Kräuter hacken.
Zwiebeln und Knoblauch mit dem Zucker in etwas Öl weich dünsten. Das angebratene Gemüse zugeben und kurz mitdünsten. Tomaten und Kräuter zufügen und so lange köcheln lassen bis die Soße dicklich ist.
Nun den Balsamico zur Ratatouille geben und mit Salz und Pfeffer abschmecken. 
Das Ratatouille in sterile Gläser bis 1cm unter den Rand füllen und 30 Minuten bei 90°C einwecken.

Diese Menge ergab bei uns ein leckeres Abendessen und 10 Weck-Sturz-Gläser á  370ml.
Dieses Rezept reiche ich beim "Blog-Event Konservieren" ein, welches gerade von Britta ausgerichtet wird.

Blog-Event CXXXIV - Konservieren (Einsendeschluss 15. September 2017)

Sonntag, 10. September 2017

Mais anbauen und einwecken

Nachdem der Anbau von Mais letztes Jahr so gut funktionierte, hab ich dieses Jahr ein paar Pflanzen mehr angebaut. Vor allem mit dem Ziel bis zur nächsten Ernte einen Vorrat anzulegen. 

Zuallererst hab ich im April die Pflanzen vorgezogen. Das mache ich am liebsten im Gewächshaus. Verwendet habe ich Rainbow Inka Mais von Dreschflegel. Mitte Mai hab ich die kleinen Pflanzen in die Beete gepflanzt. Eine Hälfte an den Rand der frischen Komposterde, zusammen mit Kürbissen und Sonnenblumen. Die andere Hälfte mitten ins Beet, gemeinsam mit Zucchini. Diese Pflanzkombinationen haben wunderbar gepasst und kennt man unter anderem schon von den Inkas, die Kürbisgewächse (z.B. Zucchini), Mais und Bohnen kombinieren.

Nun hab ich mich gefragt, wann die Kolben eigentlich erntereif sind. Letztes Jahr war ich ein wenig spät dran. Die Maiskörner waren schon etwas arg hart.


Kein typisch knallgelber Mais. Dafür bunter Inka-Mais.

Reif ist ein Maiskolben wenn der Maisbart trocknet und die Körner noch weich sind. Der Maisbart sind die "Haare" oben am Kolben. Wenn diese braun werden, also trocknen ist der Kolben sehr wahrscheinlich reif. Wenn man dann die Hüllblätter an der Spitze etwas weg macht, ein Maiskorn mit dem Fingernagel anritzen, das Korn weich ist und Milchsaft austritt, dann kann geerntet werden.

Die Haupterntezeit liegt zwischen Juli und September.
In meinem Garten war der Großteil der Kolben Ende August reif. Ein paar wenige Kolben sind nun noch am reifen.

Ich wollte den Mais einfach so wie er ist einkochen um später in der Verwendung so flexibel als möglich zu sein. Also quasi wie gekaufter Mais aus der Dose oder aus dem Glas. Aber ich wollte kleinere Mengen. Wir machen häufiger mal Pizza und ich brauche auf einer Pizza einfach Mais. Dann macht man ein Glas auf, braucht eine kleine Menge davon und hat einen Rest, der aufgebraucht werden muss. Ganz selten kippt mit der Inhalt dann und weg werfen mag ich einfach nicht! 

Mit einem Messer hab ich die Körner vom Kolben geschnitten. Wenn man die erste Reihe abschneidet, hat man natürlich auch halbierte Körner. Aber die nächsten Reihe kann man dann von der Seite her abschneiden, das geht recht gut. Die halbierten Körner fallen gar nicht so auf, wie man meint. Ich hatte anschließend sehr viel Maisbart in den Körnern. Ich hab die Körner ins Waschbecken gelegt, Wasser dazu laufen lassen und mit einem Sieb die oben schwimmenden Fäden abgeschöpft. Das ging sehr gut.

