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Sonntag, 21. Januar 2018

Den Sommer einfangen und konservieren II

Vor einigen Jahren hab ich Euch schon mal meine selbst eingelegten und eingekochten Vorräte gezeigt
Damals war es schon viel, aber nun ist es noch mehr geworden.
Ich hätte ja nicht unbedingt erwartet, dass ich mit Kind noch mehr schaffe, als die Jahre zuvor, aber mit ein wenig Organisation und aber auch Spontanität geht das echt gut.
Wie damals verlinke ich die Rezepte unter den jeweiligen Bildern, falls es schon verbloggt ist.

Wundert Euch nicht über die Umgebung der Gläser. :-D Wir wohnen in einem sehr alten Haus und der Keller ist alles andere als hübsch und bisher nicht richtig ausgebaut, bzw so alt, dass einiges bröckelt. Irgendwann muss da mal was gemacht werden. Vorerst stehen aber wichtigere Dinge am und ums Haus an.


Von links nach rechts: eingeweckte Pfirsiche. Dieses Jahr einfach nur in Wasser, also ohne Zucker. Hält sich bisher wunderbar. In den ganz kleinen Gläsern ist zuckerfreies Brombeermus. Nicht verbloggt, da es erstmal ein Test war, zwecks Haltbarkeit. Daneben dann einige Gläser Karottenwürfel, -stifte und -scheiben. Unter den Karotten rechts sehe ich noch ein Glas Baked Beans. Daneben mein erster Versuch Mais einzukochen. Nun kommen die Essig- und Sandwichgurken nach diesem Rezept, welches inzwischen unser Standart-Rezept ist. Ganz rechts im Eck steht Weintraubensaft.

Ganz links steht ohne Zucker eingewecktes Birnenmus.
Der rote Inhalt in den nächsten Gläsern sind Rote Beten nach diesem Rezept. Dann folgen Massen an kleinen Gläsern Tomatenmark, Tomatensoße, scharfe Tomatenpaste, Suga al diavoloAuberginen Chili Tomaten Zucchini Confit und ganz viele Gläser stückige Tomaten in eigenem Saft

Da oben nicht alles Platz hatte, mussten ein paar Flaschen und Gläser provisorisch hierhin ausweichen. Tomatenketchup und Gemüsebrühe, die ich schon lange aus Gemüseresten mache, aber bisher nicht verbloggt habe. Das kommt bestimmt noch.

Nun kommen wir zu den Altbeständen: Quitten Relish, brauchen wir höchst selten. Daneben stapeln sich Eingelegte Zucchini im Curry- und Honigsud. Die gingen schon weg wie nichts, momentan eher nicht, das kommt wieder. Dann gibt es noch ein einziges Glas Rote Bete aus dem Vorsommer. Es folg Kürbis in Ingwersirup. Schmeckt uns nicht, aber einigen Leuten im Freundeskreis um so mehr. Praktisches Mitbringsel! Ganz rechts ein letztes Glas Cocktailtomaten mit Honig in Essig.

Eingekochte Bohnen und Chilibohnen, ein letztes Glas Essiggurken vom Vorjahr, dahinter Physalis-Chutney und Jaltomaten-Physalis-Chutney, dann ein paar letzte eingekochte Tomaten. Die lasse ich auslaufen, die stückigen Tomaten in eigenem Saft sind wesentlich praktischer! Das Glas Tomatensoße ist doch kein altes, stelle ich gerade fest. Ganz rechts stehen eingekochte Paprika. Auch äußerst praktisch zum kochen im Winter.

Hier steht einiges durcheinander. Ganz hinten links, im Glas mit dem weißen Deckel sind Chili-Ringli, sehr lecker! Und darf nie ausgehen! Davor stehen einige Dinge die wir geschenkt bekommen haben, wie die Aprikosen-Chili-Paste, eine Art Feigen-Balsamico-Paste zu Käse und eingelegter Kürbis. Hinter dem Kürbis stehen Bärlauch-Kapern. Ein paar Gläser Ketchup und Rhabarber-Chutney mit Chili und IngwerJalapeno Hot SauceSalsa verdeHot Zucchini Salsa und ganz rechts steht Ajvar

Quittengelee, Nektarinen in Zuckerlösung, eingeweckte Mirabellen, Weintrauben-Vanille-Gelee, Rotes Johannisbeergelee, MirabellengeleeGeröstete Rhabarbermarmelade und Apfelmus ohne Zucker aus diesem Jahr.

