Posts mit dem Label Likör werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Likör werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Sonntag, 20. Dezember 2015

Vanilliger weißer Schokoladen-Likör

Alle selbst gemachten Geschenke sind schon seit einer Weile fertig und warten quasi darauf verschenkt zu werden. 
Allerdings schwebte mir ewig die Idee eines Likörs im Kopf herum. Alle Fruchtliköre brauchen aber viel Zeit um zu reifen. Also ungeeignet als spontane Idee und schnelles Geschenk.

Dann kam mir irgendwie Schokolade in den Sinn und ich recherchierte ein wenig im Internet und in einem Likör-Buch aus meiner Sammlung.

Schlussendlich konnte ich mich für kein Rezept entscheiden, wusste nur, dass ich auf jeden Fall kein Ei verwenden möchte und wurschtelte mir das folgende Rezept aus verschiedenen Rezepten zusammen.

Der Likör ist sofort trinkfertig, also nichts mit ziehen und reifen lassen. Dafür ist er auf Grund der Sahne natürlich nicht ewig haltbar. Im Kühlschrank hält er sich aber schon eine Weile.

Der 90%ige Alkohol ist nicht immer so einfach zu bekommen. Es gibt im Internet einige preiswerte Quellen. Ich selbst kann aber aus mangelnder Erfahrung keine empfehlen. Manche Apotheken verkaufen unvergällten, versteuerten Alkohol, der allerdings nicht ganz günstig ist. Wobei es sich lohnt, die Preise in mehreren Apotheken zu vergleichen. Je nach Lieferant können sich die Preise stark unterscheiden.
Ein anderer Tipp wäre Italien! Da kostet der Alkohol im Vergleich fast nichts. Am Besten aus dem nächsten Urlaub mitbringen oder mitbringen lassen. ;-)


Vanilliger, weißer Schokoladenlikör


200ml Sahne
1 Vanilleschote
200g weiße Schokolade
50ml Karamellsirup
125ml Alkohol 90%
50ml weißer Rum

Die Sahne in einen kleinen Topf geben. Die Vanilleschote der länge nach aufschlitzen und zur Sahne geben. Die weiße Schokolade in Stücken zu Sahne geben und auf dem Herd leicht erhitzen. Wenn die Schokolade geschmolzen ist, den Topf etwa 10 Minuten bei leichter Hitze simmern lassen. Nur simmern, also leicht warm halten, nicht kochen. Es geht einfach darum, dass das Aroma aus der Vanilleschote in die Sahne übergeht. Anschließend den Karamellsirup zugeben und den Inhalt des Topfes abkühlen lassen.
Nun den Rum und Alkohol unterrühren und in sterile Falschen abfüllen.

Donnerstag, 11. September 2014

Holunderblütenlikör

Ja, richtig gelesen, Blüten! Nicht Beeren. =)
Endlich ist er fertig. Naja, nicht ganz. Fertig abgefüllt in Flaschen, darf er nun reifen, denn der Geschmack fehlt noch eindeutig. Das haben Liköre aber so an sich. Sie forden viel Geduld. Geduld die sich aber lohnt! So was von lohnt. =)

Bei diesem Likör hat mich die Farbe überrascht! Schön gelblich schimmernd. Wenn ich mir allerdings von Tante Google Bilder zu Holunderblütenlikör anzeigen lasse, sind die auch alle gelblich, stell ich gerade fest. =D
Also nichts besonderes, überrascht hat es mich aber trotzdem. Die Farbe dürfte von den Pollen stammen die gelb sind. 
Der Duft ist schon sehr vielversprechend! Ich bin sehr gespannt. Die Flaschen dürfen nun noch mindestens ein halbes Jahr im dunklen und kühlen Keller stehen, dann werd ich mal wieder probieren. =)

Da ich im Frühjahr so viele Holunderblütendolden gefunden hatte, hab ich mehr verwendet als im Rezept angegeben. Ich meine ich hatte pro Ansatz statt 4 sogar 6-7 Dolden drin.



Holunderblütenlikör

4 Holunderblütendolden
1l Obstbrand
100ml Holunderblütensirup
Zucker

Die Holunderdolden nach dem Sammeln auf einem weißen Tuch auslegen, damit die Tierchen flüchten können. Später legt man sie in eine Flasche oder in ein Gefäss mit weiter Öffnung. Nun wird der Obstbrand darüber gegossen und die Flasche an einen hellen und warmen Platz gestellt.
Nach etwa 6 Wochen wird der Holunderblütensirup zugegeben.
Nach weiteren 4 Wochen wird alles durch ein mit einem Mulltuch ausgelegtes Sieb abgegossen und aufgefangen. Den Likör füllt man in sterile Flaschen und lässt ihn weiter reifen, was einige Monate dauern kann.
Dann den Geschmack testen. Je nach verwendeten Sirup fehlt dem Likör die typische Süße. Dazu vorsichtig, je nach Geschmack, mehr oder weniger Zucker zugeben und auflösen. Dann wieder testen und gegebenenfalls nochmal Zucker zugeben.