In einer Facebook-Einweck-Gruppe wurde darauf hingewiesen dass für das Einkochwasser ein Prise Zucker pro Glas, aber auf jeden Fall kein Salz verwendet werden soll, da die Körner davon hart werden. Ich habe meinem Mais einfach nur mit Wasser eingekocht. Das geht auch. Nun aber zum Rezept:


Mais einwecken

Twist off Gläser 
oder
Weck Gläser mit Deckel, Gummi und Klammern
Maiskolben
Wasser

Die Gläser mit heißem Wasser ausspülen und im Backofen für 15 Minuten bei 120°C sterilisieren. Die Gummiringe auskochen.
Mit einem Messer den Mais vom Kolben schneiden. Den Mais evtl "waschen", falls viel Maisbart dazwischen hängt und stört. Dazu in Wasser lesen und oben schwimmendes abschöpfen. Den Mais auf die Gläser verteilen und mit Wasser bis ca 1cm unter den Rand auffüllen. Die Gläser mit einem Deckel verschließen und 2 Stunden bei 100°C einkochen.
Anschließend aus dem Wasser nehmen, abkühlen lassen und testen ob die Gläser alle Vakuum gezogen haben.


Dieses Rezept reiche ich beim Blog Event "Konservieren" ein. Diesen Monat hat Britta die Ehre.

Blog-Event CXXXIV - Konservieren (Einsendeschluss 15. September 2017)

Sonntag, 20. August 2017

BBQ Sauce

Vor einiger Zeit entdeckte ich beim Stöbern in neuen Blogartikeln die BBQ-Sauce, sowie den BBQ-Rub im Kuriositätenladen.
Da M gerne Rubs zubereitet leitete ich ihm den Link zum Rezept per Mail weiter. Am darauffolgenden Wochenende hat er den Rub gleich gemischt und ausprobiert. Lecker war er!

Letztens wollte er dann Pulled Pork machen und schlug mir vor noch schnell die BBQ-Sauce zu köcheln. Gesagt - getan. Schnell ging es wirklich, sogar eigenes Ketchup war noch da und mega lecker war die Sauce auch noch!


An unserer Gartenparty war die Sauce dann der Renner und im Nu leer. Daher muss ich die Rezepte nun doch einfach verbloggen, auch wenn ich leider gar keine tollen Bilder habe. Sobald ich Nachschub herstelle, werd ich die Fotos austauschen. ;-)


BBQ-Rub


5g gelbes Senfpulver
30g Paprikapulver, edelsüß
20g grobes Meersalz
30g brauner Zucker
5g Kreuzkümmel
5g Piment d'Espelette
5g Pimenton de la vera 
1TL Zwiebelpulver

Alle Zutaten miteinander vermischen und in einem Schraubglas aufbewahren.

Die BBQ-Sauce befindet sich, wie wahrscheinlich ganz einfach klar erkennbar, in der Mitte. ;-)

BBQ-Sauce

400g Tomatenketchup
200g Wasser
75g Apfelessig
70g brauner Zucker
2TL BBQ-Rub, siehe weiter oben
1/4TL Cayennepfeffer
4TL Liquid Smoke 
etwas Salz

Ketchup, Wasser, Essig, Zucker, Pfeffer und den Rub in einem Topf verrühren, aufkochen und etwa eine Stunde vor sich hin köcheln lassen. Die Sauce sollte schön eingedickt sein. Nun mit Liquid Smoke und bei Bedarf Salz abschmecken. In sterile Gläser abfüllen und wenn es länger halten soll bei 90°C 30 Minuten einkochen.

Mittwoch, 16. August 2017

Sandwichgurken mit Sud nach Weck

Die letzten Jahre hab ich einige Rezepte für Essiggurken gepostet, zum Beispiel hier, hier, hier, hier, hier und hier.
Sie sind alle gut, aber die letzten Jahre hat sich ein Rezept herauskristallisiert, welches lecker, einfach und praktisch ist. 
Bisher hab ich es noch nicht mal gebloggt wie ich festgestellt habe und hole es hiermit nach. Ein wenig hab ich das Rezept natürlich abgeändert. Ich bin mir recht sicher, dass im Original kein Apfelessig verwendet wird. Ich persönlich mag ihn einfach am liebsten, da er schön mild schmeckt. 
Je nach Lust und Laune füge ich Knoblauch, Zwiebeln, Chilischoten,... hinzu oder auch nicht. Mittlerweile machen wir die Essiggurken auch überwiegend als Sandwichgurken, also in Scheiben geschnitten ein. Wir benötigen es so einfach am häufigsten.