Das waren nun die Gläser. Einiges schlummert im kleinen Gefrierschrank. Der ist wirklich klein und immer voll. Zudem lagern im Keller noch viele Kartoffeln, ein letzter Kürbis und Knoblauch. Die Zwiebeln sind leider schon aufgebraucht und werden zugekauft, da war die Ernte nicht soooo berauschend. Eimerweise Honig ist eingelagert, wovon wir selber aber nur wenig verbrauchen. Es wird fast alles verkauft.

Die Liköre hab ich nun vergessen fällt mir gerade ein und ein paar Fläschchen Sirup. Bei den Likören hab ich allerdings gerade nicht so den Überblick, da ich schon lange nichts mehr davon getrunken habe. Auf Grund der Schwangerschaft und Stillzeit. An Sirup haben wir inzwischen ein kleines Standartsortimen: Lavendel, Erdbeer und Rhabarber-Vanille.

Mittwoch, 16. August 2017

Sandwichgurken mit Sud nach Weck

Die letzten Jahre hab ich einige Rezepte für Essiggurken gepostet, zum Beispiel hier, hier, hier, hier, hier und hier.
Sie sind alle gut, aber die letzten Jahre hat sich ein Rezept herauskristallisiert, welches lecker, einfach und praktisch ist. 
Bisher hab ich es noch nicht mal gebloggt wie ich festgestellt habe und hole es hiermit nach. Ein wenig hab ich das Rezept natürlich abgeändert. Ich bin mir recht sicher, dass im Original kein Apfelessig verwendet wird. Ich persönlich mag ihn einfach am liebsten, da er schön mild schmeckt. 
Je nach Lust und Laune füge ich Knoblauch, Zwiebeln, Chilischoten,... hinzu oder auch nicht. Mittlerweile machen wir die Essiggurken auch überwiegend als Sandwichgurken, also in Scheiben geschnitten ein. Wir benötigen es so einfach am häufigsten.


Essiggurken nach Weck

Einlegegurken

Sud, pro Glas:
105ml Essig
195ml Wasser
1TL Zucker 
1TL Salz

pro Glas:
1EL gelbe Senfsamen
1EL schwarze Senfsamen
1 Korn Piment
1 Lorbeerblatt
5 schwarze Pfefferkörner
5 weiße Pfefferkörner
evtl. 1 Chilischote
evtl 1/2 Zwiebel
evtl. 2 Knoblauchzehen

Am Vortag die Einlegegurken waschen und mit einer Gemüsebürste oder einem Schwamm abrubbeln. Mit einem Zahnstocher rundherum einstechen, den Stiel und den Blütenansatz entfernen und in eine Schüssel mit Salzwasser legen. Diese Schüssel über Nacht in den Kühlschrank stellen.
Am nächsten Tag die Gläser mit heißem Wasser ausspülen und im Backofen bei 120°C 15 Minuten sterilisieren. Wer Weck-Gläser verwendet kocht die Gummiringe 10 Minuten aus.
Entweder die Gurken in Scheiben schneiden oder so wie sie sind in die Gläser schichten und stapeln. Die übrigen Zutaten zugeben, wie Senfsamen, Pfeffer, usw.
Für den Sud den Essig, das Wasser, Zucker und Salz in einen Topf geben, aufkochen und über die Gurken in die Gläser füllen. Mindestens bis 1cm unter den Rand. Mit dem Deckel verschließen und bei 90°C 30 Minuten einwecken.

Freitag, 25. März 2016

Suchtgefahr: Eingelegte Champignons

Ich mag das Buch "Selbstgemachte Köstlichkeiten" von Oded Schwartz wirklich gern, stelle aber immer wieder fest, dass ich viel zu wenig daraus mache. Leider! Denn wenn ich mal daran denke und dazu komme ist es immer sehr, sehr lecker und sehr schnell aufgebraucht!

Vor einiger Zeit haben wir die in Öl eingelegten Pilze angesetzt. Verwenden kann man eigentlich alle Pilze. Ganz wie man möchte. Wie sind vorerst bei Champignons geblieben. Einfach um das Rezept erst mal testen.

Was soll ich dazu sagen? Naja, wie die Überschrift schon sagt: Mega lecker! Einmal das Glas aufgemacht, kann man kaum mehr aufhören. Durch den Streifen Zitronenschale bekommen die Pilze einen frischen, leicht säuerlichen Geschmack.
Da mein Thymian zu dem Zeitpunkt nicht beerntbar war, hab ich einige Teelöffel getrockneten verwendet. Das geht auch wunderbar.

