Posts mit dem Label Costa Rica werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Costa Rica werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Mittwoch, 26. Februar 2014

Costa Rica, 5. Februar 2014


Der Wecker klingelt früh.
Wir packen unsere Rücksäcke das letzte Mal und machen uns auf den Weg zum Flughafen. Hier treffen wir schon wieder Nachbarn aus der Unterkunft in Cahuita. Es waren insgesamt nur 3 Hüttchen. Unsere direkten Nachbarn hatten wir gestern wieder im gleichen Hostel in San José entdeckt. Die Mieter des dritten Hüttchens standen nun in der Schlange hinter uns und saßen später im gleichen Flieger nach New York.
Bei der Einreise in die USA erwischen wir natürlich die langsamste Schlange. Sehr gründlicher, aber lustiger Officer.
Da wir fast die Letzten sind, finden wir unsere Rucksäcke statt auf dem Band mitten am Boden liegend. Wir reisen auch mit dem Gepäck ein und geben es danach gleich wieder beim "Baggage recheck". Immerhin müssen wir diesmal nicht das Terminal wechseln und könne gleich zur Sicherheitskontrolle. Da wenig los ist, muss jeder durch den Body Scanner. Doof!
Auch im Flugzeug ist anschließend wenig los. Wir sitzen allein in unserer Reihe. M ist begeistert von der Filmauswahl und findet die Flugzeit plötzlich zu kurz. Ich nutze die Zeit und den Platz um ein wenig quer über die Sitze zu schlafen.
Beim Start hatte ich mich noch gewundert, dass die Flugzeit mit 5 Stunden angegeben ist. Auf dem Hinflug waren wir 7 Stunden unterwegs. Allerdings war es ein anderes Flugzeug, also könnte theoretisch schon möglich sein.
Tatsächlich wären wir um 5 Uhr in London, allerdings darf erst ab 6 Uhr gelandet werden und wir fliegen eine große Schlaufe. 
M fällt auf dass auf der Karte der Flugroute "Snowden" als einzigster Ort rot statt schwarz geschrieben steht. Wir fliegen mit American Airlines. Besteht da ein Zusammenhang? ;-)

Als wir endlich in London landen, wir haben eigentlich wenig Zeit umzusteigen, klappt alles ganz wunderbar. Als wir am Gate sitzen wird im Halbstundentakt der Flug um eine halbe Stunde verschoben, bis die Durchsage kommt, dass das Flugzeug kaputt ist und erst gar nicht bis nach London kommt. Irgendwann finden sie irgendwo noch ein Flugzeug. So abgeschossen wie das Logo im Vergleich aussieht, scheint es schon ein paar Jahre auf dem Buckel zu haben. Mit 3 Stunden Verspätung können wir dann starten und kommen gut nach Basel.
Hier werden wir von schönem Sonnenschein und strahlend blauem Himmel empfangen. So kommt man sehr, sehr gerne heim! =)   

Dienstag, 25. Februar 2014

Costa Rica, 4. Februar 2014


Tags zuvor hatten wir uns schon die Bustickets für heute gekauft. Wir entschieden uns erst gegen 11 Uhr zu fahren. So konnten wir am Morgen in Ruhe unsere Sachen zusammen packen und ein letztes Mal das Meer und die Wärme genießen. 
Garten unserer Unterkunft.
Unser Frühstückstischchen.
Die Fahrt nach San José bringen wir dank weniger Verkehr schneller hinter uns. Unterwegs in Limón gönnen wir uns noch mal Empanadas mit Käse und einen Weißen Eistee mit Blaubeeren.
Hütte Nr. 1 ist unsere!

In San José kennen wir uns inzwischen gut aus und laufen zu unserem alt bewährten Hostel.
Witzigerweise entdecke ich hier unsere alten Nachbarn aus der letzten Unterkunft, die einen Tag vor uns abgereist waren.
Empanada und Eistee.

So bricht leider unser letzter Abend in Costa Rica an, den wir zum Abschluss in einem Mexikaner genießen.

Montag, 24. Februar 2014

Costa Rica, 3. Februar 2014

Wir gehen früh morgens mal wieder shoppen für's Frühstück. Leider sind die Läden hier nicht so gut mit Obst bestückt. Den Obst-Markt Sonntag Morgen haben wir leider verpasst, da wir in den Nationalpark sind.