Essiggurken nach Weck

Einlegegurken

Sud, pro Glas:
105ml Essig
195ml Wasser
1TL Zucker 
1TL Salz

pro Glas:
1EL gelbe Senfsamen
1EL schwarze Senfsamen
1 Korn Piment
1 Lorbeerblatt
5 schwarze Pfefferkörner
5 weiße Pfefferkörner
evtl. 1 Chilischote
evtl 1/2 Zwiebel
evtl. 2 Knoblauchzehen

Am Vortag die Einlegegurken waschen und mit einer Gemüsebürste oder einem Schwamm abrubbeln. Mit einem Zahnstocher rundherum einstechen, den Stiel und den Blütenansatz entfernen und in eine Schüssel mit Salzwasser legen. Diese Schüssel über Nacht in den Kühlschrank stellen.
Am nächsten Tag die Gläser mit heißem Wasser ausspülen und im Backofen bei 120°C 15 Minuten sterilisieren. Wer Weck-Gläser verwendet kocht die Gummiringe 10 Minuten aus.
Entweder die Gurken in Scheiben schneiden oder so wie sie sind in die Gläser schichten und stapeln. Die übrigen Zutaten zugeben, wie Senfsamen, Pfeffer, usw.
Für den Sud den Essig, das Wasser, Zucker und Salz in einen Topf geben, aufkochen und über die Gurken in die Gläser füllen. Mindestens bis 1cm unter den Rand. Mit dem Deckel verschließen und bei 90°C 30 Minuten einwecken.

Freitag, 16. September 2016

Stückige Tomaten in eigenem Saft einkochen

Letztes Jahr hatte ich eine unglaubliche Tomatenernte und Massen an verschiedenen Soßen eingekocht. Ebenso hab ich einfach geschälte Tomaten eingeweckt und Massen an Tomaten getrocknet
Da wir noch Massen an Soße haben, hatte ich im Frühjahr schon beschlossen, ein paar weniger Pflanzen anzubauen, weniger Soße einzukochen, dafür aber geschälte Tomaten einzuwecken und zu trocknen. 
Die Vorräte sind nun eigentlich schon wieder gut aufgestockt und ich war am überlegen, was ich denn noch neues ausprobieren könnte.
Schon seit letztem Jahr denke ich darüber nach stückige Tomaten einzukochen, wie man das aus den Dosen kennt. Im Weck-Einkochbuch gibt es dazu aber leider kein Rezept. Letztes stolperte ich dann in einer Facebook-Einkochgruppe über den Beitrag einer Person, die stückige Tomaten einkocht. Und zwar nicht aufgefüllt mit Wasser, sondern in eigenem Saft. Das hat natürlich sofort mein Interesse geweckt und ich hab die nächsten mehreren Kilo Tomaten stückig getrocknet.
Das Ergebnis ist zwar nicht sonderlich hübsch, wie ich finde, aber sehr lecker.
Bei mir ist das Ergebnis auch nie einfach nur rot, was daran liegt, dass ich auch viele Tomaten anbaue, die in allen möglichen Farben abreifen, wie gelb, orange, grün. Das ergibt immer eine ungewöhnliche, tomatenuntypisch, unrote Farbe im Glas. 
Aber einfachen puren und unverfälschten Tomatengeschmack:


Stückige Tomaten in eigenem Saft einkochen

Tomaten
Salz
Twist off Gläser oder
Weck Gläser mit Deckel, Gummi und Klammern
Einkochtopf

Die Gläser und Deckel mit heißem Wasser ausspülen und im Backofen bei 120°C 15 Minuten trocknen, bzw. sterilisieren. Die Gummiringe in einem Topf mit Wasser auskochen.
Einen Topf Wasser aufkochen. Währenddessen die Tomaten leicht kreuzweise einschneiden. In den Topf mit kochendem Wasser geben. Wenn sich die Haut aufrollt, die Tomaten aus dem Topf holen und abkühlen lassen. Die Schale abziehen, die Tomaten würfeln und in eine Schüssel geben. Wenn alle Tomaten geschält und gewürfelt sind, die Tomatenstücke auf die Gläser verteilen. Die Gläser maximal zu 3/4 befüllen. In jedes Glas eine Prise Salz geben. Die Gläser gut verschließen und in den Einkochtopf stellen. Den Einkochtopf mit Wasser befüllen. Bis ca. 1cm unterhalb des am höchsten stehenden Glases. Nun wird eingekocht.
100°C - 60 Minuten