Pilze in Öl

für 1 Glas mit 750ml
1/4 l Weißweinessig
1/8 l Wasser
2 Knoblauchzehen
1/2 TL schwarze Pfefferkörner
2TL Salz
2-3 Zweige Thymian
500g (gemischte) Pilze
2 Streifen Zitronenschale
1 Lorbeerblatt
Olivenöl, nativ

Essig, Wasser, Knoblauch, Pfefferkörner, Salz und Thymian in einen Topf geben und zum kochen bringen. Bei schwacher Hitze 30 Minuten köcheln lassen. Anschließend die Pilze zugeben und ca. 10 Minuten mitköcheln lassen bis sie gar sind. Mit einem Schaumlöffel herausheben und gut abtropfen lassen. Die Thymianzweige zur Seite legen. Die Pilze mit der Zitronenschale, dem Lorbeerblatt und dem Thymian in ein steriles Glas schichten. Das Olivenöl in einem Topf auf 75°C erhitzen und behutsam in das Glas füllen, bis die Pilze vollkommen bedeckt sind. Ein wenig am Glas rütteln, damit Luftblasen aufsteigen. Anschließend das Glas verschließen. 2 Wochen durchziehen lassen.
Etwa 6 Monate haltbar.

Samstag, 18. Oktober 2014

Rote Bete im Glas II

Letztes Jahr hab ich Rote Bete nach zwei verschiedenen Rezepten haltbar gemacht. Mein Lieblingsrezept hab euch letztes Jahr schon vorgestellt. Der Aufwand hier ist in etwa der Gleiche, die Zutaten sind aber Andere. Statt Zwiebeln und Weißweinessig werden hier Apfelessig, Koriandersamen und Säfte verwendet. Geschmacklich find ich allerdings, dass man kaum einen Unterschied zu meinem anderen Rezept schmeckt, wenn man nicht gerade auf einen Koriandersamen beißt. Aber trotzdem sehr lecker!
Man kann die Bete übrigens wenn man das Glas aufmacht genau so essen. Ich finde man braucht gar nichts nachwürzen oder zugeben. Sie schmecken genau so wie sie sollen.
Rote Bete im Glas II

1kg rote Beete
50g Ingwer
2 Orangen
400ml naturtrüben Apfelsaft
400ml Apfelessig
280g Zucker
2TL grobes Meersalz
2EL Koriandersamen

Die Blätter der Roten Beten abdrehen und evtl. als Spinat blanchieren und einfrieren. Die Knollen abwaschen und in einen großen Topf geben. Mit Wasser bedecken, aufkochen und etwa 30-45 Minuten köcheln lassen. Je nach Größe der Knollen. Wer sich nicht sicher ist, wann sie durch sind, kann das ganz leicht mit einem Messer testen. Einfach mal in die Mitte der Knolle stechen, wenn das leicht geht, ist sie gut.
In dieser Zeit die Gläser sterilisieren. Alle mit kochendem Wasser ausspülen und anschließend im vorgeheizten Backofen bei 120°C Umluft für mindestens 10 Minuten trocknen.
Nun die Koriandersamen in einer Pfanne fettfrei rösten bis sie beginnen zu duften und im Mörser grob zerstoßen.
Die Orangen auspressen.
Den Ingwer schälen und in feine Scheiben schneiden.
Wenn die Roten Beten durch und abgekühlt sind, zieht man sich am besten Handschuhe an und schält sie. Das geht ganz leicht, man kann die Schale einfach mit den Fingern abstreifen. Nun die Knollen in Scheiben oder Stifte schneiden, ganz nach persönlicher Vorliebe und in die Gläser füllen.
Nun Apfelsaft, Essig, Zucker, Salz, Orangensaft, Ingwer und Koriander in einen Topf geben und aufkochen. Die Flüssigkeit in die Gläser gießen, bis die Beten gut bedeckt sind, Gläser verschließen, 5 Minuten auf den Kopf stellen und abkühlen lassen.
Mindestens 1 Woche ziehen lassen, dunkel und kühl lagern. Haltbar sind die Beten eine ganze Weile. Das am längsten gelagerte Glas wurde nach etwa 9 Monaten gegessen. ;-)
Sehr wahrscheinlich halten sie noch viel, viel länger. =)

Mittwoch, 3. September 2014

Gefüllte Auberginen, in Öl eingelegt

Ich hab da so ein Lieblings-Buch. Darin geht es von der ersten bis zur letzten Seite drum Lebensmittel haltbar zu machen. Wenn ich es durch blätter, denk ich bei jeden 2ten Rezept, dass muss ich mir merken und unbedingt machen, wenn das benötigte Gemüse reif ist. 
Wenn es dann so weit ist, hab ich es tatsächlich meistens vergessen. =D

Letztes Jahr hatte ich Massen an Auberginen und war ständig auf der Suche nach Rezepten zum gleich essen und aber auch zum haltbar machen. In diesem Buch sind einige sehr, sehr ansprechende Rezepte. Aber in allen werden Baby-Auberginen verwendet. Meine normalgroßen Auberginen bekomme ich natürlich nicht am Stück in Gläser gepackt.

