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Mittwoch, 9. September 2015

Himbeersaft - dampfentsaftet

Die Himbeerernte hatte im Sommer sehr gut begonnen. Täglich konnten wir eine ganze Schale voll ernten und genießen!
Auf Grund der Hitze war das dann ganz plötzlich vorbei. Die Beeren vertrockneten an den Pflanzen. 
Als dann die Herbsthimbeeren zu blühen begannen war es noch immer heiß und trocken. Folglich gibt es nun gar keine Ernte.

In der Nähe meiner Großeltern hat der Landwirt des Dorfes einige Felder. Auf einem davon stehen drei sehr lange Reihen mit Herbsthimbeeren. Und diese Pflanzen hingen über und über voll mit Beeren. Meine Großeltern fragten den Landwirt wie er das gemacht hat. Ganz in der Nähe des Feldes, am Waldrand, fließt ein kleiner Bach, schön im Schatten, der den ganzen Sommer nicht ausgetrocknet ist, wie so viele andere. Der Landwirt hatte die Möglichkeit die Himbeeren mit Wasser aus diesem kleinen Bach zu wässern und hat nun eine mega Ernte! Da er momentan nur den Ertrag von zwei Reihen verkaufen kann, schlug er meinen Großeltern vor, sich an der dritten Reihe zu bedienen, weil es ja schade wäre, alles schlecht werden zu lassen.
Sowas lässt sich mein Opa natürlich nicht zwei Mal sagen und hat inzwischen schon mehrere Kilo gesammelt.

Viel hab ich eingefroren und einen Teil davon wollte ich entsaften.
Der Saft schmeckt schön himbeerig und braucht nicht arg mit Wasser verdünnt zu werden. Zumindest mag ich es so am liebsten. =)

Himbeersaft kann man natürlich auch ohne Entsafter herstellen. Wie wird unten im Rezept erklärt.

Ach und übrigens: Die entsafteten Himbeeren konnte ich einfach nicht weg schmeißen! Ich hatte vor dem Entsaften ca. 2,3kg Himbeeren und hab den "Rest" in zwei 1l Gläser mit breitem Hals verteilt und mit insgesamt 0,7l Wodka aufgefüllt. Das bleibt nun eine Weile am Fenster stehen und bald sollte ein leckerer Likör entstanden sein. =)


Himbeersaft - dampfentsaftet

Dampfentsafter (z.B. Weck-Topf+Entsafteraufsatz)
Flaschen und Deckel(+Gummiringe+Klammern)
6l Wasser, mindestens
Himbeeren
50g Zucker je 1kg Himbeeren

In den Weck-Topf mindestens 6 Liter Wasser geben, den Entsafter Aufsatz aufsetzten und die Himbeeren hineingeben. Den Zucker darüberstreuen und den Deckel aufsetzten. Nun den Einkochautomaten auf "Entsaften" stellen und abwarten. Sobald das Wasser zu kochen beginnt, dauert es etwa 30 Minuten bis die Himbeeren vollständig entsaftet sind. In der Zwischenzeit die Flaschen sterilisieren, in dem sie erst mit heißem Wasser ausgespült und anschließend bei 120°C 15 Minuten im Backofen getrocknet werden. Nun kann der Saft in die Flaschen gefüllt werden, mit einem Deckel verschließen und abkühlen lassen. Bzw. mit Glasdeckel, Gummiring und Klammern verschließen. 

Wer keinen Entsafter hat füllt 1cm hoch Wasser in einen Topf und gibt die Himbeeren und den Zucker hinein. Deckel auf den Topf und den Herd einschalten. Wenn das Wasser kocht, kann man es leicht vor sich hin simmern lassen bis die Beeren alle zusammengefallen sind. Dann wird das Ganze durch ein Sieb, das mit einem Mulltuch ausgelegt wurde, abgesiebt und der Saft aufgefangen. Den Saft gibt man wieder in den Topf, kocht ihn nochmal auf und füllt ihn in Flaschen ab.

Donnerstag, 3. September 2015

Holunderbeerensirup

Vor zwei Wochen hab ich mit Entsetzten feststellen müssen, dass die Holunderbeeren an vielen Orten schon reif sind. 
Da ich in der Regel an einem sehr schattigen Hang ernte, hatte ich aber noch große Hoffnung.
Vorletztes Wochenende waren wir dann mit Körben und Schere bewaffnet im Wald und haben echt einiges zusammenbekommen.

