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Dienstag, 10. November 2015

Quitten-Relish

Dieses Jahr war/ist ein sehr gutes Quittenjahr. Zumindest hab ich bisher nichts gegenteiliges gehört. Ich selbst besitze keinen Quittenbaum (nur ein Quittenstämmchen, welches bisher nichts abwirft), was auch nicht schlimm ist, denn ich kenne keinen Quittenbaumbesitzer der nicht jedes Jahr über die Masse an Quitten stöhnt. Auch wenn grad kein Quittenjahr ist. Keiner kann alle Quitten verarbeiten und verschenken. Irgendwie schade drum!
Mein Opa hat ein paar Anlaufstellen, die sich immer freuen, wenn er kommt und Quitten mitnimmt. Und jedes Jahr bringt er mir etliche Kilo mit.


Letztes Jahr stolperte ich im Heftchen "Weck Landjournal 5/14" über ein Quitten-Relish. Das speicherte ich mir damals ab, kam aber nicht mehr dazu, es zu machen. Als ich vor einigen Wochen mal wieder meine Rezepte nach Quitten durchstöberte, blieb ich mal wieder am Relish hängen und dachte, nun muss ich das aber endlich mal ausprobieren.
Gedacht - getan... hab ich nun ein wunderbar fruchtiges, süßes und leicht saures Relish, das herrlich duftet!

Ich denke, das Einkochen ist nicht unbedingt notwenig. Heiß abgefüllt, sollte das Relish eine ganze Weile haltbar sein. Je nach Menge, die man macht, lohnt sich das Einkochen aber doch, da es die Haltbarkeit doch nochmal gut verlängert.

Quitten-Relish

4-5 Weck-Gläser á 290ml
250g rote Zwiebeln
1kg Quitten
60g Rohrzucker
1EL gelbe Senfkörner
300ml Weisswein
100ml Weißessig
1 mittelscharfe Chilischote
Salz
Pfeffer

Zwiebeln klein würfeln. Quitten durch abreiben vom Flaum befreien. Großzügig schälen, anschließend vierteln. Kerngehäuse, Stiel und Blütenansatz entfernen. Bitte nichts von allem in den Abfall oder auf den Kompost werden. Unbedingt diesen Likör ansetzten! =)
In sehr kleine Würfel schneiden. Rohrzucker in einem großen Topf karamellisieren. Zwiebel und Quitten zugeben, sowie die Senfkörner.
Mit Weisswein und Essig ablöschen. Aufochen und 10 Minuten köcheln lassen. Chilischote halbieren, Samen entfernen und in feine Würfel schneiden. Zugeben und 5 Minuten köcheln lassen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.
In ausgekochte Gläser geben und bei 90°C 30 Minuten einkochen.

Dienstag, 3. November 2015

Oma's Quittengelee

In der Quittenzeit landen ganz viele Suchanfragen zu Quitten auf meinem Blog. Egal ob diverse Liköre, Saft, Sirup, Gelee oder Kuchen.
Einige Anfragen lauteten wie dieser Titel heute. 
Mir fiel ein, dass ich vor ein paar Jahren zwar Quittengelee gemacht habe, eigentlich auch wie meine Oma, aber statt Zucker, Gelierzucker verwendet hatte. Mir gefällt das Ergebnis und der Geschmack mit reinem Zucker aber besser und das ist natürlich originaler nach Oma. =)
Inzwischen mach ich Quittengelee nur noch so und das muss natürlich dokumentiert werden.
Vor etwas Zeit hab ich einige Kilo Quitten gekocht und hab nun über 30 Gläser Gelee! Ich bin mal gespannt, wie lange das reicht. Wobei, in unserem Schopf lagern momentan noch immer mindestens 2kg Quitten. Mal schauen, was ich daraus noch mache.