Mittwoch, 18. November 2015

Karotten einkochen

Vor einigen Wochen inspizierte ich etwas genauer als sonst meine Hochbeete. Beziehungsweise fiel mir im vorbeigehen auf, dass die Erde stark abgesunken ist. Da ich sehr viel grobes Material, wie Baumschnitt, Laub und Rasen verwendet hatte, ist das völlig normal. Allerdings hatte ich in zweien Karotten gesät. Die waren auch schön aufgegangen. Durch die allerdings nicht mehr wirklich vorhandene Tiefe, wurden die Möhren sehr kurz und teilweise sehr dick.
Da ich gerade frisches Material zum Auffüllen hatte, wie gehäckselter Rückschnitt von Herbsthimeeren, Blühfenchel, usw., beschloss ich kurzerhand alles abzuernten, die Erde rauszuschaufeln und aufzufüllen.



Für die kurzen Karotten hatte ich auch sofort eine Verwendung im Sinn. Einkochen! Anfang Sommer hatte ich schon einige Gläser Erbsen eingekocht und beides kombiniert esse ich eigentlich ganz gerne. Nebenbei fragte ich mich, wie das zeitlich klappen soll, Erbsen und Karotten gemeinsam einzukochen. Die Erbsen sind ja um einiges früher dran. Zwar könnte man nach der Ernte nochmal säen, aber bei mir wurde die zweite Aussaat noch nie was. Und Karotten hab ich gewöhnlich so früh auch noch keine.
Egal, getrennt einkochen geht natürlich genau so.

Bei den Bildern bitte nicht wundern. Ich baue Karotten in allen Farben an. Was man auf den Bildern nicht sieht, sind die weißen und lila Karotten. Meine lila Version verliert allerdings beim Kochen die Farbe und wird orange.


Karotten einkochen

Karotten
Wasser
Salz
Gläser und Deckel
Gummiringe und Klammern



Die Gläser und Deckel heiß ausspülen und im Backofen für 15 Minuten bei 120°C trocknen. Die Gummiringe in einem Topf Wasser für 10 Minuten auskochen.
Die Karotten gut waschen, das Grün abschneiden und großzügig schälen Falls die Karotten sehr dick sein sollten, nach eigenem Gefühl der Länge nach halbieren oder sogar vierteln.  Gleich in einen Topf Wasser geben. Den Topf erhitzen und für 5 Minuten köcheln lassen. Abgießen und kalt abschrecken. Auf die Gläser verteilen, eine Prise Salz dazugeben und mit heißen Wasser bis 1cm unter den Rand übergießen. Mit Deckel und Gummiring verschließen und für 120Minuten bei 100°C einkochen.
Anschließend die Gläser gleich aus dem Einkochtopf nehmen, vollständig abkühlen lassen, Klammern entfernen und testen ob alle Deckel geschlossen bleiben.

Donnerstag, 12. November 2015

Tomatenmark

Bis Ende letzter Woche hatte ich meine Tomatenpflanzen noch immer in den Eimern an der Hauswand stehen. Da ich ausnahmsweise gerade etwas mehr Zeit hatte als sonst, hab ich alle Pflanzen abgeerntet und auf dem Kompost entsorgt. 
Die noch grünen Tomaten liegen nun auf der Fensterbank. Die Hälfte ist schon nachgereift. Die rot geernteten Tomaten hab ich spontan zu Tomatenmark verarbeitet. Da ich keine flotte Lotte habe, war das mehr Arbeit als gedacht. Hat sich aber gelohnt und die Ausbeute empfinde ich als gar nicht so schlecht!
Aus 1,7kg Tomaten wurden 8 kleine Gläschen wie man die auf dem Foto sieht.


Die Farbe vom Mark ist nicht wie gewohnt knallrot. Das liegt daran, dass ich Tomaten in allen Farben verwendet hab. Von grünen Zebratomaten, über orangene Ochsenherz und gelb abreifende Tomaten.