Dieses Jahr wollte ich Sirup daraus machen.
Mit dem Entsafter-Aufsatz für den Weck-Einkochtopf geht das ganz einfach. Natürlich geht es auch ohne Entsafter, in einem einfachen Topf auf dem Herd. Ich werde beide Methoden beschreiben.

Der Sirup wird sehr intensiv und kann mit viel Wasser verdünnt werden.

Holunderbeerensirup

Entsafter
Wasser 
Holunderbeeren
Zucker

Zum Entsaften müssen die Beeren nicht von den Stielen abgezupft werden. Einfach die Beeren am Stiel in den Siebkorb des Entsafters geben. Mindestens 6 Liter Wasser in den Topf geben und aufkochen. Beim Weck-Topf stellt man den Schalter auf "Entsaften". Ab dem Zeitpunkt wenn das Wasser kocht, dauert das Entsaften etwa 45 Minuten. Den Saft in einem Messbecher auffangen.
In der Zwischenzeit Flaschen sterilisieren. Die Flaschen mit heißen Wasser ausspülen und im Backofen bei 120°C 15 Minuten trocknen. 
Pro Liter entstandenem Saft werden 500g Zucker zugegeben. Den Sirup aufkochen, eine kurze Weile sprudelnd kochen lassen und in die Flaschen füllen. Gleich verschließen und abkühlen lassen.

Wer keinen Entsafter hat, gibt die Beeren in den größten auffindbaren Topf. In Den Topf wird ca. 1cm Wasser gegeben. Deckel auf den Topf und aufkochen. Nun sollten die Beeren nach einer Weile ebenso aufplatzen wir beim Entsaften. Im Anschluss legt man ein Sieb mit einem Tuch aus und hängt das Sieb über eine Schüssel. Den Inhalt des Topfes hineingießen, gut abtropfen lassen und anschließend ausdrücken. Dann kann weiter verfahren werden wie oben.

Dienstag, 9. September 2014

Holunderbeerensaft

Kurz bevor die Holunderbeeren-Saison ganz vorbei ist, ein letztes Rezept. Vielerorts sind die Holunderbeeren wahrscheinlich schon längst rum, bei uns findet man noch die letzten Beeren an Schattenplätzen.

Natürlich hatte ich nicht nur Johannisbeer-Holunderbeeren-Saft gemacht, ein purer Holundersaft musste auch noch her. Meine Uroma hat, als ich Kind war immer Massen an Holundersaft produziert. Wirkliche Massen! Davon haben wir jahrelang getrunken, so lecker! =)

Hier hab ich Euch nun die Methode mit einem Entsafter und ohne. Man kann alle Säfte auch relativ einfach in einem Topf machen.

Übrigens: Als ich meinen ersten Saft mit dem Entsafteraufsatz von Weck gemacht hab, musste ich feststellen, dass der Deckel vom Einkochtopf nicht auf den Entsafteraufsatz passt, obwohl in der Beschreibung stand, dass alle Einkochtopf-Deckel ab einem Durchmesser von 35cm auf den Entsafter passen. Auf Nachfrage bei Weck hab ich nun kostenlos einen passenden Deckel bekommen, was ich sehr, sehr nett finde! =)

Holunderbeerensaft



3,5kg Holunderbeeren mit allem drum und dran
6l Wasser
Zucker nach Geschmack


Das Wasser in den Einkochtopf geben. Den Entsafteraufsatz aufsetzten und die Holunderbeeren mit allem Grün hineingeben. Den Zucker dazwischenstreuen. Ich hab 50g Zucker verwendet. Wer aus dem Saft Gelee herstellen will, lässt den Zucker weg. 
Nun den Einkopchtopf einstecken und auf die Entsafter-Stufe stellen. Nach etwa 30 Minuten kocht das Wasser, nach etwa weiteren 20 Minuten sind die Beeren alle entsaftet und der Saft kann in sterile Flaschen abgefüllt werden: Mit heißem Wasser ausspülen und bei 120°C im Backofen ca. 12 Minuten sterilisieren.
Die Flaschen sofort dicht verschließen und nach und nach genießen.

Das Ganze geht übrigens natürlich auch ohne Entsafter. Den Boden eines großen Topfes ca. 2 fingerbreit mit Wasser füllen, die Beeren auch mit allem Grün hineingeben. Deckel drauf und Herd anschalten. Das Ganze gut aufkochen, bis alle Beeren geplatzt sind. Anschließend den Saft durch ein Sieb, das mit einem Tuch ausgelegt wurde in den nächsten Topf absieben. Zucker zugeben, aufkochen und in sterile Flaschen füllen.