Im Winter hab ich mich dann auf die Suche nach Baby-Auberginen-Saatgut gemacht und nach einiger Zeit sogar was gefunden. Kürzlich hab ich beide Pflanzen komplett abgeerntet und ein großes Einmachglas damit gefüllt.
Dabei werden die Auberginen gefüllt in Öl eingelegt. Lecker!



Gefüllte Auberginen, in Öl eingelegt

für 1 großes Glas
250g Baby-Auberginen
ca. 20g Pekan- oder Paranüsse
1/2 Zitrone
2 Knoblauchzehen
Salz
Zahnstocher
Olivenöl




Zuerst wird das Glas sterilisiert. Dazu wird es mit heißem Wasser ausgespült und im vorgeheizten Backofen bei 120°C 12 Minuten lang getrocknet.
Die Baby-Auberginen waschen und den Stielansatz abschneiden. Etwas Wasser in eine Pfanne geben, so dass der Boden leicht bedeckt ist. Die Auberginen hineingeben, Deckel auf die Pfanne legen und in etwa 5-7 Minuten weich dünsten. In dieser Zeit die Nüsse halbieren oder je nach Größe sogar vierteln. Die Zitrone heiß abwaschen und in dünne Scheiben schneiden. Die Knoblauchzehen schälen und auch in dünne Scheiben schneiden. 
Die abgekühlten Auberginen seitlich zu 3/4 einschneiden und ein Krümel Salz hineinstreuen. Nun mit je einem Stück Nuss, einer Scheibe Zitrone und einer Scheibe Knoblauch füllen und mit einem halben Zahnstocher zustecken. 
Die Auberginen in das Glas schichten (falls Zitronen- und Knoblauchscheiben über sind: dazwischen schichten) und mit Olivenöl auffüllen. Das Öl vorsichtig in einen Topf kippen, die Auberginen sollten im Glas bleiben.
Das Öl auf dem Herd auf 80°C erhitzen. Am Besten mit einem Thermometer kontrollieren. Wenn 80°C erreicht sind, das Öl über die Auberginen gießen, das Glas gut verschließen und mindestens 3-4 Wochen ziehen lassen.

Samstag, 26. Juli 2014

Eingelegter Grüner Pfeffer


Für ein Rezept benötigte ich kürzlich eingelegten grünen Pfeffer.
Da ich getrockneten grünen Pfeffer da hatte, wollte ich nicht ein Glas eingelegten Pfeffer kaufen. Ich dachte mir, das müsste auch so gehen.

Allerdings mit dem Unterschied, dass gekaufter und eingelegter grüner Pfeffer direkt nach der Ernte frisch eingelegt wird. 

Ich suchte also ein wenig im Internet und fand einige interessante und ganz leichte, schnelle Varianten. 
So hab ich schnell ein Glas angesetzt und 2 Tage später das Rezept gekocht (folgt morgen). Wir sind vom grünen Pfeffer sehr angetan. 
Ich glaub, ich muss zukünftig immer ein Glas eingelegten grünen Pfeffer im Vorrat haben! =)

Eingelegter grüner Pfeffer


40g grüne, getrocknete Pfefferkörner
1,5EL dunkler Balsamico 
1,5EL Weinbrand
3g Salz
97g Wasser

Ein Glas sterilisieren: Mit heißem Wasser ausspülen und im Backofen bei 120°C 15 Minuten lang trocknen.
Den Pfeffer in das Glas wiegen, Balsamico, Weinbrand und Salz zugeben. Wasser aufkochen, heiß zugießen, das Glas sofort verschließen und für 5 Minuten auf den Kopf stellen.
Abkühlen lassen und mindestens ein bis zwei Tage ziehen lassen.

Donnerstag, 9. Januar 2014

Auberginen in Sirup

Letzten Sommer durfte ich eine Auberginenschwemme erleben. Herrlich!
Wir verspeisten sehr häufig Auberginen auf die unterschiedlichsten Arten
Auch eingemacht hab ich einige Kilo. Dieses hier ist mein Lieblingsrezept, was sogar Auberginenhasser (soll es geben) sehr gern mögen und essen.