Ursprünglich hatten wir die Idee heute die Auffangstation für Faultiere zu besuchen. Die liegt etwa 10km nördlich von hier. Wir hatten die Idee den Weg zu laufen oder evtl. zwei Fahrräder zu leihen oder es mit dem Bus zu versuchen. Da wir aber nicht genau wussten wo diese Station ist, haben wir bei einem Tourenanbieter im Ort nachgefragt, der uns gleich mitteilte, dass die Station am Montag zu ist. 

Unser Hüttchen
Noch näher wäre sogar eine Station die alle möglichen verletzten Wildtiere aufnimmt. Wenn ich mich recht erinnere, heißt die "Tree of life" und beinhaltet auch noch einen botanischen Garten. Leider ist auch hier montags Ruhetag. Es soll wohl nicht sein.
Sprechender Papagei
Steht wohl schon ein bisschen länger...
So beschließen wir noch einen Ruhetag einzulegen, unser Hüttchen, die Hängematte, das Meer, die Sonne und die Tiere zu genießen.
Der Tag vergeht leider viel zu schnell!

Abends finden wir tatsächlich ein sehr leckeres Restaurant im Ort. Mir war Luisa's Steak House schon ein paar Tage zuvor aufgefallen.
M isst ein Steak nach Churrasco Art. Churrasco kommt aus Brasilien und schmeckt sehr lecker!
Ich wähle Spaghetti in Kokossauce mit Shrimps und bereue es nicht.

Sonntag, 23. Februar 2014

Costa Rica, 2. Februar 2014

Wir sind sehr früh wach. Wahrscheinlich aus Vorfreude auf unsere neue Unterkunft. ;-)
Wir packen zusammen und verabschieden uns von unserem Zimmer.
Kein schlechtes Zimmer, aber das Neue ist gemütlicher.

Auf dem kurzen Weg zur neuen Unterkunft fällt M eine Frucht an einem Baum auf und frät mich, was das sei. Auch ich bin ratlos.
Hinter uns sagt jemand plötzlich Noni.
Da steht ein Einheimischer und hat wohl erraten worüber wir rätseln.
Noni kenn ich vom hören. Alle paar Jahre ist es in aller Munde und jeder will es haben. Meistens als Saft. 
Er meint, wenn wir in 2 Wochen noch da wären, sind die Früchte reif und man Saft daraus machen. Sehr gut für's Immunsystem. Leider werden wir in 2 Wochen nicht mehr da sein. =(
Blattschneideameisen bei der Arbeit.

Wir beziehen unsere Unterkunft, frühstücken den Rest vom Vortag und machen uns auf den Weg zum Nationalpark.
Auch hier muss man sich in ein Buch eintragen, damit sie die Kontrolle haben ob abends alle den Park verlassen haben. 

Wir laufen alles am Meer entlang, durchwaten Flüsschen, sehen viele Tiere und beschließen den gleichen Weg zurück zu laufen, statt den Park zu verlassen und per Bus oder zu Fuß der Strasse entlang zurück zu laufen.
Welch gute Entscheidung!
Wir laufen einem wachen! Faultier über den Weg, dass gerade ganz gemütlich kopfüber im Baum hängt und Blätter frisst. Wir stehen ewig dabei und schauen ihm dabei zu. Wärenddessen ist mal wieder eine Affenfamilie in den Bäumen über unseren Köpfen unterwegs. Später sehen wir noch eine gilftgelbe Schlange, riesige blaue Schmetterlinge, Echsen, Krebse, Blattschneideameisen, Vögel, ...
Leider wollte er seine Flügel nicht fotografieren lassen

Ein wirklich wunderschöner Nationalpark!
Als wir fast am Eingang zurück sind, machen wir es uns am Strand gemütlich.

Nachdem die letzten beiden Abendessen im Ort nicht so erfolgreich waren, beschließen wir, einem Tipp im Reiseführer zu folgen. 2km die Playa Negra runter kommen Cabinas zu denen das Restaurant Bananas gehört, das von Deutschen geleitet wird, aber nur einheimisches Essen anbietet.