Oma's Quittengelee

Quitten
Wasser
Zitronensaft
Zucker 


Die Quitten mit einem Tuch sorgfältig abreiben, den Flaum entfernen und wiegen. Eine Schüssel mit demselben Gewicht an Wasser füllen und einen Schluck Zitronensaft zugeben.
Die Quitten vierteln. Nur den Stielansatz und die Blüten entfernen. 
Schalen und das Kerngehäuse werden mit verwendet - das bringt zusätzliches Aroma. Wenn ihr noch andere Quittenköstlichkeiten herstellt, wozu man die Quitten vielleicht auch schälen muss, dann bitte nichts weg werfen, sondern diesen überaus leckeren Likör herstellen.
Die Quittenstücke gleich in das Zitronenwasser geben. Das Ganze nun aufkochen und etwa 30-40 Minuten sanft köcheln lassen. Herd ausschalten und den Topf über Nacht stehen lassen. Falls ich das Ganze schon Mittags hab köcheln lassen, koche ich es gern nochmal kurz auf bevor ich ins Bett gehe.
Am nächsten Tag ein Abseihtuch in ein Sieb legen und den Inhalt des Topfes hineingeben und den Saft auffangen. Wenn der Saft gut abgetropft ist, die Quitten im Tuch gut ausdrücken!
Nun die Menge des Saftes abmessen und die gleiche Menge an Zucker zugeben. Also auf 1l Saft kommt 1kg Zucker. Das Ganze aufkochen und bis zur gewünschten Konsistenz leicht köcheln lassen. Immer mal wieder die Gelierprobe machen. Das Gelee meiner Oma hat eine Konsistenz wie Honig. Man könnte wirklich behaupten, dass es quasi Fäden zieht. Das kommt daher, dass sie während der Saft mit dem Zucker kocht, die komplette Zeit rührt!
Ich hab nicht die ganze Zeit gerührt. Meine Gelee wurde auch fest, aber die Konsistenz ist, wie soll ich sagen? Eher stückig? Hört sich komisch an. =D
Probiert es aus!
Wenn das Gelee fertig ist, in zuvor sterilisierte Gläser abfüllen und abkühlen lassen.

Sonntag, 3. November 2013

Quitten-Streusel-Kuchen


Nach meinen Quitten-Experimenten dieses Jahr blieb genau eine Quitte übrig. Im Hinterkopf hatte ich entweder Kuchen backen oder was "salziges" kochen. Schlussendlich wurde es nun doch der Kuchen, mit Quitten kochen muss nun bis nächstes Jahr warten.
Da es nur eine Quitte war, wurde es ein kleiner Kuchen, sehr praktisch, wenn man nicht tagelang Kuchen essen mag und auch nicht gerade viel Besuch bekommt. Der typische Quittengeschmack wie man ihn von Gelee, Saft, Sirup und Likör kennt, kommt so nicht heraus, es hat eher was apfeliges, birniges. 
Streusel hab ich sehr viel gemacht, da ich Streusel sehr gerne mag. Wer eher "normale" Mengen vorzieht, sollte die Streusel Zutaten um etwa 1/3 reduzieren. ;-)

Quitten-Streusel-Kuchen


60ml Milch
30g Butter
125g Mehl
5g Trockenhefe
20g Zucker
1 Quitte
Zitronensaft
120g Mehl
60g Butter

Für den Hefeteig Milch mit der Butter in einen Topf geben und leicht erwärmen bis die Butter geschmolzen ist. Hefe mit Mehl und Zucker in einer Schüssel mischen und die lauwarme Milch/Butter-Mischung zugeben. Mit den Knethaken des Handrührgerätes verkneten bis ein schöner Teig entsteht.
Diesen mit einem Tuch bedeckt gehen lassen bis er etwa doppelt so groß ist.
Dann den Teig ausrollen, eine kleine Backform (ca. 25x17cm) damit auslegen und noch mal gehen lassen.
Eine Schüssel Wasser mit einem Schuss Zitronensaft vorbereiten. Die Quitte gut abreiben und vom Flaum befreien. Vierteln, Kerngehäuse entfernen und in dünne Scheiben schneiden. Diese gleich ins Zitronenwasser legen.
Die Scheiben auf dem Teig verteilen und mit 1,5EL Vanillerohrzucker bestreuen.
Nun aus kalter Butter, Mehl und Rohrzucker Streusel kneten und auf den Quittenscheiben verteilen.
180°C Ober-/Unterhitze – 25 Minuten backen.