Sonntag, 5. Januar 2014

Granatapfellikör

Über Granatapfellikör hab ich schon öfter nachgedacht. Das muss lecker sein, sehr gut schmecken, total knallig rot aussehen, muss mal nach einem Rezept forschen, ...

Dann kam mir Franzi vom Gemüseregal zuvor und ich wusste sofort, das ist mein Rezept! Die Zutaten hatte ich alle da und konnte gleich los legen.

Nun hab ich letztens den Ansatz abgesiebt, die Farbe ist tatsächlich der Hammer! Der Geruch lässt noch sehr auf Wodka schließen. Macht nichts, er darf nun noch ein paar Monate im kühlen Keller lagern, dann wird der Granatapfelgeschmack vorherrschend sein. Darauf freue ich mich. Schön kühl an einem warmen Sommerabend genießen? Doch, das kann ich mir sehr gut vorstellen. =) 


Granatapfel-Likör

750ml Korn oder Wodka
1 großen Granatapfel
1 Vanilleschote
250g Kandis, braun

Den Granatapfel waschen und in grobe Stücke zerteilen.
Die Stücke in ein großes, sauberes Gefäß geben, den Kandis zugeben.
Die Vanilleschote der Länge nach aufschneiden und zugeben.
Nun mit Korn oder Wodka aufgießen.
Anfangs täglich mal durchschütteln, damit sich der Kandis löst.
Nach 6 Wochen durch ein mit einem Tuch ausgelegtes Sieb geben und in sterile Flaschen abfüllen. 
Nun den Likör für einige Wochen reifen lassen, damit sich der Geschmack entwickeln kann. Immer mal wieder probieren um die Veränderung fest zu stellen. ;-)

Donnerstag, 12. Dezember 2013

Cassis-Likör

Nach dem Abfiltrieren
Ich weiß, aktuell ist keine Johannisbeerzeit, aber dieser Likör ist so dermaßen lecker, ich muss ihn Euch einfach zeigen!
Vielleicht hat der eine oder andere ein paar Beeren eingefroren? Dann unbedingt sofort für dieses Rezept verwenden, ihr werdet es nicht bereuen! =) Versprochen!
Ich hatte es schon im Gefühl, dass der Likör lecker wird und hab mir im Herbst einen zweiten Busch eingepflanzt. ;-)

Mit Zucker mischen
Entdeckt hab ich das Rezept in dem Buch "Selbstgemachte Köstlichkeiten", das ich sehr gerne mag.
Mich wunderte das Mengenverhältnis von Beeren und Weinbrand. Der Alkohol geht direkt nach dem Mischen noch völlig in den Beeren unter. Genau das machte mich dann auch neugierig und ich musste es einfach ausprobieren. Mit der Zeit wird die Flüssigkeit dann immer mehr.
Das Abfiltrieren dauert wirklich so lange und gut ausdrücken lohnt sich. Zum Zucker muss ich sagen, dass es weniger auch tut. Also so 190-225g. Es kommt auf jeden Fall auch darauf an wie süß die schwarzen Johannisbeeren sind. Meine waren diesen Sommer sehr süß, da hat es nur wenig Zucker gebraucht.

Mitte September hatte ich meinen Likör mit Zucker gemischt und schon jetzt schmeckt er genial! Kaum vorstellbar wie lecker der erst in ein paar Monaten schmecken muss!
Kommenden Sommer wird mindestens die doppelte Menge angesetzt.



Cassis Likör

500g schwarze Johannisbeeren
¼l Weinbrand
175-250g Zucker

Die Beeren mit einer Gabel vom Stiel streifen und mit einem Kartoffelstampfer oder Fleischklopfer gut zerstampfen.
In ein Glas füllen und den Weinbrand zugeben. 2 Monate an einem dunklen und kühlen Ort stehen lassen. Gelegentlich umschütteln.
Durch ein mit Mull ausgelegtes Sieb gießen und 2 bis 3 Stunden abtropfen lassen. Das Mull gut ausquetschen. Den Saft nun noch einmal durch ein mit Mull ausgelegtes Sieb in eine Flasche gießen und je nach Geschmack mehr oder weniger Zucker zugeben. 2 Wochen stehen lassen, ab und zu schütteln. Wenn der Zucker sich gelöst hat, geduldig lagern. Je länger der Likör lagert, um so besser wird er schmecken.