Die gute Frau dort wechselt sofort auf Deutsch, da sie uns wohl gleich anhört dass wir aus Deutschland kommen. 
Dann will sie wissen woher wir kommen. Baden-Württemberg ist ihr zu ungenau, ebenso die Beschreibung "an der Grenze zur Schweiz und Frankreich, Basel und Elsass". Als wir den genauen Ort nennen, kann sie es kaum fasst, denn sie ist ursprünglich aus der genau gleichen Ecke.
Wie klein die Welt doch ist!

Die Säfte und das Essen sind sehr, sehr gut. Ich bestelle mir ein Casado (Bohnen und in Kokoswasser gekochter Reis) mit Gemüse. Im bunt gemischten Gemüse sind unter anderem Kochbananen, Maniok und Süßkartoffeln. Herrlich! Schon so lange hab ich keine frischen Süßkartoffeln und Maniok gegessen.

Auf dem langen Rückweg begegnen wir unserem zweiten wachen Faultier. Dieses allerdings hängt an einer Stromleitung mitten über der Strasse. Es scheint als wäre die Leitung isoliert. Wäre zumindest gut möglich, da im Nachbarort eine Auffangstation für verletzte Tiere ist. 

Samstag, 22. Februar 2014

Costa Rica, 1. Februar 2014


Trotz dem frühen ins Bett gehen, schlafen wir recht lange. War wohl nötig.
Muss an der Erkältung liegen, sie macht mir etwas zu schaffen. Daher haben wir für heute nichts geplant und laufen erst mal in den Ort um etwas zum frühstücken zu besorgen.

Wir entdecken einen kleinen Laden der gerade öffnet. Eine letzte Papaya findet sich im Regal, dazu Trinkjoghurt, etwas Marmelade und Kokosbrötchen.

Während wir vor unserem Zimmer frühstücken, schenken uns unsere Nachbarn eine halbe Kokosnuss. So frisch, so lecker!

Wir entspannen ein wenig in der Hängematte und gehen dann zum Strand, wo wir den restlichen Tag lesen, dem Meer lauschen und mit "unserem" Hund "spielen".

Abends gehen wir eine Kleinigkeit im Ort essen und kommen auf dem Rückweg wieder an dieser Unterkunft "Bluespirit", die direkt am Meer liegt vorbei. Die hatte mich am Tag zuvor schon angesprochen, wir wollten mit dem Fragen aber von hinten anfangen. Laut Reiseführer bietet Bluespirit nur 3 Bungalows, daher hatte ich auch kaum Hoffnung, dass einer frei sein könnte.
Wir überlegen mal einen Blick rein zu werfen und nachzufragen, eigentlich glaub ich auch jetzt kaum, das was frei ist, aber fragen kostet bekanntlich nichts. ;-)
Die Besitzerin ist da und unglaublicherweise ist genau ein Bungalow frei. Wir schauen kurz rein, sind total begeistert und wollen gleich am nächsten Morgen umziehen.

Freitag, 21. Februar 2014

Costa Rica, 31. Januar 2014


Wir genießen Kaffee und Pancakes zum Frühstück im uns schon bekannten Hostel und entdecken eine Schildkröte im Garten. Die muss sich letztes Mal versteckt haben!
Plötzlich kommen zwei Hörnchen und suchen Überreste und Krümel.

Laut unserem Reiseführer fährt unser Bus an die karibische Küste vom Terminal del Caribe. Sicherheitshalber frage ich an der Rezeption nach und bekomme natürlich die Antwort, dass die Busgesellschaft umgezogen ist. Allerdings nicht weit weg. 
Am Busbahnhof angekommen, fragen wir nach Tickets. Der nächste Bus ist schon voll, aber eine Stunde später fährt ausnahmsweise noch einer. Wir setzten uns auf eine Bank, suchen, finden und kaufen eine Flasche Wasser und warten lesend. Der erste Bus kommt, Massen an Menschen stehen an. Der Bus ist wirklich bis auf den letzten Platz besetzt. Vor alle mit sehr vielen Touristen, die teilweise sogar mit Surfbrett reisen. 
Ich frage mich wo sie alle hin wollen. Nach Cahuita wie wir? Oder weiter nach Puerto Viejo? Ich bekomme Bedenken dass alles überlaufen sein könnte? Die letzten Tage hatte ich mich schon gewundert, wo die im Reiseführer beschriebenen Massen an Menschen sein sollen, die in der Hauptsaison unterwegs sind. Ich hätte nämlich mehr erwartet.
Eine Stunder später kommt der nächste Bus. Auch dieser wird voll. Beim Verladen der Rucksäcke, sortiert der Fahrer das Gepäck nach Zielort. Da wir uns Zeit lassen und so ziemlich als letzte unser Gepäck abgeben, sehe ich, dass unser Verladeort recht leer scheint. Mal schauen wie es vor Ort aussieht.