Freitag, 29. August 2014

Holunderbeeren-Johannisbeersaft

Gestern Abend war ich mit meinem Opa am Waldrand unterwegs. Dort haben wir vor einigen vielen Wochen schon Holunderblüten gesammelt, aus denen Sirup, Gelee und natürlich Likör entstanden ist, den ich demnächst noch vorstellen werde.
Gestern waren wir dann auf der Suche nach Holunderbeeren. An sonnigen Stellen sind sie fast schon überreif, an den schattigen brauchen sie noch etwas. Zwei große Taschen voll haben wir locker zusammen bekommen.

Da sie schon so reif waren, mussten die Beeren schnellstens verarbeitet werden. Gestern hab ich dann aus der einen Hälfte puren Saft gemacht.
Die zweite Hälfte hab ich heute mit Johannisbeeren gemischt zu Saft verarbeitet. Von Johannisbeeren haben wir nämlich die ganze Gefriertruhe voll.
Bei dem von mir gewählten Mengenverhältnis bekommt der Saft tatsächlich einen Rotstich. Ich hatte erwartet einen dunkelschwarzen Saft zu bekommen, wie wenn man Holunderbeeren pur entsaftet. 
Morgen werde ich mal eine Flasche aufmachen, den Zuckergehalt testen und gegebenenfalls hier korrigieren. Ich schätze das momentan noch eher.

Da der Gärtner-Blog diesen Monat Rezepte mir Holunderbeeren sammelt, reicht ich den Saft dort ein.


Garten-Koch-Event August 2014: Holunderbeeren [31.08.2014]



Holunderbeeren-Johannisbeer-Saft, dampfentsaftet


ca. 3l
6l Wasser
1,3kg Holunderbeeren, mit Stängeln
1,7kg rote Johannisbeeren, 
max. 150g Zucker

Das Wasser in den Einkochtopf gießen, das Entsafterset aufsetzten. Johannisbeeren und Holunderbeeren hin den Korb geben, immer wieder etwas Zucker dazwischen geben. Den Einkochtopf auf die Entsafterstufe stellen. Bis alles aufgeheizt ist kann es bis zu einer halben Stunde dauern, bis alle Beeren aufgeplatzt und entsaftet sind noch einmal ca. 30 bis 45 Minuten.
In dieser Zeit sterilisiert man am Besten die Flaschen. Mit heißem Wasser ausspülen und im vorgeheizten Backofen bei 120°C etwa 15 Minuten trocknen. Dann kann der Saft abgefüllt werden, Flaschen verschließen und auskühlen lassen.

Dienstag, 26. August 2014

Roter Johannisbeersaft - Dampfentsaftet

Wenn ich schon dabei bin, mach ich grad mal weiter.
Gestern ging es um Mirabellen einwecken, heute um Johannisbeeren entsaften.
Klar, die Johannisbeerernte ist schon ein paar Wochen her, ebenso ist es schon ein paar Wochen her, dass ich diesen Saft gemacht habe. Aber man kann auch eingefrorene Johannisbeeren entsaften. =)

Johannisbeeren haben wir jedes Jahr in Massen. Dieses Jahr aber noch viel mehr als sonst.
Fast alles frieren wir ein und brauchen es über den Winter auf, für diverse Dessert's zum Beispiel.

Da ich mir vor einigen Wochen nicht nur einen Weck-Einkochtopf geleistet habe, sondern auch gleich noch den Dampfentsafter-Aufsatz und ich kalt angesetzten Johannisbeersaft sehr gerne mag, war klar dass ich die Johannisbeeren uuuunbedingt entsaften muss.