Freitag, 18. Oktober 2013

Heidelbeerlikör

Am letzten Juli-Wochenende waren wir als "Verköstiger" zu den Prüfungen der Gastronomie im Hochschwarzwald eingeladen. Also Köche/Köchinnen, Restaurant- und Hotelfachfrauen und -männer wurden geprüft. Darüber wollte ich hier eigentlich mal berichten... wollte... naja, schon eine ganze Weile her. Es war auf jeden Fall sehr schön, sehr lecker und spannend!

Einen großen Teil des folgenden Tages verbrachten wir am Schlüchtsee. Nicht zu verwechseln mit dem bekannteren Schluchsee ganz in der Nähe.
Dort waren wir auf einem Baumleerpfad rund um den See unterwegs und stießen auf Massen an reifen Heidelbeeren. Im Auto hatten wir eine 2l-Teekanne, die wir im Anschluss an die kleine Wanderung füllten. Und das ohne Heidelbeerkamm. 
Die Mühe hat sich aber gelohnt! Aus einem Teil der Beeren wurde am selben Tag noch Muffins gebacken, ein Teil schlummert noch immer in der Gefriertruhe und aus dem letzten Teil wurde Likör. 

Vor etwa 3 Wochen hab ich den Likör abfiltriert. Die absolut dunkle Farbe, die wirklich keinen Lichtstrahl durch scheinen lässt, ist der Hammer! Der Duft verspricht einen wahnsinnig leckeren Likör! Der Geschmack bisher allerdings noch nicht, erwarte ich allerdings auch (noch) nicht. Der braucht nun noch einige Wochen um sich zu entwickeln, wird dann aber fantastisch schmecken!
Also, die nächste Heidelbeerernte kommt bestimmt! -> Likör ansetzten ;-) 
  
Heidelbeerlikör

375g Heidelbeeren
400g brauner Kandiszucker
1 Vanilleschote
700ml Wodka

Heidelbeeren in ein Sieb geben und waschen, evtl. Blättchen entfernen.
Nun die Beeren in ein verschließbares Gefäß geben. Die Vanilleschote aufschneiden und mit dem Kandiszucker zu den Heidelbeeren geben. 
Mit Wodka aufgiessen und das Gefäß verschliessen.
Das Gefäß 8 Wochen stehen lassen, ab und zu umschütteln.
Dann den Likör durch ein mit einem Tuch ausgelegtes Sieb geben und abtropfen lassen. Evtl. die Heidelbeeren leicht ausdrücken. Nicht zu arg, sonst  sind Schwebstoffe im Likör. Den Likör in eine oder mehrere Flaschen füllen und einige weitere Wochen reifen lassen. Mit jeder Woche, bzw. Monat wird der Likör besser.

Donnerstag, 25. Juli 2013

Basilikum Digestivo


Wenn ihr geduldige Menschen seid, oder Euch darin üben wollt, müsst ihr diesen Digestivo ansetzten!
Natürlich aber nicht nur um Euch in Geduld zu üben, denn er schmeckt nach 2 bis 3 Jahren zwar stark, aber ist so dermaßen weich im Abgang... das schreit nach mehr.
Aber vielleicht sollte ich etwas weiter ausholen!

Vor ein paar Jahren gab mir eine Arbeitskollegin dieses Rezept. Sie selbst hatte es von italienischen Freunden aus Italien mitgebracht, wo sie einige Monate im Jahr lebt.
Ich hatte grad viel Basilikum und setzte das Ganze an. Nach 3 Woche filterte ich alles ab, probierte und fand es ganz, ganz scheußlich! Ich schmeiß ja aber nichts weg und stellte es irgendwo hinten in den Schrank.
Zu irgendwelchen Feierlichkeiten kam er mir wieder in den Sinn und wir probierten nach den Essen jeder ein Gläschen. Naja... nicht mehr ganzso schlimm, aber gut konnte ich das auch noch nicht nennen.
Die Flasche wanderte noch weiter nach Hinten in den Schrank.

Letzten Sommer, wir hatten groß mit der Familie gegrillt, wurde nach einem Verdauungsschnaps gefragt. Ich wühlte mich durch den Schrank und fand unter anderem diesen hier wieder. Nach kurzem hin und her überlegen, hab ich ihn dann aber doch angeboten. Schließlich besteht doch immer die Möglichkeit, dass es jemandem schmeckt. Vielleicht liegt es ja einfach auch nur an meinem Geschmack und gar nicht am Digestivo selbst.