Dienstag, 22. Oktober 2013

Quittensirup


Quitten, Quitten, Quitten! Das mag ich wirklich am Herbst! Was ein Aroma, was ein Duft!
Schon lange wollte ich unbedingt mal Sirup daraus machen. Nachdem ich vom letzten Jahr noch literweise Likör hab, wollte ich nicht schon wieder welchen ansetzten und hab mich stattdessen an Sirup gewagt. Schon vor einiger Zeit hatte ich in einem Dehner-Heftchen ein Rezept entdeckt, dass ich natürlich etwas abwandeln musste/wollte. Ich schaff es eigentlich ja nie nach Rezept zu kochen oder etwas einzumachen. Ich seh das eher als Leitlinie. ;-)

Der Sirup hat wie alle Quittenprodukte eine herrliche Farbe (ich weiß, ich schwärme jedes Mal davon =D ), riecht ganz wunderbar und schmeckt natürlich genial, ganz nach individuellem Geschmack mit Wasser oder Mineralwasser verdünnt oder gar als kleines Schlückchen im Glas Sekt.
Im Winter bin ich gar kein Sirup/Wasser-Trinker und freu mich nun schon auf den nächsten Frühling und Sommer, wenn ich diesen eingefangenen Geschmack genießen kann.
Quittensirup

1kg Quitten
1l Wasser
Saft einer Zitrone
700g Zucker

In einem Topf das Wasser mit dem Saft der Zitrone bereit stellen. Quitten mit einem Tuch gut abreiben, um den Flaum zu entfernen. Die Früchte in große Stücke schneiden, Blüte und Stiel entfernen. Kerngehäuse bitte nicht entfernen. 
ke schneiden und mit Wasser ca. 20 Minuten weich kohen  und anschließend durch ein Tuch passieren. Die Quittenstücke gleich in den Topf zum Zitronenwasser geben. Nun alles aufkochen und 20 Minuten leicht köcheln lassen. Danach vom Herd ziehen und abkühlen lassen. Wer mag kocht das Ganze nochmal gut auf, anschließend über Nacht stehen lassen.
Am nächsten Tag alles durch ein Sieb gießen, dass mit einem Baumwolltuch ausgelegt wurde. Den Saft auffangen und das Mus ausdrücken. Nicht zu arg drücken, falls das Baumwolltuch etwas gröber ist, sonst sind nachher Schwebstoffe im Sirup (wobei das nicht schlimm wäre). Nun den Saft zurück in den Topf geben, Zucker zugeben, aufkochen und in sterile Flaschen füllen = mit kochendem Wasser ausgespült und im Backofen für 10 Minuten (oder bis sie trocken sind) bei 120°C getrocknet. Verschließen, abkühlen lassen.

Montag, 14. Oktober 2013

Quittensaft

Nun sind wir wieder mitten in der Quittenzeit. 
Auf meinem Blog sind seit Wochen Rezepte wie Quittengelee und diverse Quittenliköre gefragt ohne Ende. 
Diese kleine Sammlung wird in nächster Zeit noch um ein paar wenige Rezepte ergänzt, wie heute zum Beispiel Quittensaft.