Wir fahren durch Wälder in Richtung Küste. Vor und hinter uns sind viele Lastwagen mit Kontainern. Ein wahnsinns Verkehr.
Hier wird brav Schlange gestanden.
Wir kommen nach Puerto Limon, eine Hafenstadt. Hierher sind die Lastwagen unterwegs. Von hier aus werden all die Bananen verschifft.
In Puerto Limon macht der Bus kurz Pause und wir gönnen uns leckere, mit Käse gefüllte Empanadas. Die weitere Fahrt fahren wir durch Bananen-Plantagen. Nichts als Bananen. Kilometer für Kilometer. 
Eigentlich schön. Wenn ich mir aber überlege, wie diese Monokultur Schädlinge anlocken muss und was dagegen wahrscheinlich alles an Chemie benutzt wird... will ich lieber nicht drüber nachdenken. Mich wundert, dass fast alle Bananenstauden mit einander verbunden, bzw. fest gebunden sind. Später lese ich, dass immer größere Bananen produzierende Stauden gezüchtet werden, da sich diese besser verkaufen. Diese großen Bananen sind so schwer, dass die Stauden umfallen würden, würde man sie nicht miteinander durch Schnüre verbinden. Nunja, dazu muss man glaube ich, nichts sagen, oder?

Als wir in Cahuita ankommen sind wir tatsächlich die Einzigsten die aussteigen. Alle wollen nach Puerto Viejo? 
Da ist mir der kleine Ort Cahuita lieber als die Stadt.
Da wir nicht im Ort übernachten wollen, machen wir uns gleich auf den Weg zum Meer. Von dort aus kann ich mich am besten orientieren. Denn nördlich der Stadt ist die Playaa Negra. Dort wollen wir uns eine Unterkunft suchen. Dieses mal wollen wir nicht von vorne anfangen und laufen etwa 1km den Weg entlang. Wir beginnen zu fragen und bekommen überall zu hören, dass alles voll ist, aber vielleicht beim Italiener nebenan was frei sein könnte. Man muss dazu sagen, dass alle Unterkünfte nicht mehr als 3 bis 5 Bungalows haben, die hier in der Gegend sogar recht günstig sind. 
Wir fragen beim Italiener, die scheinbar grad am renovieren sind. Das löst untereinander eine kleine Diskussion aus. 
Wellenspringende Hunde.
Die Neueröffnung soll erst morgen sein, aber wenn wir ein Stündchen warten möchten, würden sie uns ein Zimmer fertig machen und wir könnten bleiben. Wir warten natürlich gerne und machen es uns auf dem Freisitz im ersten Stock in den Hängematten gemütlich. Wir sind am rum dösen, als man uns mitteilt, dass es Probleme mit dem Strom gibt und es noch eine Weile dauert.

Nach einer Weile ist es dann leider ein "big problem". Der Strom will nicht wie er soll und es wäre lebenshefährlich. Ich sag nur "Durchlauferhitzer". 
Sie raten uns in der Reggea-Bar nach einem Zimmer zu fragen, da es dort mehr als nur 3-5 gibt. Nachdem wir in den Hängematten schon fast am schlafen waren, machen wir das und bekommen tatsächlich eins. Das Beste daran: Das Meer ist in Sichtweite. =)

Wir sind hier in einer völlig neuen Welt gelandet!
An der Karibikküste wohnen hauptsächlich Schwarze, die vor langer Zeit als Erntehelfer her kamen, durch die Rassentrennung nicht reisen durften und blieben. Die Mentalität ist hier anders, es wird anders gebaut (Häuser auf Pfählen), man isst etwas anders (viel mit Kokosmilch) und sie sprechen eine andere Sprache (Englische Kreolsprache).