Ein Rezept, welches ich Euch heute zeigen möchte, hab ich Euch lange vorenthalten. Ich wollte es nämlich erst probieren und testen. Ich poste keine Rezepte die mir nicht schmecken.

Ich entdeckte es in einem Buch (Geschenke aus der Küche) einer Arbeitskollegin. Ich kann mich erinnern, dass ich damals am Rezept hängen blieb, dann weiter blättern wollte, doch noch mal einen Blick drauf warf und irgendwie hin und her gerissen war. 

So ging es mir dann letzten Sommer wieder. Einige Kilo wollten verarbeitet werden. Sirup? Süß? Zimt? Neeee, ich blieb dann doch wieder bei der Aubergine in Öl mit Minze und Chili

Als ich im späten Herbst die Pflanzen ein letztes Mal aberntete, bevor sie auf dem Kompost landeten, konnte ich mich überwinden.
Seit dem stand das Glas bei den Vorräten und gestern hab ich es endlich mal probiert.

Und wie war's? Wie hat es geschmeckt?
Irgendwie lässt sich das nicht so leicht beschreiben.
Gut auf alle Fälle! Sehr zimtig, in mir schreit dann immer alles nach Weihnachten. Vielleicht hätte ich sie etwa einen Monat früher essen sollen. =D Ich kann mich noch nicht recht entscheiden, ob es für mich vielleicht eher zu Süßem passt oder gut kombiniert zu salzigem.
Einfach nebenbei gegessen zu Oliven, Bruschetta und Käse hat es schonmal gar nicht schlecht gepasst. =)

Daher die Empfehlung für alle Experimentierfreudigen: Nachmachen!
Allerdings "dauert" es 3 Tage. An jedem Tag wird ein bisschen was gemacht.

Auberginen in Sirup


Für 2 Gläser à 500ml
1kg Auberginen
Saft von 2 Zitronen
2 Zimtstangen
350g Zucker

Die Auberginen putzen, waschen, in Würfel (Kantenlänge 1cm) schneiden und in einen Topf geben. Mit Wasser bedecken, den Saft von einer Zitrone zugeben und über Nacht ziehen lassen.  

Am nächsten Tag den Topf auf den Herd stellen, aufkochen und etwa 15 Minuten köcheln lassen. In ein Sieb abgießen, abtropfen und abkühlen lassen.
Die Zimtstangen mit ½l Wasser in einem Topf aufkochen, dann bei geringer Hitze etwa 30 Minuten köcheln. Zucker unter Rühren zufügen und so lange weiterrühren, bis er sich aufgelöst hat.
Die Auberginen in die Zuckerlösung geben und etwa 10 Minuten mitköcheln lassen. Den Topf vom Herd nehmen und abgedeckt über Nacht ziehen lassen.

Am nächsten Tag die Auberginen im Sirup langsam erwärmen, restlichen Zitronensaft zufügen und alles aufkochen, bis der Sirup eindickt.
Zuvor 2 Einmachgläser mit kochendem Wasser ausspülen und bei 120°C Umluft für 12Minuten im Backofen trocknen. Die Auberginen mit dem Sirup heiß einfüllen, verschließen und mindestens 3 Wochen vor dem Verzehr ziehen lassen.

Dienstag, 19. November 2013

Den Sommer einfangen und konservieren! =)

Wir bauen so gut wie alles an Gemüse und Obst an was wir brauchen. Aller seltenst (eigentlich nie) kaufen wir welches, mal abgesehen von eher exotischem Obst, wie Mango, Maracuja und Orangen. Und Karotten im Winter für die immer hungrigen Kaninchen. ;-)
Selbst im Winter kaufen wir nichts, denn die Ernte lässt sich in fast allen Fällen sehr gut haltbar machen und konservieren. 
Das ist auch das Ziel meines Blogs, selbst anbauen, vielfältig genießen und haltbar machen für den Winter.