Am Wochenende hab ich unsere Quittengelee-Vorräte aufgestockt und spontan beschlossen die Hälfte der Quitten zu Saft zu verarbeiten.
Die Farbe find ich mal mega klasse! Und erst der Duft!
Schmeckt total lecker pur (sehr intensiv) oder zu 2/3 mit Wasser verdünnt.
Durchaus gut vorstellen kann mir einen kleinen Schluck im Glas Sekt oder im Winter in einem leckeren, wärmenden Punsch! Hmmmmm, ich freu mich drauf! =) 


Quittensaft

1kg Quitten
1l Wasser
Saft einer Zitrone
75g Honig oder Agavendicksaft
100g Rohrzucker

Einen Topf mit dem Wasser und dem Saft der Zitrone bereit stellen. Die Quitten mit einem Tuch abreiben um den Flaum zu entfernen und mit einem scharfen Messer grob in Stücke schneiden. Nicht schälen und nicht das Kerngehäuse entfernen, lediglich den Stängel und die Blüte.
Die Quittenstücke gleich ins Wasser geben. Nun alles einmal aufkochen und eine halbe Stunde köcheln lassen. Wenn wir unseren Holzherd schon in Betrieb haben, lass ich den Topf den Rest des Tages auf der kühlsten Stelle stehen (die auch recht heiß ist) und lasse das Ganze leicht vor sich hin simmern. Ansonsten lass ich den Topf einmal auskühlen und koch dann alles noch einmal auf und lass es bis zum nächsten Tag stehen.
Am nächsten Tag alles durch ein mit einem Tuch ausgelegtes Sieb gießen. Abtropfen lassen und gut ausdrücken. Bei mir waren es 1,5l Saft, dieser kommt zurück in den Topf, zusammen mit dem Honig oder Agavendicksaft und dem Rohrzucker. Noch einmal ordentlich aufkochen und in sterile Flaschen (mit kochendem Wasser ausspülen und im Backofen gute 10 Minuten bei 120°C sterilisieren) füllen, verschließen und abkühlen lassen. So sollte sich der Saft einige Monate, wenn nicht sogar Jahre halten. Hat sich bisher allerdings nicht testen lassen, da alle Vorräte recht schnell aufgebraucht sind. ;-)

Montag, 15. Oktober 2012

Quittengelee


Welch ein Duft!
Und noch eine Kiste mit Quitten hab ich geschenkt bekommen. =)
Ich glaub jeder hier in der Gegend, der einen Quittenbaum hat und das müssen viele sein, ist froh ein paar davon verschenken zu können. Kann ich verstehen, wenn ich einen Baum über und über voll hätte, könnte ich auch nicht alle verbrauchen.
Aus einem Teil meiner zweiten Quittenkiste hab ich Quittengelee gemacht. (Aus dem anderen Teil und der ersten Kiste hab ich mehrere Liter Likör und Rum angesetzt.) 
Quittengelee gab es bei uns seit ich denken kann und genau so lange ist es mein Lieblings-Gelee! =) Wir haben unsere Hildabrötchen zu Weihnachten auch immer mit Quittengelee befüllt. Hmmmm =)
Mein Gelee mach ich nach Oma's Rezept. Die einzige Änderung bezieht sich auf den Zucker. Ich nehme Gelierzucker 1:2, meine Oma normalen Haushaltszucker. 
Als ich vor ein paar Jahren nach einem Rezept gesucht hab, fand ich viele, in denen Wert darauf gelegt wurde, dass das Gelee eine helle Farbe hat, weil man ja nicht will dass die Farbe zu intensiv wird. Warum man das nicht will, kann ich bis heute weder verstehen noch nachvollziehen. Weiß da draußen jemand etwas dazu?
Das Gelee meiner Oma ist immer intensivst orange-rot. Ich find die Farbe schön! Und mein Gelee mach ich daher genau so orange-rot =)

Quittengelee

2kg Quitten
Saft einer Zitrone
2l Wasser
Gelierzucker, 1:2







Die Quitten mit einem trockene Tuch abreiben und den Flaum entfernen. 