Es fanden sich dann tatsächlich Probierwillige. Und diese waren gar nicht so schockiert, fanden ihn sogar gar nicht schlecht und nahmen sich noch ein Gläschen. Das musste ich dann doch auch probieren und war sehr positiv überrascht.
Über den Winter hab ich ihn dann wieder vergessen und vor ein paar Wochen, als mal wieder mit der Familie gegrillt wurde, kam danach das Verlangen nach einen Schnaps. Dieser Digestivo wanderte also wieder auf den Tisch. Keiner erinnerte sich daran vor einem Jahr schonmal von genau der Flasche getrunken zu haben. Alle waren total hin und weg und es blieb nicht beim Gläschen Schnaps für die Verdauung. Nein, die Flasche war leer. Ich konnte mir gerade noch das letzte Gläschen ergattern und war auch selbst hin und weg. Stark zwar, aber ohne zu brennen und total weich im Geschmack und Abgang.

Einen Tag später hab ich sofort die doppelte Menge angesetzt. Aber leider muss ich nun vermutlich mindestens 2 Jahre warten, bis er so genial schmeckt, wie dieses Jahr! Das bedeutet ja eigentlich, dass ich am Besten jedes Jahr eine Flasche ansetzte, um immer genügend 2-jährigen Vorrat zu haben ;-) Wer weiß, wie vielleicht oder sogar wahrscheinlich erst 3-jähriger schmeckt! =D

Auf dem Foto ist nun schon ein Bild von meinem neuen Ansatz. 
Dieses Mal ist die Farbe recht intensiv gelb geworden. Die letzte Flasche war eher nur sehr leicht gelb. Ob das an der verwendeten Zitrone lag? Oder am Wodka? Letztes mal hatte ich Obstbrand verwendet. Vielleicht verliert sich das gelb auch mit der Zeit, ich kann mich nämlich nicht mehr erinnern, ob der letzte Ansatz anfangs eine intensivere Farbe hatte oder nicht.

Sodele, viel zu viel Text... nun endlich zum Rezept:


Basilikum Digestivo

40 Basilikumblätter
5 Zitronen, die Schale
300g Zucker
1100ml Obstbrand oder Wodka

Den Basilikum etwas ausschütteln und die Blättchen abzupfen. Die Zitronen heiß waschen und mit einem Schäler die Schale abschälen. Möglichst wenig vom inneren weißen mit abschälen. Alle Zutaten in ein verschließbaren Gefäß geben und 3 Wochen stehen lassen. Täglich umrühren.
Abfiltrieren und fertig =)


Sonntag, 12. Mai 2013

Vanillelikör

Heute gibt es endlich mal wieder ein Likör-Rezept.
In fast jedem Likör-Post schreibe ich, dass man Geduld braucht und dass der Likör je länger er steht, um so besser wird.
Aber dieses Rezept verlangt selbst mir inzwischen recht geduldigem Menschen sehr, sehr viel Geduld ab!
Angesetzt hab ich den Likör letzten Winter. Das Rezept für diesen Post abgetippt hab ich vor etwa einem Jahr. Damals schmeckte der Likör aber noch nach purem Alkohol und Rosenwasser. Uah! 
Die Zutatenliste fand ich von Anfang an recht ungewöhnlich mit Calvados und Rosenwasser. Grad mit Rosenwasser kann man mich eh jagen. =D
Aber irgendwie musste ich es uuuunbedingt ausprobieren, ich mag doch Vanille sooooo gern. 
Im Laufe des letzten Jahres hab ich den Likör immer mal wieder probiert. Geschmeckt hat er aber nie!
Vorgestern hab ich es mal wieder gewagt und war angenehm überrascht. Zwar schmeckt ich da bisher kaum etwas an Vanille raus, aber insgesamt ist der Geschmack sehr mild geworden. Calvados und Rosenwasser sind nicht mehr sehr dominant. Ich bin gespannt ob sich in den nächsten Monaten die Vanille noch mehr herauskristallisiert. 
Das Rezept hab ich übrigens aus dem Buch "Liköre, aromatisch-süß-verführerisch", was ein paar gar nicht schlechte Rezepte enthält.
Wer also sehr, sehr geduldig und experimentierfreudig ist, dem kann ich dieses Rezept empfehlen. Sehr gute Vanilleschoten bekommt man übrigens hier.