Letztens erwähnte Anna in einem Kommentar unseren Vorratskeller. Das brachte mich auf die Idee hier mal ein paar Bilder zu zeigen. Die meisten Rezepte sind hier auch verbloggt, einige folgen noch, da der Geschmackstest noch fehlt. Und wenn was nicht schmeckt, wird es auch nicht verbloggt oder erst geändert, erneut getestet, usw... =D

Wir wohnen in einem sehr alten Haus und unsere Vorräte befinden sich tatsächlich fast alle im Keller, der sehr düster ist. Daher sind die Fotos teilweise leider auch recht dunkel. 
Ganz praktisch ist, dass man direkt von der Küche in den Keller kommt und direkt hinter der Kellertür 3 Regalbretter an der Wand hängen, so hat man mit einem Griff was man braucht.
Leider kann man nicht alles sehen, da die Regale am überlaufen sind und die Gläser in mehreren Reihen stapelweiße stehen. Ich werde unter den Bildern aber trotzdem mal alles erwähnen was da so steht, auch wenn man davon nichts sieht.
Rote Bete (bei uns Rote Ranen genannt), Quittengelee, Weintrauben-Vanille-Gelee, Mirabellen-Gelee, Kürbis-Kokos-Marmelade, Trauben-Aronia-Gelee, Trauben-Gelee, Löwenzahngelee, Quitten-Marmelade, Rotes Johannisbeergelee, Auberginen mit Minze in Olivenöl.



Auf dem Regal hatten sie keinen Platz mehr und stehen nun auf dem Sicherungskasten: Paprika Pickles und Tomaten mit Honig in Essig.

Im Keller reift mein selbst gemachter Met. Vielleicht probier ich demnächst mal einen Schluck.

Kartoffeln sind es mehr als genug. Ich hoffe wir schaffen es, sie zu verbrauchen. Ja, links im Bild sieht man Erde. Stellenweise besteht der Boden hier nur aus Erde. Unser Vorbesitzer erzählte dass die Vorvorbesitzer richtige Erdhügel da hatten, vermutlich um im Winter darin alle möglichen Arten an Rüben zu lagern.

Der Vorrat an Hokkaido- und Spaghetti-Kürbissen schwindet.

In diesem sehr dunklen Eck im Keller reifen die frischen Liköre, die noch nicht trinkbar sind. Literweise Quittenlikör und -rum aus dem letzten Jahr, Cassis, Heidelbeer, Erdbeer, Vanille und Basilikum-Digestivo. Ein Melonenlikör der dringend abgefiltert werden sollte steht dazwischen. 2 Liköre ohne Beschriftung und ich kann mich grad beim besten Willen nicht erinnern, was das war. Muss ich bei Gelegenheit mal durchprobieren. =D

Hier stehen die "fertigen" Liköre, verschiedene Quitten, Erdbeer, Himbeer-Vanille, Johannisbeer mit Honig, Roter Johannisbeer, Minze, Weihnachtlicher Honiglikör.

Säfte und Sirup dürfen auch nicht fehlen: Weintrauben-Aronia-Saft, Weintrauben-Saft, Quittensaft, Quittensirup, Minzsirup, Lavendelsirup, Melissensirup. Sirup trinken wir eher im Sommer, daher sind die Bestände auch ziemlich aufgebraucht. Am Rand steht ein Fläschchen Balsamico-Creme, bzw. Reduktion.

Getrocknete Tomaten, Himbeeressig, Chiliöl, Knoblauchöl, ein Lebensvorrat an getrockneten Chilis aller Schärfegrade, Basilikum-Essig und -Öl.

Mexikanische Bohnen, Käferbohnen, Schwarze Bohnen, Linsen.

Ein Bild von unserer übervollen Mini-Gefriertruhe hab ich mal nicht gemacht. Würde man sicher nicht viel darauf erkennen. Dort drinnen verstecken sich aber jeweils mehrere Kilo teilweise blanchiertes Gemüse wie Mairüben, Karotten, Erdbeerspinat, Rote Bete Spinat, Zucchini, Paprika, Brokkoli, Mangold, Chilis, Grüne Bohnen, Champignons, Pfifferlinge, Erbsen, Zuckerschoten, (hab ich was vergessen?).
An Obst viele Kilo Johannisbeeren und einige Mirabellen. Alles andere haben wir gegessen. =D
Dazu noch einige Gläser Pesto.
(Vergessen hab ich bestimmt irgendwas und wird ergänzt. ;-) )

Das sollte sehr gut über den Winter reichen und abwechslungsreich lässt daraus allemal kochen. Im Garten lässt sich über den Winter nun auch noch Feldsalat, Topinambur, Karotten, Lauch und Wurzelpetersilie ernten.
Ich glaube ich sollte wieder mehr zum Anbau der einzelnen Pflanzen schreiben, das ist dieses Jahr leider leicht eingeschlafen. =(

Ich find es immer wieder erstaunlich was sich so alles ernten lässt, dabei verlief dieser Sommer wirklich nicht gerade gut und viele Pflanzen hatten so ihre Schwierigkeiten mit dem feuchten Frühjahr und den darauf folgenden Schnecken und Läusen. Ich freu mich auf jeden Fall drauf, all diese Produkte in den nächsten Wochen und Monaten essen zu können. =)