2l Wasser in einen großen Topf geben und den Saft einer Zitrone hineingeben.
Die Quitten in große Stücke schneiden, Kerngehäuse, Schale usw. kann dran bleiben.
Die Quitten nun aufkochen und ca. 1 Stunde leicht köcheln lassen.
Dann den Herd ausschalten und den Topf zugedeckt über Nacht stehen lassen.
Wenn sich das Wasser schön gefärbt hat, den Saft durch ein mit einem Tuch ausgelegtes Sieb geben und die Flüssigkeit gut auspressen.
Den Saft abmessen (bei mir waren es 2,8l) und mit der entsprechenden Menge Gelierzucker 2:1 (bei 2,8l knapp 1,5kg) in einem großen Topf aufkochen lassen. Etwa 4 Minuten kochen lassen. Gelierprobe machen und in sterile Gläser abfüllen, verschließen, 5 Minuten auf den Kopf stellen und abkühlen lassen.
13 Gläser wurden es bei mir.
Irgendwie find ich, das Ergebnis passt gut zu Uwe's
Orangenem Oktober. =)
HighFoodality Blog-Event Cookbook of Colors

Donnerstag, 11. Oktober 2012

Zusammenfassung und Ergebnis der Quittenliköre

Vor einem Jahr hab ich 4 bzw. 5 verschiedene Quittenliköre angesetzt. Die letzten Tage habe ich die Rezepte gebloggt. Probiert und verglichen hab ich sie natürlich auch. Von allen aber nur einen Schluck, sonst hätte ich gleich ins Bett müssen ;-)
Ich möchte nun übersichtlich die Vor- und Nachteile der unterschiedlichen Methoden auflisten.

Den "Quittenlikör für Ungeduldige"   streich ich mal, den würde ich keinem empfehlen. Man hat zwar schnell was in der Flasche, aber das schmeckt nach nichts. Man hat viel Mühe, die man sich sparen kann.

Wer schnell ein Ergebnis möchte macht am Besten den Quittenrum. Der Rum hatte am schnellsten Geschmack von allen und auch eine schöne Färbung. Davon hab ich tatsächlich schon nicht mehr viel übrig.

Mein Standartrezept kann ich jedem empfehlen. Es ist schnell und einfach angesetzt, Quitten einfach klein schnippeln, Zucker dazu, mit Alkohol übergießen, bis Weihnachten stehen lassen, abfiltrieren und reifen lassen.
Je nach Geschmack, Vorrat, Lust und Laune nimmt man Wodka oder Obstler.

Für mich persönlich ist das Rezept für ganze Geduldige ein ganz besonderes. Es steht ein Jahr und eignet sich vor allem, wenn man von anderen Rezepten Schale und Kerngehäuse übrig hat. Das Ergebnis wird echt lecker, hat ne tolle Farbe und wird mit jedem Monat den es steht immer besser.


Also: Unbedingt alle verfügbaren Quitten schnappen und ansetzten =) Es lohnt sich! =)

Mittwoch, 10. Oktober 2012

Quittenlikör für ganz Geduldige


Sehr praktisches Rezept für alle Quittenverwerter die Schale und Kerngehäuse übrig haben. Statt sie auf den Kompost zu werfen, hier ein Rezept, dass man ansetzt und dann am Besten vergisst und laaaange stehen lässt:
(Entdeckt hab ich diesen Tipp mal im CK-Forum)

Quittenlikör für ganz Geduldige

Quitten, nur die Schalen und Kerngehäuse
Wodka oder Doppelkorn
Zucker
Wasser
Vanilleschote

Alkohol in ein großes Glasgefäß gießen. Nach und nach anfallende Quittenschalen und Kerngehäuse dazugeben. Vom Verhältnis her sollte der Alkohol doppelt so viel Ausmachen, wie Quitten-Schalen und -Kerngehäuse. 
Das ganze ein Jahr stehen lassen. 
Danach filtrieren und die Flüssigkeit messen. Je Liter 400g Zucker mit 400ml Wasser und einer Vanillestange einige Minuten kochen lassen, dann vom Herd nehmen und den Alkohol unterrühren. Abkühlen lassen, die Vanilleschote entfernen und den Likör in Flaschen füllen. 24 Stunden offen stehen lassen, dann verschließen. Mindestens 2 Monate ruhen lassen.