Tomatenmark einkochen

Tomaten
Salz
Twist-off-Gläser oder
Weck-Gläser mit Gummiring und Klammern
Einkochtopf


Einen Topf Wasser aufkochen. Währenddessen die Tomaten kreuzweise einschneiden und kurz in das Wasser geben. Wenn sich die Haut aufrollt, die Tomaten herausnehmen, abkühlen lassen und schälen. Nun die geschälten Tomaten halbieren und entkernen. Die restliche Tomate in eine Auflaufform geben und etwas salzen.
Den Backofen vorheizen. Umluft und auf über 100°C, damit der Saft auch verdunstet. Ich glaub ich hatte den Ofen auf etwa 160°C geheizt. Die Auflaufform in den Ofen schieben. Gelegentlich mit einem Löffel umrühren und die Backofentür öffnen um die Feuchtigkeit raus zu lassen.
Die Tomaten gut im Auge behalten, damit nichts anbrennt. Je nach Wassergehalt der Tomaten dauert es länger oder kürzer. Wenn die Konsistenz der eigenen Vorstellung entspricht, kann man die Form aus dem Ofen nehmen. Man sollte bedenken, dass das Mark beim abkühlen noch fester wird.
Anschließend die Tomaten fein pürieren.
Die Gläser mit heißem Wasser ausspülen und im Backofen mit der restlichen Hitze trocknen. Die Temperatur sollte noch bei über 100°C liegen.
Die Gummiringe für 10 Minuten in einem Topf in Wasser auskochen.
Das Mark in die Gläser geben, verschließen und bei 90°C für 20 Minuten einkochen.

Dienstag, 10. November 2015

Quitten-Relish

Dieses Jahr war/ist ein sehr gutes Quittenjahr. Zumindest hab ich bisher nichts gegenteiliges gehört. Ich selbst besitze keinen Quittenbaum (nur ein Quittenstämmchen, welches bisher nichts abwirft), was auch nicht schlimm ist, denn ich kenne keinen Quittenbaumbesitzer der nicht jedes Jahr über die Masse an Quitten stöhnt. Auch wenn grad kein Quittenjahr ist. Keiner kann alle Quitten verarbeiten und verschenken. Irgendwie schade drum!
Mein Opa hat ein paar Anlaufstellen, die sich immer freuen, wenn er kommt und Quitten mitnimmt. Und jedes Jahr bringt er mir etliche Kilo mit.


Letztes Jahr stolperte ich im Heftchen "Weck Landjournal 5/14" über ein Quitten-Relish. Das speicherte ich mir damals ab, kam aber nicht mehr dazu, es zu machen. Als ich vor einigen Wochen mal wieder meine Rezepte nach Quitten durchstöberte, blieb ich mal wieder am Relish hängen und dachte, nun muss ich das aber endlich mal ausprobieren.
Gedacht - getan... hab ich nun ein wunderbar fruchtiges, süßes und leicht saures Relish, das herrlich duftet!

Ich denke, das Einkochen ist nicht unbedingt notwenig. Heiß abgefüllt, sollte das Relish eine ganze Weile haltbar sein. Je nach Menge, die man macht, lohnt sich das Einkochen aber doch, da es die Haltbarkeit doch nochmal gut verlängert.

Quitten-Relish

4-5 Weck-Gläser á 290ml
250g rote Zwiebeln
1kg Quitten
60g Rohrzucker
1EL gelbe Senfkörner
300ml Weisswein
100ml Weißessig
1 mittelscharfe Chilischote
Salz
Pfeffer

Zwiebeln klein würfeln. Quitten durch abreiben vom Flaum befreien. Großzügig schälen, anschließend vierteln. Kerngehäuse, Stiel und Blütenansatz entfernen. Bitte nichts von allem in den Abfall oder auf den Kompost werden. Unbedingt diesen Likör ansetzten! =)
In sehr kleine Würfel schneiden. Rohrzucker in einem großen Topf karamellisieren. Zwiebel und Quitten zugeben, sowie die Senfkörner.
Mit Weisswein und Essig ablöschen. Aufochen und 10 Minuten köcheln lassen. Chilischote halbieren, Samen entfernen und in feine Würfel schneiden. Zugeben und 5 Minuten köcheln lassen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.
In ausgekochte Gläser geben und bei 90°C 30 Minuten einkochen.