Vanillelikör

Ergibt 1l
Ca. 20%vol
10 Vanilleschoten
250ml Wasser
250g Zucker
500ml Calvados
100ml Rosenwasser

Die Vanilleschoten aufschneiden und das Mark herauskratzen. Schoten und Mark mit Wasser und Zucker in einen Topf geben und aufkochen. Bei schwacher Hitze so lange köcheln lassen, bis sich der Zucker gelöst hat.
Die Mischung durch ein Sieb in eine Flasche gießen und den Calvados zugeben. Die Flasche verschließen und den Likör an einem hellen Ort etwa 5 Wochen stehen lassen.
Den Likör durch ein feines Sieb gießen, mit dem Rosenwasser mischen und in sterilisierte Flaschen füllen.

Die Vanilleschoten nach dem Absieben bitte nicht wegschmeißen. Am Besten abwaschen, trocknen und Vanillezucker draus machen. =)

Freitag, 14. Dezember 2012

Weihnachtlicher Honiglikör

Falls ihr kurzfristig noch ein selbstgemachtes Geschenk sucht, hab ich hier etwas für Euch.
Sogar einen Likör der schnell sehr gut schmeckt und nicht noch ewig stehen muss!
Das Rezept hab ich aus dem Buch "Liköre, süß-aromatisch-verführerisch" und wartet schon seit dem Sommer darauf hier veröffentlicht zu werden. Durch den Zimt schmeckt der Likör allerdings so weihnachtlich, dass ich bin jetzt gewartet hab =D (Nächstes Mal kommt in den Ansatz weder Zimt noch Nelke)
Wichtig ist einen guten und leckeren Honig zu kaufen, dass macht für's Ergebnis wirklich viel aus!
Im Originalrezept steht, dass der Likör dunkel und kühl gelagert 6 Monate haltbar ist. Meiner ist schon älter und wurde im Sommer weder kühl noch dunkel gelagert (lalalala....) und ist immer noch gut und leckerer als je zuvor. Anfangs schmeckte er recht "scharf" nach Honig, nun ist er schön mild! Hmmmm! =)


Honiglikör


Ergibt 500ml
Ca. 24%vol.
Schale einer Limette
200g Blütenhonig
300ml Wodka
1 Stange Zimt
1 Gewürznelke

Die Limette heiß waschen und die Schale mit einem Sparschäler ganz dünn abschälen, mit möglichst wenig weißer Innenhaut, da die bitter schmeckt.
Den Honig, die Hälfte des Wodka's, Zimtstange, Nelke und Limettenschale in einen Topf geben und langsam erwärmen, bis sich der Honig gelöst hat. Den restlichen Wodka zugießen und den Likör in eine sterilisierte Flasche geben (= mit heißem Wasser ausspülen und bei 120°C 10 Minuten im Backofen trocknen). Den Likör bei Raumtemperatur 3 bis 4 Tage stehen lassen, dabei immer wieder schütteln.
Den Likör abseihen, in eine Flasche füllen und genießen.

Donnerstag, 11. Oktober 2012

Zusammenfassung und Ergebnis der Quittenliköre

Vor einem Jahr hab ich 4 bzw. 5 verschiedene Quittenliköre angesetzt. Die letzten Tage habe ich die Rezepte gebloggt. Probiert und verglichen hab ich sie natürlich auch. Von allen aber nur einen Schluck, sonst hätte ich gleich ins Bett müssen ;-)
Ich möchte nun übersichtlich die Vor- und Nachteile der unterschiedlichen Methoden auflisten.

Den "Quittenlikör für Ungeduldige"   streich ich mal, den würde ich keinem empfehlen. Man hat zwar schnell was in der Flasche, aber das schmeckt nach nichts. Man hat viel Mühe, die man sich sparen kann.

Wer schnell ein Ergebnis möchte macht am Besten den Quittenrum. Der Rum hatte am schnellsten Geschmack von allen und auch eine schöne Färbung. Davon hab ich tatsächlich schon nicht mehr viel übrig.

Mein Standartrezept kann ich jedem empfehlen. Es ist schnell und einfach angesetzt, Quitten einfach klein schnippeln, Zucker dazu, mit Alkohol übergießen, bis Weihnachten stehen lassen, abfiltrieren und reifen lassen.
Je nach Geschmack, Vorrat, Lust und Laune nimmt man Wodka oder Obstler.

Für mich persönlich ist das Rezept für ganze Geduldige ein ganz besonderes. Es steht ein Jahr und eignet sich vor allem, wenn man von anderen Rezepten Schale und Kerngehäuse übrig hat. Das Ergebnis wird echt lecker, hat ne tolle Farbe und wird mit jedem Monat den es steht immer besser.