Ich hab meinen am Sonntag aus dem Keller geholt und durch einen Kaffeefilter abfiltriert. Die Farbe sieht schon mal genial aus. Wird aber sicher noch intensiver mit der Zeit. Er riecht auch wunderbar herrlich nach Quitte, aber es fehlt noch etwas an Geschmack. Aber er muss ja auch noch Ruhen =) Wer also wirklich viel Geduld hat und Schalen und Kerngehäuse übrig hat, muss dieses Rezept uuuuuuunbedingt ausprobieren! 



Dienstag, 9. Oktober 2012

Quittenlikör standart


Die einfachste, effektivste und schnellste Methode Quittenlikör anzusetzten.
Eine Arbeitskollegin macht ihren Likör so und sie hatte vor ein paar Jahren mal ein Fläschchen zum probieren dabei, der schon ein paar Jahre alt und gereift war. Wahnsinn! Der Geschmack war so intensiv und lecker! Seit dem bin ich auch überzeugt, dass man guten Likör nicht einfach mal schnell machen kann, guter Likör braucht Zeit. Viel Zeit. Anfangen zu trinken kann man diesen eigentlich ein 3/4 Jahr nach dem Ansetzten, dann schmeckt man die Quitte schon raus, aber ich würde ihn eher noch länger stehen lassen.
Da man mit dem Quittenlikör für Ungeduldige kein besseres und schnelleres Resultat erzielt, würde ich jedem dieses empfehlen und auf das Quitten pürieren zu verzichten =D
Ich hab beide Varianten angesetzt, also einmal Wodka, einmal Obstbrand. 

Quittenlikör „standart“

200g Quitten
170g Kandiszucker, braun
½ Liter Obstler/Wodka

Die Quitten waschen, würfeln und in eine Flasche füllen. Kandiszucker zu den Quitten geben und mit Alkohol aufgießen. Bis etwa Weihnachten im Dunkeln stehen lassen, zwischendurch schütteln.
Anschließend durch ein Sieb geben und in eine Flasche abfüllen. Reifen lassen, ab und zu mal den Geschmack testen. ;)

Montag, 8. Oktober 2012

Quittenrum


Letztes Jahr hatte ich einen kurzen Beitrag über Quittenliköre geschrieben und versprochen nach und nach über verschiedene Rezepte und das Ergebnis zu berichten. Bisher hat es nur das Rezept für Ungeduldige geschafft. Die letzten Tage fällt mir auf, dass einige nach Quittenlikör-Rezepten suchen und bei mir landen und dabei hab ich die guten und leckeren Rezepte noch gar nicht verbloggt *schäm*. Nun werd ich das die nächsten Tage nachholen und fang gleich mal mit dem an, der am schnellsten himmlisch nach Quitte schmeckt.
Das Rezept hab ich aus'm CK-Forum. Von meinen Quittenlikören hat der Rum die intensivste Färbung.

Quittenrum

Ansatz in 1l-Flasche mit 54%-igem Rum
0,7l klein geschnittene Quitten
80ml Vollrohrzucker

Den Flaum von den Quitten abreiben, waschen, abtrocknen und in kleine Stücke schneiden. Die Quittenstücke und den Vollrohrzucker in einem Messbecher abmessen und Beides in die 1l-Flasche schichten.  Etwa drei Stunden ziehen lassen bis sich eine ca. 3 cm Saftschicht gebildet hat. Danach mit dem Rum die Flasche auffüllen. Falls die Quitten viel Rum aufsaugen, nochmal mit Rum auffüllen.
Den Ansatz sechs bis acht Wochen in die Sonne stellen und gelegentlich umschütteln. Danach abfiltrieren und den Rum in eine Falsche füllen.
Nach dem Abfüllen noch einige Monate ruhen lassen. 12 Wochen mindestens, dann schmeckt er schon gut. Je länger er steht, desto besser schmeckt er natürlich!