Dienstag, 15. September 2015

Pfirsiche einwecken

Da hab ich letztens noch gejammert, dass dieses Jahr aus meinen Pfirsichen gar nichts wird. Die Pfirsiche sind und bleiben klein und ewig hart! Von einem Tag auf den anderen waren sie dann plötzlich weich! Und viele von Wespen angefressen.
Schnell hab alle Pfirsiche gerettet. Das waren dann aber doch einige mehr als erwartet und mir kam die Idee einen Teil davon einzuwecken.
Das Weck-Buch empfiehlt die Pfirsiche zu schälen, da die Schale wohl gelegentlich bitter sein kann und dies dann auf das Fruchtfleisch über geht. Ganz einfach geht das Schälen wohl, in dem man die Früchte erst in kochendes und anschließend in kaltes Wasser legt. Ich hab darauf verzichtet und gleich mit einem Messer geschält. Ich fand, das geht auch sehr gut und schnell. Die Früchte werden halbiert in die Gläser gestapelt und mit einer 1:1 Zucker:Wasser-Lösung bis 1cm unter den Rand aufgegossen. Wer die Pfirsiche später ungesüßt weiter verarbeiten möchte, kann sie auch einfach nur in Wasser einkochen, das geht auch.

Ich freu mich schon im Winter unseren obligatorischen Joghurt mit Pfirsich-Stückchen zu genießen. =)

Pfirsiche einwecken

Gläser mit Gummiring, Deckel und Klammern
Einkochtopf
Wasser
Pfirsiche
Zuckerwasser 1:1

Die Gläser und Deckel mit heißem Wasser ausspülen und im vorgeheizten Backofen bei 120°C Umluft für 15 Minuten sterilisieren und trocknen. Die Gummiringe in einem Topf mit Wasser für 10 bis 15 Minuten auskochen.
Die Pfirsiche schälen, auf welche Art auch immer. Das steht oben im Text beschrieben. Anschließend die Pfirsiche halbieren, entkernen und in die Gläser schichten. Das Zuckerwasser ansetzten und kochen bis der Zucker sich aufgelöst hat. Heiß über die Pfirsiche gießen, bis ca. 1cm unter den Rand. Deckel mit Gummiringen aufsetzten und mit den Klammern fixieren.
Die Gläser in den Einkochtopf stellen, mit Wasser mindestens bis unterhalb des Randes der größten Glases auffüllen und bei 90°C für 30 Minuten einkochen. Nach der halben Stunde die Gläser aus dem heißen Wasser holen. Wenn die Gläser kalt sind, die Klammern entfernen und testen, ob alle Deckel fest schließen.

Mittwoch, 9. September 2015

Himbeersaft - dampfentsaftet

Die Himbeerernte hatte im Sommer sehr gut begonnen. Täglich konnten wir eine ganze Schale voll ernten und genießen!
Auf Grund der Hitze war das dann ganz plötzlich vorbei. Die Beeren vertrockneten an den Pflanzen. 
Als dann die Herbsthimbeeren zu blühen begannen war es noch immer heiß und trocken. Folglich gibt es nun gar keine Ernte.

In der Nähe meiner Großeltern hat der Landwirt des Dorfes einige Felder. Auf einem davon stehen drei sehr lange Reihen mit Herbsthimbeeren. Und diese Pflanzen hingen über und über voll mit Beeren. Meine Großeltern fragten den Landwirt wie er das gemacht hat. Ganz in der Nähe des Feldes, am Waldrand, fließt ein kleiner Bach, schön im Schatten, der den ganzen Sommer nicht ausgetrocknet ist, wie so viele andere. Der Landwirt hatte die Möglichkeit die Himbeeren mit Wasser aus diesem kleinen Bach zu wässern und hat nun eine mega Ernte! Da er momentan nur den Ertrag von zwei Reihen verkaufen kann, schlug er meinen Großeltern vor, sich an der dritten Reihe zu bedienen, weil es ja schade wäre, alles schlecht werden zu lassen.
Sowas lässt sich mein Opa natürlich nicht zwei Mal sagen und hat inzwischen schon mehrere Kilo gesammelt.