Also: Unbedingt alle verfügbaren Quitten schnappen und ansetzten =) Es lohnt sich! =)

Mittwoch, 10. Oktober 2012

Quittenlikör für ganz Geduldige


Sehr praktisches Rezept für alle Quittenverwerter die Schale und Kerngehäuse übrig haben. Statt sie auf den Kompost zu werfen, hier ein Rezept, dass man ansetzt und dann am Besten vergisst und laaaange stehen lässt:
(Entdeckt hab ich diesen Tipp mal im CK-Forum)

Quittenlikör für ganz Geduldige

Quitten, nur die Schalen und Kerngehäuse
Wodka oder Doppelkorn
Zucker
Wasser
Vanilleschote

Alkohol in ein großes Glasgefäß gießen. Nach und nach anfallende Quittenschalen und Kerngehäuse dazugeben. Vom Verhältnis her sollte der Alkohol doppelt so viel Ausmachen, wie Quitten-Schalen und -Kerngehäuse. 
Das ganze ein Jahr stehen lassen. 
Danach filtrieren und die Flüssigkeit messen. Je Liter 400g Zucker mit 400ml Wasser und einer Vanillestange einige Minuten kochen lassen, dann vom Herd nehmen und den Alkohol unterrühren. Abkühlen lassen, die Vanilleschote entfernen und den Likör in Flaschen füllen. 24 Stunden offen stehen lassen, dann verschließen. Mindestens 2 Monate ruhen lassen.




Ich hab meinen am Sonntag aus dem Keller geholt und durch einen Kaffeefilter abfiltriert. Die Farbe sieht schon mal genial aus. Wird aber sicher noch intensiver mit der Zeit. Er riecht auch wunderbar herrlich nach Quitte, aber es fehlt noch etwas an Geschmack. Aber er muss ja auch noch Ruhen =) Wer also wirklich viel Geduld hat und Schalen und Kerngehäuse übrig hat, muss dieses Rezept uuuuuuunbedingt ausprobieren! 



Dienstag, 9. Oktober 2012

Quittenlikör standart


Die einfachste, effektivste und schnellste Methode Quittenlikör anzusetzten.
Eine Arbeitskollegin macht ihren Likör so und sie hatte vor ein paar Jahren mal ein Fläschchen zum probieren dabei, der schon ein paar Jahre alt und gereift war. Wahnsinn! Der Geschmack war so intensiv und lecker! Seit dem bin ich auch überzeugt, dass man guten Likör nicht einfach mal schnell machen kann, guter Likör braucht Zeit. Viel Zeit. Anfangen zu trinken kann man diesen eigentlich ein 3/4 Jahr nach dem Ansetzten, dann schmeckt man die Quitte schon raus, aber ich würde ihn eher noch länger stehen lassen.
Da man mit dem Quittenlikör für Ungeduldige kein besseres und schnelleres Resultat erzielt, würde ich jedem dieses empfehlen und auf das Quitten pürieren zu verzichten =D
Ich hab beide Varianten angesetzt, also einmal Wodka, einmal Obstbrand. 

Quittenlikör „standart“

200g Quitten
170g Kandiszucker, braun
½ Liter Obstler/Wodka

Die Quitten waschen, würfeln und in eine Flasche füllen. Kandiszucker zu den Quitten geben und mit Alkohol aufgießen. Bis etwa Weihnachten im Dunkeln stehen lassen, zwischendurch schütteln.
Anschließend durch ein Sieb geben und in eine Flasche abfüllen. Reifen lassen, ab und zu mal den Geschmack testen. ;)

Montag, 8. Oktober 2012

Quittenrum


Letztes Jahr hatte ich einen kurzen Beitrag über Quittenliköre geschrieben und versprochen nach und nach über verschiedene Rezepte und das Ergebnis zu berichten. Bisher hat es nur das Rezept für Ungeduldige geschafft. Die letzten Tage fällt mir auf, dass einige nach Quittenlikör-Rezepten suchen und bei mir landen und dabei hab ich die guten und leckeren Rezepte noch gar nicht verbloggt *schäm*. Nun werd ich das die nächsten Tage nachholen und fang gleich mal mit dem an, der am schnellsten himmlisch nach Quitte schmeckt.
Das Rezept hab ich aus'm CK-Forum. Von meinen Quittenlikören hat der Rum die intensivste Färbung.