Praktisch dabei ist, dass man die Beeren nicht von den Rispen abzupfen muss. Die kompletten Rispen kommen einfach in den Fruchtkorb.
Bei der Zuckermenge hab ich mich an das Weck-Buch gehalten, in dem vorgeschlagen wird für saure Früchte 200-250g Zucker pro Kilo Obst zu verwenden. Sorry, aber das ich viel zu viel. Mir persönlich ist der Saft echt zu süß. Man kann diesen Saft wie einen Sirup mit Wasser verdünnen, dabei hätte ich gern etwas intensiveren Johannisbeergeschmack. Also: Nächstes Mal nur 100g Zucker pro Kilo Johannisbeeren verwenden! =)
(Werd ich im Rezept unten auch gleich so angeben)

Eine Sache fällt mir grad noch ein. 
Laut Beschreibung passt das Entsafter-Set auf alle Einkochtöpfe. Dummerweiße passt bei meiner Version der Deckel des Einkochtopfes nicht auf den Entsafteraufsatz. Moment, doch, er passt, aber nur falsch herum. Ich glaube kaum, dass das so gedacht ich. Ich muss mal bei der Firma nach haken. 
Ich hatte also den Einkochtopf samt Entsafteraufsatz auf dem Esszimmertisch stehen. Das braucht ja immer eine gute Weile bis alles aufgeheizt ist und zu kochen, bzw. dampfen beginnt. Als es endlich soweit war, kam der Dampf an den Seiten des Deckels der falsch herum auf den Topf saß, heraus. Ich warf einen Blick zum Rauchmelder und beschloss, dass Dampf kein Rauch ist. 
Dieser Meinung war der Rauchmelder allerdings nicht. Dazu muss ich sagen, dass alle Rauchmelder im Haus vernetzt sind. Ihr könnt Euch nicht vorstellen wie laut das war! Für die restliche Zeit hab ich das Teil von der Decke geschraubt und die Batterie raus genommen. ;-)

Roter Johannisbeersaft - dampfentsaftet

Einkochtopf
Entsafteraufsatz
mind. 6l Wasser
2kg rote Johannisbeeren
200g Zucker

In den Einkochtopf kommen mindestens 6 Liter Wasser. Während des Entsaftens sollte nie alles Wasser verdampfen! Auf den Topf kommt der Saftauffangbehälter, darüber der Fruchtkorb. In den Korb kommen die Johannisbeeren. Die Beeren müssen nicht von den Rispen gezupft werden. Zwischen die Beeren wird schichtweise der Zucker gestreut. Deckel drauf und den Einkochtopf auf die Entsafterstufe stellen. Der Topf heizt auf, das kann etwa eine halbe Stunde dauern. Die dann folgende Entsaftungszeit dauert bei Johannisbeeren ca. 45 Minuten. In dieser Zeit kann man die Flaschen sterilisieren: Mit heißem Wasser ausspülen und im vorgeheizten Backofen bei 120°C ca. 12 Minuten sterilisieren.  
Nun kann der Saft abgefüllt werden. Der Saft muss beim Abfüllen mindestens 75°C betragen damit er haltbar ist. Flaschen verschließen und abkühlen lassen. 

Donnerstag, 19. Juni 2014

Roter Johannisbeersaft ohne Kochen

Ein kleiner Teil der Ernte.
Inzwischen befinden wir uns mitten in der Johannisbeerernte, die Sträucher hängen über und über voll. Mir kommt es so vor, als wären es mehr als die letzten Jahre. Leider betrifft das aber nur die Roten, nicht die schwarzen und weißen Johannisbeeren. Vor allem die Schwarzen mag ich sehr gerne. 
Ich schwelge noch immer in Erinnerung an den leckeren "Schwarzen Johannisbeersaft, den man nicht kocht", den ich vor 2 Jahren gepostet hatte.

Eigentlich müsste das auch mit den roten Johannisbeeren gehen, hab ich mir gedacht und auch gleich getan. Die Zuckermenge hab ich um ein Viertel reduziert. Das Ergebnis ist wirklich total lecker. Sehr geschmacksintensiv und süß. Kann daher also stark mit Wasser verdünnt werden.




Roter Johannisbeersaft ohne Kochen 



Ca. ¾l
750g rote Johannisbeeren
¼l Wasser
ca. 8g Zitronensäure
300g Zucker

Johannisbeeren waschen, mit einer Gabel vorsichtig von den Rispen streifen. Beeren in einer Schüssel grob zerdrücken.
Wasser und Zitronensäure verrühren, über die Früchte gießen. Abgedeckt 24 Stunden kalt stellen.
Den Saft durch ein mit einem Tuch ausgelegtes Sieb gießen und auffangen. 
Das Tuch gut ausdrücken.
Zucker in den Saft einrieseln lassen und unter Rühren darin auflösen. Das kann eine Weile dauern.
Saft mit Hilfe eines Trichters in eine sterile Flasche füllen. Verschließen, kühl lagern und genießen





Dienstag, 19. November 2013

Den Sommer einfangen und konservieren! =)

Wir bauen so gut wie alles an Gemüse und Obst an was wir brauchen. Aller seltenst (eigentlich nie) kaufen wir welches, mal abgesehen von eher exotischem Obst, wie Mango, Maracuja und Orangen. Und Karotten im Winter für die immer hungrigen Kaninchen. ;-)
Selbst im Winter kaufen wir nichts, denn die Ernte lässt sich in fast allen Fällen sehr gut haltbar machen und konservieren. 
Das ist auch das Ziel meines Blogs, selbst anbauen, vielfältig genießen und haltbar machen für den Winter.