Freitag, 8. November 2013

Paprikapickles

Zum Ende der Saison konnten wir dieses Jahr ganz, ganz viele grüne Paprika ernten. Diese durften in der Küche nachreifen und sind inzwischen fast alle rot, gelb, orange, braun, usw. 
Allerdings stellt sich dann die Frage was man mit mehreren Kilo reifen Paprika macht. Natürlich essen wir sie sehr, sehr gerne, unter anderem häufig diese Version, aber ein paar wollte ich für den Winter "konservieren". Dieses Rezept für Paprika in Essig fand ich in dem Buch "Essig, Chutneys & Pickles". Es ist mit einem bisschen Vorbereitung am Tag zuvor, schnell und sehr einfach gemacht. 
Mit Paprika in allen Farben sieht es toll aus.
*grml* Im Haus bekomm ich Gläser einfach nicht gescheit fotografiert =/

 
Paprikapickles

1kg Paprika
4EL grobes Meersalz
400ml Weißweinessig
100ml Wasser
verschiedene Kräuter, wie z.B. Thymian, Rosmarin, Oregano,...
1 Knoblauchzehe pro Glas
1/3 Zwiebel pro Glas
1TL schwarze Pfefferkörner pro Glas

Die Paprikaschoten waschen, in Streifen schneiden und dabei das Kerngehäuse entfernen. Die Schoten in eine Schüssel geben, mit Salz bestreuen und mindestens 24Stunden stehen lassen.
Am nächsten Tag das gesammelte Wasser abgießen, die Paprikaschoten abspülen und gut abtropfen lassen.
Gläser mit heißem Wasser ausspülen und im vorgeheizten Backofen bei 120°C ca. 10 Minuten sterilisieren. 
Essig und Wasser zusammen langsam erhitzen. Die Zwiebel schälen und in dünne Scheiben schneiden. Die Knoblauchzehen schälen. Die Paprikastreifen abwechselnd mit der Zwiebel in die Gläser schichten. Knoblauchzehe, Kräuter und Pfeffer zugeben. Die kochende Essiglösung randvoll in Gläser gießen. Mit dem Deckel verschliesen, 5 Minuten auf den Kopf stellen und abkühlen lassen. Vor dem Verzehr mindestens 2 Wochen ziehen lassen. 

Donnerstag, 26. September 2013

Senfgurken


Bevor die Einmachzeit demnächst völlig rum ist, noch schnell ein Rezept um einem Gurkenüberschuss Herr zu werden. 
Ich muss gestehen ich hab noch gaaaaaar nie Senfgurken gegessen. Ich hab also keine Ahnung wie die gekaufte Version schmeckt. 
Diese hier aber, schmeckt uns wirklich sehr, sehr gut!
Die Inspiration hatte ich von hier.
Ich hab 500ml-Gläser benutzt, die angegebenen Mengen im Rezept kamen bei mir erstaunlich gut hin!

Senfgurken


6kg Salatgurken
Salz, 30g auf 1 kg
je Glas
5 Pfefferkörner
15g Senfkörner
40ml Weißweinessig
110ml Wasser
1 gehäufter Esslöffel Zucker



Die Gurken waschen, schälen, halbieren, die Kerne herauskratzen und in Streifen schneiden.
Die Gurken mit dem Salz in einer Schüssel gut vermischen und für etwa 24 Stunden stehen lassen. 
In ein Sieb geben und abtropfen lassen.
Gurken mit den Gewürzen und Zucker in die Einmachgläser geben, mit Weinessig-Wasser-Gemisch aufgießen.
Die Senfgurken-Gläser einkochen, bei 80°C etwa 20 Minuten.
Da ich keinen speziellen Einkoch-Topf habe:
Ein Tuch in einen Topf legen, Gläser rein stellen ohne dass sie sich berühren. Falls der Topf hoch genug ist, stapeln. Etwas Wasser zugeben, das kleinste Glas darf maximal bis zur Hälfte im Wasser stehen. 20 Minuten köcheln, abkühlen lassen, mindetens 2 Wochen durchziehen lassen und genießen! =)