Viel hab ich eingefroren und einen Teil davon wollte ich entsaften.
Der Saft schmeckt schön himbeerig und braucht nicht arg mit Wasser verdünnt zu werden. Zumindest mag ich es so am liebsten. =)

Himbeersaft kann man natürlich auch ohne Entsafter herstellen. Wie wird unten im Rezept erklärt.

Ach und übrigens: Die entsafteten Himbeeren konnte ich einfach nicht weg schmeißen! Ich hatte vor dem Entsaften ca. 2,3kg Himbeeren und hab den "Rest" in zwei 1l Gläser mit breitem Hals verteilt und mit insgesamt 0,7l Wodka aufgefüllt. Das bleibt nun eine Weile am Fenster stehen und bald sollte ein leckerer Likör entstanden sein. =)


Himbeersaft - dampfentsaftet

Dampfentsafter (z.B. Weck-Topf+Entsafteraufsatz)
Flaschen und Deckel(+Gummiringe+Klammern)
6l Wasser, mindestens
Himbeeren
50g Zucker je 1kg Himbeeren

In den Weck-Topf mindestens 6 Liter Wasser geben, den Entsafter Aufsatz aufsetzten und die Himbeeren hineingeben. Den Zucker darüberstreuen und den Deckel aufsetzten. Nun den Einkochautomaten auf "Entsaften" stellen und abwarten. Sobald das Wasser zu kochen beginnt, dauert es etwa 30 Minuten bis die Himbeeren vollständig entsaftet sind. In der Zwischenzeit die Flaschen sterilisieren, in dem sie erst mit heißem Wasser ausgespült und anschließend bei 120°C 15 Minuten im Backofen getrocknet werden. Nun kann der Saft in die Flaschen gefüllt werden, mit einem Deckel verschließen und abkühlen lassen. Bzw. mit Glasdeckel, Gummiring und Klammern verschließen. 

Wer keinen Entsafter hat füllt 1cm hoch Wasser in einen Topf und gibt die Himbeeren und den Zucker hinein. Deckel auf den Topf und den Herd einschalten. Wenn das Wasser kocht, kann man es leicht vor sich hin simmern lassen bis die Beeren alle zusammengefallen sind. Dann wird das Ganze durch ein Sieb, das mit einem Mulltuch ausgelegt wurde, abgesiebt und der Saft aufgefangen. Den Saft gibt man wieder in den Topf, kocht ihn nochmal auf und füllt ihn in Flaschen ab.

Freitag, 21. August 2015

Paprika einwecken

Paprika hab ich in diesem Jahr wieder in Massen!
Auch hab ich wieder neue Sorten ausprobiert, die mir sehr gut gefallen. Zu den angebauten Sorten gibt es in den nächsten Tagen noch mehr.

So ganz prinzipiell hatte ich mir in diesem Jahr vorgenommen, weniger einzugefrieren und mehr einzuwecken. Wir haben nämlich nur eine ganz kleine Gefriertruhe und die ist inzwischen aus anderen Gründen auch schon voll.

Für unser im Winter geliebtes Gulasch hab ich dann doch noch ein kleines bisschen Platz gefunden und schon einige Portionen Paprika eingefroren. Nun wollte ich aber noch das Einwecken ausprobieren.
Im Weck-Buch wird empfohlen Essigwasser zu verwenden. Da ich aber lieber Paprika auf Vorrat haben wollte, die nach Paprika und nicht nach Essig schmecken, hab ich einfach nur Wasser und eine Prise Salz verwendet.

Wenn ich Paprika haben möchte, die sauer schmecken, dann mach ich sie nach diesem Rezept.  

Also dicke Empfehlung! Mir gefällt das Ergebnis!