Letztens erwähnte Anna in einem Kommentar unseren Vorratskeller. Das brachte mich auf die Idee hier mal ein paar Bilder zu zeigen. Die meisten Rezepte sind hier auch verbloggt, einige folgen noch, da der Geschmackstest noch fehlt. Und wenn was nicht schmeckt, wird es auch nicht verbloggt oder erst geändert, erneut getestet, usw... =D

Wir wohnen in einem sehr alten Haus und unsere Vorräte befinden sich tatsächlich fast alle im Keller, der sehr düster ist. Daher sind die Fotos teilweise leider auch recht dunkel. 
Ganz praktisch ist, dass man direkt von der Küche in den Keller kommt und direkt hinter der Kellertür 3 Regalbretter an der Wand hängen, so hat man mit einem Griff was man braucht.
Leider kann man nicht alles sehen, da die Regale am überlaufen sind und die Gläser in mehreren Reihen stapelweiße stehen. Ich werde unter den Bildern aber trotzdem mal alles erwähnen was da so steht, auch wenn man davon nichts sieht.
Rote Bete (bei uns Rote Ranen genannt), Quittengelee, Weintrauben-Vanille-Gelee, Mirabellen-Gelee, Kürbis-Kokos-Marmelade, Trauben-Aronia-Gelee, Trauben-Gelee, Löwenzahngelee, Quitten-Marmelade, Rotes Johannisbeergelee, Auberginen mit Minze in Olivenöl.



Auf dem Regal hatten sie keinen Platz mehr und stehen nun auf dem Sicherungskasten: Paprika Pickles und Tomaten mit Honig in Essig.

Im Keller reift mein selbst gemachter Met. Vielleicht probier ich demnächst mal einen Schluck.

Kartoffeln sind es mehr als genug. Ich hoffe wir schaffen es, sie zu verbrauchen. Ja, links im Bild sieht man Erde. Stellenweise besteht der Boden hier nur aus Erde. Unser Vorbesitzer erzählte dass die Vorvorbesitzer richtige Erdhügel da hatten, vermutlich um im Winter darin alle möglichen Arten an Rüben zu lagern.

Der Vorrat an Hokkaido- und Spaghetti-Kürbissen schwindet.

In diesem sehr dunklen Eck im Keller reifen die frischen Liköre, die noch nicht trinkbar sind. Literweise Quittenlikör und -rum aus dem letzten Jahr, Cassis, Heidelbeer, Erdbeer, Vanille und Basilikum-Digestivo. Ein Melonenlikör der dringend abgefiltert werden sollte steht dazwischen. 2 Liköre ohne Beschriftung und ich kann mich grad beim besten Willen nicht erinnern, was das war. Muss ich bei Gelegenheit mal durchprobieren. =D

Hier stehen die "fertigen" Liköre, verschiedene Quitten, Erdbeer, Himbeer-Vanille, Johannisbeer mit Honig, Roter Johannisbeer, Minze, Weihnachtlicher Honiglikör.

Säfte und Sirup dürfen auch nicht fehlen: Weintrauben-Aronia-Saft, Weintrauben-Saft, Quittensaft, Quittensirup, Minzsirup, Lavendelsirup, Melissensirup. Sirup trinken wir eher im Sommer, daher sind die Bestände auch ziemlich aufgebraucht. Am Rand steht ein Fläschchen Balsamico-Creme, bzw. Reduktion.

Getrocknete Tomaten, Himbeeressig, Chiliöl, Knoblauchöl, ein Lebensvorrat an getrockneten Chilis aller Schärfegrade, Basilikum-Essig und -Öl.

Mexikanische Bohnen, Käferbohnen, Schwarze Bohnen, Linsen.