Wir gehen am Strand spazieren und haben schon den ersten Hund der uns auf Schritt und Tritt verfolgt.
Playa Negra
Unsere Reggae-Bar veranstaltet heute ein traditionelles Essen. Es gibt die üblichen Bohnen und in Kokosmilch gekochter Reis, mit entweder Hühnchen, Rind oder Garnelen vom Grill. Dazu Kartoffelsalat. Ich hätte gern die Garnelen probiert, leider sind sie noch nicht fertig und ich entscheide mich für Hähnchen. Der Reis schmeckt mir sehr gut. Extrem intensiv nach Kokosmilch schmeckt er nicht, ich vermute er wird eher in Kokoswasser gekocht. 
Als wir fertig sind und extrem müde früh ins Bett wollen beginnt eine Band Musik zu machen. Eigentlich eine super tolle Stimmung! Meer, Reggae, Cocktails, was will man mehr. Diese Erkältung scheint mich aber etwas fertig zu machen. Mit Ohrstöpseln lässt es sich dann auch gut schlafen. ;-)

Donnerstag, 20. Februar 2014

Costa Rica, 30. Januar 2014


Eigentlich könnte man hier so viel unternehmen!
Aber nun hat M's Erkältung auch mich erwischt. Durch den sehr frischen Wind hier, sehnen wir uns wieder nach Wärme. Die Karibik ruft!

Kaffeekirsche mit 2 Bohnen
Wir wollen aber nicht den frühen Bus am Morgen nehmen. Wir besuchen eine Kaffeeplantage und nehmen den Bus am Mittag nach San José.

Der Besuch auf der Kaffeeplantage ist super interessant! Zusätzlich gibt es noch einige Info's über Kakao und Zuckerrohr.
Da es die Morgentour ist, sind wir nur 4 Teilnehmer. Wir und 2 nette Kanadier.

Die Kaffeefrüchte an den Büschen sind größtenteils reif, allgemein befinden wir uns grad in der Haupterntezeit.
Altes Gerät zum Entfernen der Schale
In jeder Kaffeefrucht sind 2 Bohnen. Wenn die Bohnen von der Schale befreit wurden, wird die Pektinschicht entfernt, in dem man die Bohnen in Wasser gibt. Hier sortieren sich die Bohnen selbst die nicht ok sind, in dem sie auf dem Wasser schwimmen. Die guten Bohnen sinken ab. Nun werden sie getrocknet und von einer weiteren Schale, der Pergamenthaut, befreit. 

Sonnentrocknung
Hier auf dieser Plantage werden die Kaffeebohnen eine gute Woche lang in der Sonne getrocknet und immer wieder gewendet, was allgemein nur noch sehr selten gemacht wird. Die meisten Unternehmen haben spezielle Öfen in denen die Bohnen innerhalb eines Tages trocken sind.

Pergament- und Silberhaut

Beim entfernen der Pergamenthaut wird versucht auch möglichst viel der Silberhaut zu entfernen. Früher hat man das in einer Art großem Mörser mit 2 Stößeln gemacht. Sehr staubige Sache. Heute hat man andere Möglichkeiten.


Danach wird der Kaffee geröstet, langsam und eher nur leicht geröstet, dann hat er das vollste Aroma. Mit jedem weiteren Röstschritt (mittlere Röstung, stark Röstung, Espresso Röstung) nimmt das volle und abwechslungsreiche Aroma ab. Espresso Röstung hat übrigens interessanterweise nichts mit Espressokaffee zu tun. Espresso kann man mit Kaffee jeder Röststufe machen.