Paprika einwecken

Einweckgläser plus Zubehör wie Deckel, Gummiringe, und Klammern
oder 
Twist-off Gläser 
Paprika
Wasser
Salz
Einkochtopf

Die Einweckgläser oder Twist-off Gläser mit heißem Wasser ausspülen und anschließend im vorgeheizten Backofen bei 120°C für 15 Minuten sterilisieren.
Währenddessen die Paprika in Stücke schneiden (je nach gewünschter Größe).
Paprikastücke in die Gläser schichten. Eine Prise Salz in jedes Glas geben, mit kochendem Wasser bis 1cm unter den Rand auffüllen. Mit dem Deckel verschließen und in den Einkochtopf stellen. Den Topf mit Wasser auffüllen, bis mindestens 1cm unterhalb des größten Glases.
30 Minuten bei 90°C einkochen. Die 30 Minuten gelten ab dem Zeitpunkt, wenn das Wasser die 90°C erreicht hat.
 

Montag, 3. August 2015

Hausgemachte Gewürzgurken

Meine Gurken-Pflanzen, also die kleinen Einlegegurken, produzieren dieses Jahr wieder richtig fleissig. Die letzten Wochen kamen schon einige Gläser zusammen. Unter anderem die Knoblauch-Gurken, als auch die Chili-Gurken, die momentan auch hier im Blog sehr beliebt sind.
Trotz dieser seit Jahren erprobten und beliebten Rezepte, probier ich immer gern neue Rezepte aus.

Dieses Mal hab ich mir ein Rezept geschnappt, dass schon durch diverse Blog's ging. Gespeichert hatte ich es mir von Anikó und ursprünglich kam es aus "Deutschland vegetarisch".

Hmm, die Gurken sind wirklich lecker!
Eingekocht hab ich sie bisher aber noch nicht! Für ein, zwei Gläser lohnt sich das nicht. Ich sammel immer über einige Wochen, bis ich mindestens eine Etage im Weck-Topf voll bekomme und koche dann alle Essiggurken zusammen ein.
Am Rezept hab ich eigentlich nur abgeändert, dass ich die Gurken über Nacht in Salzwasser ziehen lasse. Da ich die Gurken die Woche über sammle, ist die eine oder andere manchmal schon ein bisschen "latschig".


Hausgemachte Gewürzgurken

4 Gläser à 500ml
1kg Einlegegurken
150g weiße Zwiebeln
200ml Weißweinessig
100ml Weißwein
400ml Wasser
1EL Salz
100g Zucker
8 Wacholderbeeren
8 Pimentkörner
1TL Senfsamen, gelb und schwarz
4 Lorbeerblätter
8 Zweige Dill
4 Zweige Bohnenkraut

Am Abend zuvor die Gurken waschen, abbürsten und mit einem Zahnstocher rundherum einstechen. Eine Schüssel mit Wasser füllen, Salz darin auflösen und die Gurken zugeben. Über Nacht im Kühlschrank ziehen lassen.
Am nächsten Tag die Gläser mit kochendem Wasser ausspülen und im Backofen für 15 Minuten bei 120°C sterilisieren.
In der Zwischenzeit die Zwiebeln häuten und in feine Scheiben schneiden.
Essig, Weißwein, Wasser, Salz und Zucker in einen Topf geben und aufkochen.
Die Gurken mit den Zwiebeln in die Gläser schichten und die Gewürze (Wacholderbeeren, Piment, Senfsamen, Lorbeerblätter, Dill und Bohnenkraut) auf die Gläser verteilen.
Den heißen Sud auf die Gläser verteilen und mit dem Deckel gut verschließen.
Wer im Backofen einkochen möchte, heizt den Ofen nun auf 175°C Ober-/Unterhitze.
Die Gläser in eine größere Auflaufform stellen, so dass sie sich nicht berühren, die Auflaufform samt Gläser auf die erste Stufe in den Ofen stellen. Dann etwa 5cm hoch heißes Wasser einfüllen. Die Gläser samt Füllung und das zugegossene Wasser müssen immer in etwa die gleiche Temperatur haben, sonst klappt das mit dem Einkochen nicht. Die Gläser 30 Minuten im Ofen lassen. Dabei fängt die Flüssigkeit an zu perlen.
Nun die Gläser vorsichtig aus dem Ofen holen. Die Gläser auf einem Holzbrett auf den Kopf stellen und auskühlen lassen.
Wer einen Weck-Einkochtopf hat kocht die Gurken 30 Minuten bei 90°C ein.
Mindestens 3 Wochen ziehen lassen.