Ein Bild von unserer übervollen Mini-Gefriertruhe hab ich mal nicht gemacht. Würde man sicher nicht viel darauf erkennen. Dort drinnen verstecken sich aber jeweils mehrere Kilo teilweise blanchiertes Gemüse wie Mairüben, Karotten, Erdbeerspinat, Rote Bete Spinat, Zucchini, Paprika, Brokkoli, Mangold, Chilis, Grüne Bohnen, Champignons, Pfifferlinge, Erbsen, Zuckerschoten, (hab ich was vergessen?).
An Obst viele Kilo Johannisbeeren und einige Mirabellen. Alles andere haben wir gegessen. =D
Dazu noch einige Gläser Pesto.
(Vergessen hab ich bestimmt irgendwas und wird ergänzt. ;-) )

Das sollte sehr gut über den Winter reichen und abwechslungsreich lässt daraus allemal kochen. Im Garten lässt sich über den Winter nun auch noch Feldsalat, Topinambur, Karotten, Lauch und Wurzelpetersilie ernten.
Ich glaube ich sollte wieder mehr zum Anbau der einzelnen Pflanzen schreiben, das ist dieses Jahr leider leicht eingeschlafen. =(

Ich find es immer wieder erstaunlich was sich so alles ernten lässt, dabei verlief dieser Sommer wirklich nicht gerade gut und viele Pflanzen hatten so ihre Schwierigkeiten mit dem feuchten Frühjahr und den darauf folgenden Schnecken und Läusen. Ich freu mich auf jeden Fall drauf, all diese Produkte in den nächsten Wochen und Monaten essen zu können. =)

Mittwoch, 23. Oktober 2013

Roter Traubensaft

Nachdem wir dieses Jahr so viele rote Trauben haben, die wir gar nicht alle Essen können, hab ich schon wieder Saft gemacht, dieses Mal aber ohne Apfelbeeren. Diese sind inzwischen alle verarbeitet. 
Da dieses Mal keine herben Apfelbeeren mit im Saft sind, hab ich um einiges weniger Zucker verwendet. 
Mit schmeckt der Saft sehr gut, allerdings pur getrunken ist er mir zu intensiv. Ich verdünne also mit viel, viel Wasser. Einen Teil vom Saft hab ich weiterverarbeitet, was ich Euch demnächst verraten werden. ;-)

Ganz praktisch fand ich die kleinen Flaschen die ich letztens bekommen hab. Wenn der Saft mal offen ist, sollte er recht schnell verbraucht werden. Bei großen Flaschen haben wir da immer etwas Mühe, da wir nicht jeden Tag Saft trinken.


Roter Traubensaft

Rote Trauben
Wasser
Zucker, 100g je Liter

Wer gekaufte Trauben hat, braust diese erst mal gut unter dem Wasserhahn ab. Bei Trauben aus dem Garten sollte man den Tieren eine Chance geben zu flüchten. ;-) Bei mir standen sie über Nacht im Schopf, ich meine mich aber zu erinnern, dass das auch recht gut auf meinem weißen Tuch geht.
Dann werden die Trauben, ruhig samt den Stielen in einen großen Topf gegeben. Ruhig bis oben hin voll machen. Dann wird der Topf zu 1/3 mit Wasser gefüllt. Langsam auf dem Herd aufkochen. Ca. 15 Minuten köcheln lassen bis die Trauben aufgeplatzt sind.
Nun den Saft und die Trauben in ein Sieb gießen, was zuvor mit einem Baumwolltuch ausgelegt wurde. Den Saft auffangen und abmessen.
Der Saft kommt zurück in den Topf und pro Liter werden 100g Zucker zugegeben. 
Nun wird der Saft aufgekocht und heiß in sterile Flaschen gefüllt. = Flaschen mit kochendem Wasser ausspülen und im Backofen bei 120°C mindestens 10Minuten trocknen. 
Wenn eine Flasche geöffnet wird, sollte sie im Kühlschrank aufbewahrt und recht schnell aufgebraucht werden.

Montag, 14. Oktober 2013

Quittensaft

Nun sind wir wieder mitten in der Quittenzeit. 
Auf meinem Blog sind seit Wochen Rezepte wie Quittengelee und diverse Quittenliköre gefragt ohne Ende. 
Diese kleine Sammlung wird in nächster Zeit noch um ein paar wenige Rezepte ergänzt, wie heute zum Beispiel Quittensaft.