Rohkaffee bis Espressoröstung
Danach kommen wir zum Kakao. Die Früchte sind echt groß. Irgendwie hatte ich mir diese immer kleiner vorgestellt. Darin sind viele, viele Kakaobohnen. Roh sind sie von einem weißen Schleim umgeben. Wir dürfen die Bohnen probieren und sollen sie nur lutschen. Schmeckt wie Litschi! Der Führer erzählt uns wie sich Kakao verbreitet hat. Die Affen standen auf den weißen Schleim, öffneten die Früchten, lutschten sie und spuckten die Bohnen aus. So verbreiteten sich die Kakaopflanzen und irgendwann entdeckten die Menschen die Pflanze und ihre Früchte. 
Die Bohnen werden auch von der Schleimschicht befreit und in der Sonne getrocknet.
Kakaofrucht
Wir dürfen einige Bohnen schreddern und unser Führer mischt sie mit Vanilleessenz, Pfeffer und Zimt. Boah, schmeckt das lecker! Er zeigt uns frisch gepresstes Kakaoöl, umgangssprachlich Kakaobutter, was eigentlich flüssig ist. Ich bin total erstaunt wie schnell das in die Haut einzieht und gar keinen Fettfilm hinterlässt! Beruflich hatte ich schon mit Kakaobutter zu tun, diese war aber fest, ich vermute mal gehärtetes Öl?

Kakaobohnen
Ebenso dürfen wir Pralinen probieren, die auf der Plantage hergestellt werden und natürlich schokolierte Kaffeebohnen. Die sind echt lecker im Gegensatz zu denen die man hier als zum Kaffee bekommt.

Lecker!
Zum Schluss pressen wir noch ein Zuckerrohr aus, was für mich nichts Neues ist. In Brasilien wuchs direkt neben unserem Haus Zuckerrohr, was wir als einfach gekaut haben. An jeder Ecke konnte man sich frischen Saft holen, oft mit einer Limette gepresst, das war lecker! Ich finde es doch aber immer wieder erstaunlich wieviel Flüssigkeit in so einem Stück Zuckerrohr ist. Wenn ich mich recht erinnere enthält der Saft 40% Zucker und wird einreduziert, danach gereinigt und verpackt. Auf unsere Frage warum weißer Zucker soviel beliebter ist als brauner Zucker hat er uns leider auch keine Antwort. Ich persönlich mag, wenn schon Zucker, lieber den braunen Rohrohrzucker.

Danach dürfen wir Kaffee der verschiedenen Röstungen probieren und decken uns gleich mit ein paar Packungen ein. Teilweise als Mitbringsel für die Daheimgebliebenen und Tiere-Versorger. Hier geht es übrigens zur Homepage der Plantage.

Warmes Wasser dank Durchlauferhitzer
Auf dem Rückweg durch ein Stück Wald zeigt uns der Führer eine Viper die zusammengerollt im Baum liegt.

Müllabfuhr
Zurück von der Tour checken wir in unserem B&B aus und genießen im Ort die Sonne. Wir kommen mit 2 Französinnen ins Gespräch die uns einige Tipps für Tortuguero, unser nächstes Ziel, geben.

unser farbenfrohes B&B
Dann startet auch schon unser Bus und wir fahren nach San José.
Nummernschild
Praktisch wenn man schonmal in der Stadt war, man erkennt so einige Ecken! Statt bis zum Busbahnhof mit zu fahren, bitten wir den Fahrer auf der Avenida Central anzuhalten und laufen bis zum Hostel. Wir entscheiden uns für das gleiche wie in unseren ersten beiden Nächten.

Man sieht bis zum Meer und Nicoya Halbinsel
Hier machen wir es um im Gemeinschaftsraum gemütlich und wälzen die Reiseführer, um den nächsten Tag zu planen. Die Reise nach Tortuguero ist nicht einfach. Es gibt nämlich keine Strasse. Theoretisch sieht es so aus, dass wir von San José mit dem Bus nach Cariari fahren müssen. Dort wechselt man den Busbahnhof, nimmt den Bus nach La Pavona. Hier bucht man die Bootsfahrt, die auch den Transport zum Boot beinhaltet. Da sich meine Erkältung kurz vor dem Höhepunkt befindet, bin ich leider nicht sehr motiviert. 
Wir überlegen Tortuguero auszulassen und nach Cahuita an der südlichen Karibikküste zu fahren. Die Entscheidung fällt uns sehr, sehr schwer! Wir überlegen lange hin und her, Gründe für Tortuguero, Gründe für Cahuita.

20km auf ungeteerten Schotterstrassen
Schlussendlich entscheiden wir uns, die restlichen Tage in Cahuita ausklingen zu lassen. Im Nachhinein eine gute Entscheidung, denn am Reisetag fühlte ich mich wirklich nicht sehr wohl und hätte auf dem Weg nach Tortuguero so einige Fahrten nacheinander organisieren müssen.