Sonntag, 26. August 2012

Eingelegte getrocknete Tomaten mit Kräutern

Die Tomaten werfen dieses Jahr doch mehr ab, als jemals erwartet. Vor allem nachdem den Pflanzen der eine Monat in dem Plastikgewächshäuschen so gar nicht gefallen hatte. Mich freut es natürlich. Vor allem dass ich nun alle möglichen Rezepte ausprobieren kann. 
Nachdem ich nun schon viele Tomaten getrocknet hab, wollte ich einen Teil davon einlegen. 
Verwendet hab ich alle möglichen Sorten. Von gelben Birnentomaten, über rote Mini-Urtomaten, Black Cherry und Roma. 
Eingelegte getrocknete Tomaten mit Kräutern


Kräuter (Rosmarin, Thymian, Majoran, Oregano, Lorbeerblätter)
4 Knoblauchzehen
2EL Rotweinessig
Salz

Ergibt 3 kleine Gläser.
Die Tomaten in eine Schüssel geben und mit kochendem Wasser übergießen. 
Eine Stunde ziehen lassen.
Danach die Tomaten aus dem Wasser nehmen und auf Küchenpapier legen und etwas trocknen lassen. 
Die Knoblauchzehen schälen und in Scheiben schneiden.
Die Gläser mit kochendem Wasser füllen, den Backofen auf 120°C vorheizen, das Wasser ausschütten und 10 Minuten im Backofen trocknen und sterilisieren.
Die Tomaten, Knoblauchzehen und Kräuter mit dem Essig vermischen und in das Glas schichten. Mit Olivenöl aufgießen. Den Deckel draufschrauben und gut durchschütteln.
Die Tomaten mindestens eine Woche im Kühlschrank durchziehen lassen.
Solange die Tomaten gut im Öl bedeckt sind, sollten sie auch recht lange haltbar sein.

Mit diesem Rezept nehm ich am "Garten-Koch-Event August: Tomate" teil.

Garten-Koch-Event August 2012: Tomaten [31.08.2012]

Freitag, 24. August 2012

Eingelegte Zucchini mit Ingwer


Zucchini in Massen!
Gelbe und Grüne =)
Wunderbar find ich das =) Nachdem es immer wieder das Antipasti gibt, einiges schon in die Gefriertruhe wandern durfte, hab ich heute Einige in Gläser gepackt. Entschieden hab ich mich für das Rezept mit Ingwer, den ich sehr gern mag und entdeckt hab ich das Rezept in dem Buch "Essig, Chutneys & Pickels".
Die Zusammensetzung hab ich nur ganz leicht abgeändert:

Eingelegte Zucchini mit Ingwer

1kg Zucchini
10 Knoblauchzehen
70g frischer Ingwer
700ml Weißweinessig
300ml Wasser
160 Zucker
4TL Senfkörner
2TL bunter Pfeffer
1,5TL Salz

Die Zucchini waschen, längs vierteln und in dünne Scheiben schneiden (etwa ½ cm dick). Knoblauch und Ingwer schälen. Den Ingwer in dünne Scheiben schneiden.
Zucchinischeiben, Knoblauch und Ingwer in saubere Gläser schickten.
Essig, Wasser, Zucker und Gewürze kochen, bis sich der Zucker aufgelöst hat. Den Sud noch heiß über die Zucchini gießen und die Gläser verschließen.

Montag, 6. August 2012

Chiligurken

Die Chiligurken mach ich sehr gerne.
Letztes Jahr hab ich dafür die kleinen quasi runden Filius Blue genommen.
Die haben zwar Schärfegrad (8-)9, da sie aber so klein sind, hab ich ordentlich rein gemacht. Die Gurken wurden so wirklich gut scharf. Für unseren Geschmack aber noch nicht zu scharf. 
Da ich momentan aber bisher hauptsächlich Cayenne Long Slim hab (Schärfegrad 8), wandern 4 in jedes Glas. Ich freu mich schon! =)

Chiligurken

3kg Einlegegurken
90g Meersalz
3 rote Chilischoten pro Glas (+/- je nach Geschmack bzw. Schärfegrad)
3 Lorbeerblätter pro Glas
1TL Pfefferkörner weiss pro Glas
1TL Pimentkörner pro Glas
1TL Senfkörner pro Glas
1275ml Weissweinessig
600g Zucker
1275ml Wasser

Die Gurken waschen und Blüten- bzw. Stängelansatz säubern. Mit einer Nadel rundum einstechen. In eine Schüssel geben, salzen und mit Wasser bedeckt über Nacht ziehen lassen
Die Gurken abgießen und alles mit den Gewürzen in die vorbereiteten Gläser geben.
Den Essig, das Wasser und Zucker aufkochen. Den heißen Sud über die Gurken gießen.
In jedes Glas 1TL Meersalz geben, dann die Gläser verschließen und abkühlen lassen.