Am Wochenende hab ich unsere Quittengelee-Vorräte aufgestockt und spontan beschlossen die Hälfte der Quitten zu Saft zu verarbeiten.
Die Farbe find ich mal mega klasse! Und erst der Duft!
Schmeckt total lecker pur (sehr intensiv) oder zu 2/3 mit Wasser verdünnt.
Durchaus gut vorstellen kann mir einen kleinen Schluck im Glas Sekt oder im Winter in einem leckeren, wärmenden Punsch! Hmmmmm, ich freu mich drauf! =) 


Quittensaft

1kg Quitten
1l Wasser
Saft einer Zitrone
75g Honig oder Agavendicksaft
100g Rohrzucker

Einen Topf mit dem Wasser und dem Saft der Zitrone bereit stellen. Die Quitten mit einem Tuch abreiben um den Flaum zu entfernen und mit einem scharfen Messer grob in Stücke schneiden. Nicht schälen und nicht das Kerngehäuse entfernen, lediglich den Stängel und die Blüte.
Die Quittenstücke gleich ins Wasser geben. Nun alles einmal aufkochen und eine halbe Stunde köcheln lassen. Wenn wir unseren Holzherd schon in Betrieb haben, lass ich den Topf den Rest des Tages auf der kühlsten Stelle stehen (die auch recht heiß ist) und lasse das Ganze leicht vor sich hin simmern. Ansonsten lass ich den Topf einmal auskühlen und koch dann alles noch einmal auf und lass es bis zum nächsten Tag stehen.
Am nächsten Tag alles durch ein mit einem Tuch ausgelegtes Sieb gießen. Abtropfen lassen und gut ausdrücken. Bei mir waren es 1,5l Saft, dieser kommt zurück in den Topf, zusammen mit dem Honig oder Agavendicksaft und dem Rohrzucker. Noch einmal ordentlich aufkochen und in sterile Flaschen (mit kochendem Wasser ausspülen und im Backofen gute 10 Minuten bei 120°C sterilisieren) füllen, verschließen und abkühlen lassen. So sollte sich der Saft einige Monate, wenn nicht sogar Jahre halten. Hat sich bisher allerdings nicht testen lassen, da alle Vorräte recht schnell aufgebraucht sind. ;-)

Donnerstag, 10. Oktober 2013

Roter Trauben-Aronia-Saft

Zur Hälfte mit Wasser verdünnt.
Bei vergangenen Post's hab ich immer mal wieder Bilder von unserer Weintrauben-Pallisade gezeigt (z.B. hier und hier und hier), die dieses Jahr übermäßig voll hängt. Trotz gutem Zurückschneiden! Allerdings fehlte nun im Herbst wohl etwas Sonne, bzw. waren es einfach zu viele Trauben, denn die Beeren schmeckten recht sauer. Eine Weile war ich am rumrätseln was ich nun damit anstellen soll. Essen wollten wir sie nämlich nicht, weg schmeißen ebenso auf keinen Fall. 
Nach einigem hin und her überlegen beschloss ich aus dem ersten Teil Saft zu machen. 
Da auch immer noch die Apfelbeeren am Strauch hängen und für meinen Geschmack pur überhaupt nicht genießbar, aber sehr gesund sind, beschloss ich anteilig 1/4 damit zu ersetzen.  Wer süße Weintrauben hat, sollte nur 100g Zucker auf 1l Saft nehmen, sonst wird das Ganze zu süß. Rohrzucker find ich ganz gut, aber Vanille muss nicht unbedingt sein. Ich kann sie nämlich nicht heraus schmecken. =)
Apfelbeeren (Aronia) und rote Weintrauben
Aber das Ergebnis ist wirklich sehr, sehr lecker und hat eine geniale Farbe! Dazu noch sehr gesund! In den Flaschen hält es sich übrigens monatelang! 
Getrunken werden kann es natürlich pur, mit Wasser oder Mineralwasser verdünnt, im Punsch oder gut vorstellen könnte ich mir einen Schluck im Glas Sekt.