Quittenrum

Ansatz in 1l-Flasche mit 54%-igem Rum
0,7l klein geschnittene Quitten
80ml Vollrohrzucker

Den Flaum von den Quitten abreiben, waschen, abtrocknen und in kleine Stücke schneiden. Die Quittenstücke und den Vollrohrzucker in einem Messbecher abmessen und Beides in die 1l-Flasche schichten.  Etwa drei Stunden ziehen lassen bis sich eine ca. 3 cm Saftschicht gebildet hat. Danach mit dem Rum die Flasche auffüllen. Falls die Quitten viel Rum aufsaugen, nochmal mit Rum auffüllen.
Den Ansatz sechs bis acht Wochen in die Sonne stellen und gelegentlich umschütteln. Danach abfiltrieren und den Rum in eine Falsche füllen.
Nach dem Abfüllen noch einige Monate ruhen lassen. 12 Wochen mindestens, dann schmeckt er schon gut. Je länger er steht, desto besser schmeckt er natürlich!

Samstag, 18. August 2012

Johannisbeerlikör mit Honig

Eigentlich hatte ich vor einer Weile hier versprochen, dass demnächst ein paar Likör-Rezepte kommen sollen. Seither hab ich es geschafft immerhin 1 Rezept zu veröffentlichen. 
Ich hab letzten Sommer schon Johannisbeerlikör gemacht, mir persönlich war er aber etwas zu sauer. Manch andere hätten die ganze Flasche trinken können ;) Bin bei Likören wohl eher die Süße ;)
In dem Heftchen "Leckeres aus Omas Küche - Einmachen 27/2012" bin ich auf dieses Rezept gestoßen. 
Mit Honig fand ich das Ganze sehr interessant und schon heute, beim abfiltern, schmeckt der Likör sehr, sehr lecker! Das gibt es wirklich eher selten. Die meisten guten Liköre brauchen auch nach dem Abfiltern noch Monate zur Reife.

Johannisbeerlikör mit Honig

1kg Johannisbeeren
1 Vanilleschote 
100g Honig
500g dunkler Kandiszucker
3 Flaschen à 750ml Obstbranntwein, 38%vol

Die Johannisbeeren mit einer Gabel von den Rispen streifen und verlesen.
Die Vanilleschote klein schneiden und mit Honig und zerstoßenem Kanidszucker in ein entsprechend großes Ansatzgefäß geben.
Den Obstbranntwein über die Früchte gießen. 
Das Ansatzgefäß gut verschließen und das Ganze an einem kühlen, dunklen Ort mindestens 6 Wochen ziehen lassen.
Den fertigen Likör über ein sauberes Passiertuch oder einen Papierfilter abseihen.
Den Jahnnisbeerlikör in gut verschließbare Flaschen füllen.

Samstag, 7. Juli 2012

Erdbeerlikör mit Weinbrand

Eines meiner Hobby's ist auf jeden Fall Liköre zu machen.

So wird jedes Jahr Neues ausprobiert. Bei manchen Früchten hat man schon das perfekte Rezept gefunden, bei manchen ist man mit dem Ergebnis noch nicht wirklich zufrieden.

Zum überhaupt ersten Mal hab ich Erdbeeren angegesetzt. Rezepte findet man viele, aber Rezepte die mir dann auch noch sympathisch sind... das wird schon schwieriger =D Aber dieses hier mit Weinbrand, das gefiel mir auf Anhieb.
Woher ich es hab, weiß ich beim besten Willen, leider nicht mehr. Auf jeden Fall aus den weiten Tiefen des Internets.

Gestern hab ich es nach 4 Wochen abfiltriert. Der Geruch ist schonmal umwerfend! Das verheißt sehr Gutes ;) Der Likör soll nun noch mindestens 12 Wochen ruhen und ich weiß jetzt schon, dass er dann gigantisch schmecken wird. Und je länger er dann steht, desto besser wird er werden =)

Erdbeerlikör mit Weinbrand

Für den Ansatz in einer 1l–Flasche benötigt man folgende Zutaten, die man ganz einfach alle in einem Meßbecher abmisst:

250ml Erdbeeren
120ml Vollrohrzucker (alternativ weißer Kandiszucker)
(1 Zimtstange) hab ich weg gelassen
¼ Vanilleschote
(Je eine Prise Bertram, Galgant und Muskatnuss (sofern vorhanden))
auch weg gelassen

Erdbeeren waschen, auf Küchenkrepp trocknen lassen bzw. vorsichtig trocken tupfen. Zusammen mit den Gewürzen in das Glas schichten. Die Vanilleschote einritzen, das Mark herausschaben und samt Schote zum Ansatz geben. Vollrohrzucker darüber geben und alles etwa zwei bis drei Stunden ziehen lassen, bis sich eine Saftschicht gebildet hat (etwas schwierig mit Kandis;) ). Anschließend den Weinbrand auffüllen. Den Ansatz ca. vier Wochen an einem sonnigen Ort unter gelegentlichem Rühren oder Schütteln stehen lassen. Danach filtern und abfüllen. Den Erdbeerlikör ruhig noch für mindesten 12 Wochen ruhen.