Sonntag, 6. November 2011

Quittenlikör für Ungeduldige







Dieses Rezept, bzw. diese Methode hab ich aus einem kleinen Buch, das sich allgemein der Likörherstellung widmet. Prinzipiell nicht schlecht das Buch.
Aber Likörrezepte in denen die Früchte püriert werden sind mir einfach unsympathisch. Lieber lass ich den Ansatz in Stücken länger stehen. Allgemein heißt es ja, je länger es steht, desto besser. Zudem hat man weniger Arbeit und weniger Mühe mit dem Filtrieren!^^
Aber das Rezept ist ja nicht umsonst für Ungeduldige =)
Habt ihr übrigens schonmal versucht mit einem Zauberstab Quitten zu pürieren? Ich bin fast durchgedreht! Wirklich! Hab schlussendlich die Quitten in den Standmixer befördert und als das immer noch nicht klappte, den Alkohol grad mit dazu gegeben. Und das ergab nen schönen Brei!

Insgesamt kam beim abfiltrieren mehr Flüssigkeit zustande als ich erwartet hatte. Nach zweimaligem filtrieren durch Kaffeefilter war es schön klar, hat aber viel, viel Zeit gekostet.


Quittenlikör für Ungeduldige

500g Quitten
1 Schluck Zitronensaft
500ml Wodka
300ml Zuckersirup (s. weiter unten)

Die Quitten waschen und mit Schale und Kerngehäuse in der Küchenmaschine zerkleinern (hahaha...). Das Mus in eine Flasche mit weitem Hals geben und den Zitronensaft zugeben.
Den Wodka darüber geben und an einem hellen Ort 4 Wochen ruhen lassen.
Den Ansatz auf ein Abseihtuch geben und die Flüssigkeit in einen Auffangbehälter laufen lassen. Das Tuch auspressen.

Den Extrakt durch einen Filter laufen lassen und mit dem Zuckersirup mischen.
Den Likör in sterilisierte Flaschen füllen und noch 6 Wochen ruhen lassen.


Zuckersirup nach dem Likör-Buch:
200ml Wasser
500g Zucker

Aufkochen und abkühlen lassen.

6 Wochen soll er nun noch ruhen, wobei ich meine je länger er noch "ruht", desto besser wird er werden. Ich erwart auch mal, dass die Farbe noch intensiver wird. Ob der Likör mit traditionell hergestelltem mithalten kann? Ich bin gespannt! =)

Fazit: Hier nachzulesen!



Dienstag, 1. November 2011

Quittenlikör

Ich mag gern Liköre und am allerliebsten natürlich selbst gemacht =)
Diesen Sommer hab ich so einige angesetzt, allerdings war das vor meiner Bloggerzeit. Entweder werde ich nach und nach berichten oder nächstes Jahr wenn es wieder ans Ansetzten geht aktuell darüber schreiben.


Was momentan gerade noch "rumsteht" sind diverse Quittenliköre.
Ich hab insgesamt 4 verschiedene angesetzt. Ich hab meinen klaren Favorit, von dem ich erwarte, dass er eindeutig der Beste wird ;) Aber ich bin ja Experimentierfreudig =)


Angesetzt wurde:


1. Quittenlikör für Ungeduldige
2. Quittenrum
3. Quittenlikör, "Standart"
4. Quittenlikör für ganz, ganz Geduldige


Nach und nach werd ich diese 4 Varianten vorstellen und nach meinem Geschmack beurteilen ^^
Ich kann es kaum erwarten =)