Roter Trauben-Aronia-Saft


750g Rote Trauben
250g Aronia-Beeren
Wasser
Je 1l 200g Vanille-Rohrzucker

Gekaufte Trauben und Aroniabeeren waschen. Falls Obst aus dem eigenen Garten verwendet wird, etwas ausschütteln um Insekten zu vertreiben und mitsamt den Stielen in einen Topf geben. Mit Wasser auffüllen bis ca. 2/3 des Obstes bedeckt ist.
Langsam auf dem Herd aufkochen und köcheln lassen bis die Trauben aufgeplatzt sind. Die Aroniabeeren evtl. mit einem Kochlöffel etwas anquetschen. Durch ein mit einem Tuch ausgelegtes Sieb geben. Saft auffangen (gut abtropfen lassen, nicht zu sehr drücken), abmessen und zurück in den Topf geben. Bei mir waren es 1500ml und ich hab 300g Vanille-Rohrzucker zugegeben.
Alles noch mal gut aufkochen und in sterile Flaschen füllen = mit kochendem Wasser ausspülen und bei 120°C im Backofen 12 Minuten trocknen lassen.
Angebrochene Flaschen im Kühlschrank aufbewahren und bald verbrauchen.

Samstag, 13. Oktober 2012

Lembranças do Brasil - Suco de Marajucá


Maracujasaft

3 kleine lila reife Maracuja's
mehr oder weniger die gleiche Menge Wasser wie Fruchtfleisch
Zucker (oder Agavendicksaft)
evtl. Eiswürfel

Die Maracuja's halbieren, mit einem Löffel das Innere rauskratzen und in einen Mixer geben und mit etwas mehr als der selben Menge Wasser auffüllen. 
Falls es Sommer ist und man einen kalten Saft will, ein paar Eiswürfel mit pürieren. Zucker (oder Agavendicksaft oder was man eben so mag;) ) zugeben und alles gut pürieren. Durch ein feines Sieb geben und Urlaubsflair genießen! =)


In Brasilien hatten wir direkt vor der Haustüre Maracuja's und viele andere exotische Früchte wachsen. Allerdings waren das die größeren gleben Maracuja's, die ich viel lieber mag. Aber als ich Freitag im Laden um die Ecke die zur Abwechslung wirklich mal guten lila Maracuja's entdeckte, konnte ich icht wiederstehen und es hat sich wirklich gelohnt! =)
Ein Arbeitskollege damals in Brasilien war immer wieder die tollsten Säfte am machen, herrlich! Die Kombination aus Limette und Carambola (Sternfrucht) war genial, hab ich aber nie selbst so hinbekommen, was wahrscheinlich daran liegt, dass wir hier einfach keine gescheiten Früchte bekommen. =) 

Dienstag, 26. Juni 2012

Schwarzer Johannisbeersaft

Die Johannisbeer-Ernte ist in vollem Gange, bzw. fast schon vorbei. Bis auf 2 späte Büsche sind alle abgeerntet und man kann so schöne und leckere Sachen damit anstellen ;)

Aus den schwarzen Johannisbeeren (davon hab ich nur 1 Busch) hab ich diesen Saft gemacht. Das Rezept für diesen Saft, der kalt, ohne zu kochen gemacht wird, hab ich in dem Büchlein "Für Sie: Kochen&Verwöhnen entdeckt. 

Ich weiß nicht, ob ich zu schwach war, die Beeren genügend auszudrücken (ich geh eigentlich nicht davon aus), aber die Menge an Zucker wollte sich nicht so richtig im Saft lösen. Vielleicht muss man einfach etwas länger und geduldiger warten (nicht gerade meine Stärke^^). 

Da der Saft eher dickflüssig und süß wird, kann man ihn fast im Verhältnis wie einen Sirup mit (Mineral)Wasser verdünnen. Schmeckt wirklich sehr, sehr lecker! Da der Saft nicht wirklich lange haltbar ist, würd ich auf's Mal eher weniger davon machen als angegeben. Ich selbst hab nur 1/3 gemacht.
Frisch zerdrückt und mit Zitronensäure und Wasser übergossen


Schwarzer Johannisbeersaft


Für ¾  l
750g schwarze Johannisbeeren
¼ l Wasser
ca. 8g Zitronensäure
400g Zucker

Nach 24 Stunden
Johannisbeeren waschen, mit einer Gabel vorsichtig von den Rispen streifen. Beeren in einer Schüssel grob zerdrücken.
Wasser und Zitronensäure verrühren, über die Früchte gießen. Abgedeckt 24 Stunden kalt stellen.
Der pure Saft
Ein Sieb mit einem Mulltuch auslegen. Früchte mit Saft draufiueßen. Saft mit Tuch gut ausdrücken (ergibt 500-600ml Saft).

Zucker in den Saft einrieseln lassen und unter Rühren darin auflösen.
Saft mit Hilfe eines Trichters in die vorbereitete Flasche füllen. Verschließen, kalt stellen, schnell verbrauchen.
Saft mit Mineralwasser verdünnt