Mittwoch, 9. November 2011

Himbeerlikör

Dieser Sommer war für mich ein Likörsommer. 
Ich hab so viele Liköre angesetzt wie noch nie und die Ergebnisse sind mega lecker! =D
Am allerbesten hat mir bisher der Himbeerlikör gefallen und geschmeckt. =)
Wobei er mit jeder Woche noch besser wird. 
Eigentlich haben wir nie Himbeeren über, die kommen alle von allein weg.
Aber doch konnte ich die nötigen 400g abzweigen, was sich gelohnt hat.

Himbeerlikör


4 Wochen stehen lassen

400g Himbeeren
400g Zucker
½ Liter Wodka
1 Vanilleschote

Himbeeren und Zucker vermischen, in ein sauberes Glasgefäß geben, mit Wodka auffüllen und fest verschließen!
Deckel fest verschließen und 4 Wochen an einem warmen, aber dunklen Ort ruhen lassen (Zucker muss sich gelöst haben).
Abfiltrieren/abseihen und in Flaschen abfüllen!



Entdeckt auf Chefkoch und für sehr gut befunden!

Sonntag, 6. November 2011

Quittenlikör für Ungeduldige







Dieses Rezept, bzw. diese Methode hab ich aus einem kleinen Buch, das sich allgemein der Likörherstellung widmet. Prinzipiell nicht schlecht das Buch.
Aber Likörrezepte in denen die Früchte püriert werden sind mir einfach unsympathisch. Lieber lass ich den Ansatz in Stücken länger stehen. Allgemein heißt es ja, je länger es steht, desto besser. Zudem hat man weniger Arbeit und weniger Mühe mit dem Filtrieren!^^
Aber das Rezept ist ja nicht umsonst für Ungeduldige =)
Habt ihr übrigens schonmal versucht mit einem Zauberstab Quitten zu pürieren? Ich bin fast durchgedreht! Wirklich! Hab schlussendlich die Quitten in den Standmixer befördert und als das immer noch nicht klappte, den Alkohol grad mit dazu gegeben. Und das ergab nen schönen Brei!

Insgesamt kam beim abfiltrieren mehr Flüssigkeit zustande als ich erwartet hatte. Nach zweimaligem filtrieren durch Kaffeefilter war es schön klar, hat aber viel, viel Zeit gekostet.


Quittenlikör für Ungeduldige

500g Quitten
1 Schluck Zitronensaft
500ml Wodka
300ml Zuckersirup (s. weiter unten)

Die Quitten waschen und mit Schale und Kerngehäuse in der Küchenmaschine zerkleinern (hahaha...). Das Mus in eine Flasche mit weitem Hals geben und den Zitronensaft zugeben.
Den Wodka darüber geben und an einem hellen Ort 4 Wochen ruhen lassen.
Den Ansatz auf ein Abseihtuch geben und die Flüssigkeit in einen Auffangbehälter laufen lassen. Das Tuch auspressen.

Den Extrakt durch einen Filter laufen lassen und mit dem Zuckersirup mischen.
Den Likör in sterilisierte Flaschen füllen und noch 6 Wochen ruhen lassen.


Zuckersirup nach dem Likör-Buch:
200ml Wasser
500g Zucker

Aufkochen und abkühlen lassen.

6 Wochen soll er nun noch ruhen, wobei ich meine je länger er noch "ruht", desto besser wird er werden. Ich erwart auch mal, dass die Farbe noch intensiver wird. Ob der Likör mit traditionell hergestelltem mithalten kann? Ich bin gespannt! =)

Fazit: Hier nachzulesen!



Dienstag, 1. November 2011

Quittenlikör

Ich mag gern Liköre und am allerliebsten natürlich selbst gemacht =)
Diesen Sommer hab ich so einige angesetzt, allerdings war das vor meiner Bloggerzeit. Entweder werde ich nach und nach berichten oder nächstes Jahr wenn es wieder ans Ansetzten geht aktuell darüber schreiben.


Was momentan gerade noch "rumsteht" sind diverse Quittenliköre.
Ich hab insgesamt 4 verschiedene angesetzt. Ich hab meinen klaren Favorit, von dem ich erwarte, dass er eindeutig der Beste wird ;) Aber ich bin ja Experimentierfreudig =)


Angesetzt wurde:


1. Quittenlikör für Ungeduldige
2. Quittenrum
3. Quittenlikör, "Standart"
4. Quittenlikör für ganz, ganz Geduldige


Nach und nach werd ich diese 4 Varianten vorstellen und nach meinem Geschmack beurteilen ^^
Ich kann es kaum erwarten =)